Hallo Zusammen,
ich würde gerne aufgrund eines aktuellen Problems auf die Erfahrungen bzw. das Wissen anderer Forumteilnehmer zurückgreifen.
Ich wurde von einem Heizungsspezialisten zum Kauf folgender thermischen Solaranlage zur Brauchwasser und Heizungsunterstützung beraten :
- 5 Kollektoren 12,5 m² Richtung SSO
- Dachneigung 57°
- 650l Speicher (ein größerer ging nicht aus baulichen Gründen)
Die Anlage wurde in der Zwischenzeit montiert (Mitte November) und ist in Betrieb. Ich habe natürlich als Neuling die Temperaturen beobachtet. Nun fiel mir auf, daß die Temperatur am Kollektor zwischen 8° und 15° höher ist, als die, die bei mir unten am Speicher ankommt. OK, wiederum aus baulichen Gründen sind da 30m Leitung dazwischen, aber nach meiner Rechnung braucht das Solarfluid ca. 2,5 Minuten bis zum Speicher. Also daraus ergiebt sich dieser Unterschied meiner Meinung nach nicht.
Daraufhin habe ich mal nachgeschaut, wie die Kollektoren auf dem Dach verschaltet sind : eine Parallelschaltung aus jeweils 2 und 3 in Reihe geschalteten Modulen, also asymetrisch. Der Kollektortemperaturfühler ist am oberen Ende der 3er Reihenschaltung montiert.
Hm ....
Wenn ich mir nun folgendes Modell bastle (und bitte korrigiert mich, wenn ich da einen Denkfehler mache! ! ! ):
- Kollektor Rücklauftemperatur 20°
- die Sonne scheint mäßig
- die 3er Gruppe erhitzt sich auf z.B. 50° (tatsächlich gemessen)
- die 2er Gruppe erhitzt sich auf z.B. 40° (geschätzt, sind ja nur 2 Module)
- nun mischt sich das zusammen auf z.B. 45°
- auf der langen Leitung gehen auch nochmal z.B. 3° verloren
dann ergibt sich doch die Temperaturdifferenz, die sich mir zeigt.
Wenn man nun eine Temperatur unten im Speicher von 40° annimmt, kann da nicht mehr viel Wärme fließen. Oder doch ?
Da der effektive Wirkungsgrad sich über das Produkt aus Menge und der Differenz der Temperatur im Speicher und der Kollektorvorlauftemperatur errechnet, wäre meine Anlage mit nur 3 Kollektoren effektiver, weil das Medium wärmer unten ankommt. Oder nicht ?
Hat einer von Euch da Erfahrungswerte, oder kann diese Art der asymetrischen Verschaltung anders erklären ?
Übrigens : weder der Hersteller noch die Heizungsbaufirma melden sich mehr bei mir, seit ich vor über einer Woche um Stellungnahme zu der Thematik gebeten habe. :-/