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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Heiz Erhard würde jetzt sagen „Und noch ein Gedicht“

Der Firma ein Gesicht geben.

Firmenlogo auf Visitenkarten, Autos, Arbeitskleidung, Auftragszetteln, Stundenzetteln, Briefen, Rechnungen, Angeboten.

Sauberes Erscheinungsbild.

Die Autos werden regelmäßig gewaschen. Das Werkzeug und Material im Auto wöchentlich sortiert, auf dem Armaturenbrett haben Zeitungen, Joghurtbecher, und Zigarettenschachtel nicht zu suchen. Die Autos sind das erste was der Kunde von uns sieht wenn wir vor der Haustür anhalten, also muss da das Erscheinungsbild top ordentlich sein.

Wir tragen Mietwäsche und jeder Monteur hat mindestens zwei Kombinationen pro Woche zum wechseln und für Notfälle stehen noch Ersatzlatzhosen die eigentlich für Aushilfen gedacht sind zur Verfügung. Es kommt bei uns auch schon mal vor, dass ein Monteur sich zwischen zwei Terminen umzieht, es kommt aber so gut wie nie vor, dass einer unserer Monteure deutlich schmutzig zum nächsten Kunden fährt.

Apropos Mietwäsche. Wir tragen die SHK-Innungskleidung der Firma Boco.Unter der Latzhose im Sommer rote T-Shirts in Winter Swet-Schirts, auf dem rechten Ärmel unser Firmenlogo. Auf dem linken Ärmel den E-Blitz, also das Elektro Innungszeichen. Der E-Blitz ist übrigens auch auf dem linken Ärmel der Jacke. Egal mit wie viel Monteuren wir auf die Baustelle fahren, oder ob wir Wartungen machen, unsere Monteure und ich selber übrigens genauso sehen immer gleich aus. Das ist ein schöner Anblick sagte mir mal ein Kunde, und ich weiß sicher, das bleibt im Gedächtnis haften als ordentlich und akkurat eben so, wie der Kunde auch seine Arbeit erledigt haben möchte.

Mit kollegialem Gruß
me Alfons Hoffrogge

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Weil heute Sonntag ist, und ich noch etwas Zeit habe.

Was ist noch unheimlich wichtig um seine Kunden zufrieden zu stellen, ganz genau, zufrieden Monteure. Wenn die Jungs sich in der Firma wohl fühlen, und zufrieden sind mit ihrem Job und der Art wie betriebliche Dinge Intern geregelt werden, wenn das Arbeitsklima stimmt, dann treten die Jungs von ganz allein beim Kunden viel motivierter und freundlicher auf.

Was kann man da alles tun?

Ich beziehe meine Mitarbeiter in die Arbeitsablaufplanung mit ein.

Ich setze mich jeden Abend ein ¼ Stunde mit den Jungs zusammen, und wir besprechen gemeinsam den Ablauf für den nächsten Tag. So können die Leute sich schon abends auf den Job für den nächsten tag einstellen. Oft kommen die Jungs dann morgens mit einer guten Idee weil sie sich am Abend noch mal Gedanken gemacht haben wie man den Job am besten erledigen kann. Und was auch ganz wichtig ist, wenn jemandem der Schuh drückt kann das am gleichen Abend geklärt werden bevor sich etwas aufstaut.

Bei und steht jeden Freitag zur Feierabendzeit immer eine volle Thermoskanne mit Kaffe und etwas Gebäck im Aufenthaltraum. Wen die Jungs abends von der Baustelle kommen, setzen wir uns zum Wochenende auch mal etwas länger zusammen und wir klönen etwas. Da wird genauso über private Dinge gesprochen wie über die Vorplanung für die nächste Woche. Die Leute wissen also am Freitag schon was in der nächsten Woche auf sie zu kommt.

Weihnachtsfeier mit den Kollegen, aber richtig.
Ruhig den Leuten zeigen, dass sie das wichtigste Kapital in der Firma sind. Da wird bei uns jedes Jahr richtig vom Leder gezogen, angefangen mit Begrüßungssekt, Apperitiv, Kalt warmes Buffet, Mitternachtsbuffet und Gertänke bis zum Abwinken. Für jeden eine kleines Präsent, und ein Beutel mit gesammelten Werbegeschenken des letzten Jahres.

Cola Kasse und Sommerparty.
Wir haben gemeinsam eine Kasse für Cola. Wir kaufen im Sonderangebot Cola und Fanta in Dosen, verkaufen uns unsere eigene Cola für 50 Cent. Trinkgelder gehen ebenso in die Kasse. Einmal im Monat wird der Überschuss auf ein Sparbuch, eingezahlt, einmal im Jahr im Sommer wird das Sparbuch geplündert, Ich lege meist noc heine Runde Summe oben drauf, und dann wird gefeiert dass die Schwarte kracht. Die Organisation übernimmt meine Frau. Der ganze Tag ist durchorganisiert. Morgens zum Beispiel ein Museumsdorf, Karten sind Vorbestellt, Mittags Tisch reserviert in einem historischen Lokal, Nachmittags Besichtigung der letzten funktionsfähigen Hyppokaustenheizung in der Saalburg, abends Tisch Reserviert beim besten Griechen im Kreis. Von dem Tag wird in der Firma noch Monate lang erzählt.

Und es gibt duzende von weiteren Möglichkeiten wie man dafür sorgen kann, dass seine Monteure sich wohl fühlen, man muss den Jungs auch mal zuhören, und deren Sorgen und Probleme ernst nehmen. Hier und da mal fünfe gerade sein lassen, letztlich sind sie die Leistungsträger in der Firma, unsere Visitenkarte und unser Aushängeschild.

So nu tun mir die Finger weh.

Mit kollegialem Gruß
me Alfons Hoffrogge
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo me Alfons,

mal wieder den Nagel voll auf den Kopf getroffen.

Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital.
Ein guter Betreibsausflug soll das mindeste sein was drin ist.
Weihnachtsfeier sowieso.

wir setzen uns auch zusammen und planen wir 1x im Monat einen Ausflug.
Gokartfahren ist der beliebte Renner.

Nur motivierte Mitarbeiter sind gut drauf und machen gute Arbeit.
außerdem wird das Betreibsklima besser und die "Krankentage" nehmen ab.
In Japan ist das ganz normal.

Wir hatten das Problem mit einem mitarbeiter, dass er immer zu spät kam, ein netter Kerl, der in einer Band spielte.
Kein Verlass am frühen Morgen, weil er immer verschlafen hatte.
Es war keine Planung möglich und eine Abmahnung folgte.

Es war kurz vor knapp.
Er gelobte Besserung, aber kam wieder zu spät.
Was tun?
Er war gut und wir wollten ihn nicht verlieren.

Normal gehts um 7.00 Uhr los und er war zuständig für Wartung und Reperaturen.
Warum aus einem Mangel keine tolle Dienstleistung machen?
Es wurde beschlossen, dass er erst um 9.00 Uhr anfängt und sich nach einem auftritt der Band ausschlafen kann.

Dafür bieten wir jetzt den Kundendienst bis 20.00 Uhr an.
Für alle die nicht extra von der Arbeit zuhause bleiben wollen.

Der volle Renner.
Auch Notfälle nach 17.00Uhr können wir mit ihm gut abdecken.
So ist jedem geholfen.
Keine Kündigung und alle sind zufrieden.
Seitdem gab es keine Probleme mehr in dieser Richtung.
Inzwischen wurde es sogar noch ausgeweitet, er bleibt Montag zuhause und macht dafür am Samstag den Kundendienst.

Also wer Probleme mit Langschläfern hat, der sollte sich diese Idee mal durch den Kopf gehen lassen.

Gruß aus München
Richard Häusler
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Ich habe kürzlich meinen Monteuren mal von Richards Betriebsausflügen zum Go-Kart Fahren erzählt, die Jungs waren sofort Feuer und Flamme. Wir haben zur Zeit einiges an Termindruck, und die Jungs freuen sich jetzt schon darauf, dass wir sobald wir wieder etwas weniger Termindruck haben uns selber Belohnen durch eine Firmenrennen auf der Kartbahn.

Ich finde es Prima, wenn so jeder von den Erfahrungen anderer Profitieren kann.

Sicher hat keiner hier die Weißheit mit Löffeln gefressen, aber ganz gewiss hat jeder so seine Erfahrungen gemacht, und weiß dieses oder jenes kommt gut an beim Kunden.

Wäre nur schön, wenn sich mehr Kollegen hier beteiligen würden. Also Leute haut mal in die Tasten, und lasst mal hören, was es bei euch so für Tricks und Kniffe gibt.

Gruß Alfons
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Nicht jeden Wettbewerber las Konkurrenten sehen.

Ich habe einen Befreundeten Installateur, der genau wie ich eine Heizungsfirma im gleichen Ort betreibt. Anstatt uns gegenseitig die Kunden abspenstig zu machen helfen wir uns gegenseitig aus. Wenn einer von uns in Termindruck gerät, und der andere etwas Luft hat, hilft man sich gegenseitig aus. Ebenso gibt es Dinge die der eine besser kann als der andere, auch da helfen wir uns selbstverständlich gegenseitig.

Wichtig ist: Einige Dinge müssen von Anfang an klar sein. Er rechnet keine Arbeiten mit meinen Kunden direkt ab und ich nicht mit seinen. Er bietet meinen Kunden keine Leistungen an, und ich nicht seinen. Wenn diese Grundregeln nicht eingehalten werden, zieht einer von beiden auf Dauer den kürzeren. Fairplay und Ehrlichkeit sind dabei ein absolutes Muss.

Ein gewissen Vertrauensverhältnis sollte schon bestehen und gepflegt werden. Wenn dass gegeben ist, dann fleißig drauf los, und beide Seiten profitieren davon.

Bei uns läuft das ganze seit 4 Jahren optimal. Durch die Kooperation mit einem Handwerkskollegen aus dem Ort, können wir beide einen Teil unserer Spitzen abfangen, ohne teure Leiharbeiter einsetzen zu müssen, deren Qualifikation auch nicht immer das gelbe vom ei ist. Bei einem Langjährigen Bekannten weiß ich da eher was er kann und was nicht.

Wir treten bei größeren Aufträgen von Anfang an gemeinsam an, und sind dadurch beide in der Lage auch an Aufträge herangehen zu können, die einer von uns allein nicht hätte bewältigen können.

Für alle Pessimisten, das hat nichts, aber auch gar nichts mit illegalen Preisabsprachen zu tun. Ich weiß nicht einmal was er für einen Stundenverrechnungssatz mit dem Kunden abrechnet, das interessiert mich auch ehrlich gesagt gar nicht. Wir verrechnen unsere Stunden unter einander, und jeder rechnet mit seinem Kunden ab.

Gruß Alfons
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Ein Hallo in die Runde,

ein kleiner Tipp der sich sehr schnell bezahlt machen kann...
Gerade Heizungsfirmen sind auf gute Werbung angewiesen, was liegt also näher als den für sich zuständigen Kaminkehrer zu seinem äh "Freund" zu machen.
Bestimmt hält er Sie im guten Gedächtnis wenn Sie ihm an Weihnachten ein nettes Geschenk für die gute Zusammenarbeit zukommen lassen.
Nicht als Bestechung gedacht, sondern als "Anerkennung"
Oft wird der schwarze Knabe nach einer Fachfirma gefragt, wenn die alte Anlage raus muss.
Und an wen wird er sich dann erinnern?
Natürlich an den der nette Sachen verschenkt.

Gruß Richard Häusler


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