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Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Ich habe einen kleinen Baubetrieb und stehe mehr oder weniger vor einem riesengroßen Scherbenhaufen, da ich einen Forderungsausfall von mehreren 100.000 Euro zu verkraften habe. Die Geschichte ist um so bitterer, da ich mein Geld von der Stadt Essen hätte bekommen sollen, und zwar für den Umbau eines städtischen Objektes, nämlich des Schwimmbades "Oase" in Essen. Im Zuge der Privatisierung des Schwimmbades wurden dem neuen Pächter des Schwimmbades Fördergelder aus dem städt. Haushalt in Millionenhöhe zugestanden, welche Zweckgebunden an die Renovierung des Bades war. Auszahlung des Geldes erfolgte über das Sport- und Bäderamt der Stadt Essen. Somit hatte ich bezüglich der Sicherheit meines Geldes keine Bedenken. Jetzt sind unsere Arbeiten abgeschlossen, und der Topf der städtischen Mittel ist leer, der Pächter ist de facto pleite, und ich ( und auch alle anderen Handwerker, die an diesem Objekt gearbeitet haben) bleiben auf ihren Forderungen sitzen. Bei der Stadt Essen trifft man nur auf Schulterzucken. Mittlerweise ist klar, wohin die öffentlichen Gelder geflossen sind. Der Pächter des Bades betreibt über Strohleute zwei Bar-Betriebe in der Düsseldorfer Altstadt: Die Karaoke-Bar x-zite sowie die wok-bar. Gross dimensionierte Umbauten und Renovierungen an diesen Objekten wurden mit fingierten Rechnungen über das Objekt "oase" in Essen abgerechnet. Dies ist auch mittlerweile der Stadt Essen bekannt. Recherchen ergaben, daß diese Art von Betrug und Unterschlagung von öffentlichen Geldern seitens des Pächters mittlerweile system hat, wie man unter www.tropenbad.de nachlesen kann.
Der Hammer ist, daß dieser Mann nach wie vor Betreiber des Schwimmbades ist, und nach wie vor auf freiem Fuß ist, obwohl den Behörden alle Details seit Wochen bekannt sind. Ich jedenfalls stehe vor dem Nichts, und habe jegliches Vertrauen an den Rechtsstaat begraben.

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Herr Vaessen,

es ist kaum zu glauben. Haben Sie schon versucht mit ihrer Kreishandwerkerschaft oder Handwerkskammer dieserhalb zu sprechen.

Bei grossen Konkursen laden wir die betroffenen Betriebe (ob Innungsmitglied oder nicht ein) um das weitere Vorgehen zu besprechen. Hierbei ist auch ein Anwalt für die Betriebe eingeschaltet. Wir setzen uns mit dem Konkursverwalter in Verbindung und prüfen die verschiedenen Forderungen. In der Presse wird hierüber auch berichtet, damit die Öffentlichkeit weiss, welcher Schaden dem Handwerk in der Region entstanden ist. Dies geht soweit, dass wir auch im Gläubigerausschuss die Betriebe schon vertreten haben. Sie sollten sich auf alle Fälle mit den übrigen Handwerksbetrieben zusammenschliessen und versuchen über die Presse Druck zu machen. Ein Einzelkämpfer erreicht hier nichts. Nur durch massiven Druck des Handwerks (Kreishandwerkerschaft oder Handwerkskammer) wäre es evtl. möglich, die Stadt Essen zu bewegen hier etwas zu tun.
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Herr Vaessen,

mehrere 100.000 Euro?
Die Handwerker sind immer die Kreditgeber für ihre Arbeiten und Produkte, wenn es dann ans zahlen geht, muss man immer hoffen, das nichts schief läuft.
Trotzdem darf bei so einem Auftrag nicht so eine große summe auflaufen.
warum wurden keine Abschlagzahlungen gefordert?
Stimmt schon, bei den Staatsbauten denkt man immer, das Geld ist sicher.
Man weiß, das man ewig aufs Geld warten muss, aber irgendwann kommt es dann.

Sofern bei dem netten Menschen noch was zu holen ist, gibt es schon eine kleine Möglichkeit.
Ich persönlich würde alles daran setzen an die Öffentlichkeit zu gehen.
Jede Zeitung anschreiben, Fernsehen, Bildzeitung, Handwerkskammer, alles was es gibt. Rundfunk usw. Pro7 Rtl, die freuen sich immer über solche News.
Bei Zeitungen einfach Pressemitteilungen schreiben.
Wenn dann eine anfängt zu berichten, dann ziehen die anderen nach.

Eine andere Möglichkeit ist noch die Rechnung zu "Verkaufen" an einen Profi - Geldeintreiber.
Wir haben diese Methode 2x erfolgreich benutzt.
Je unseriöser der Geldeintreiber, desto besser.
Firmensitz in Russland ist auch nicht schlecht.
'Das hilft aber nur, wenn noch Geld vorhanden ist und hilft nur bei Privatpersonen.
Die Methoden der "Inkassomitarbeiter" sind dabei sehr effektiv und sehr wirksam.

Ansonsten wüsche ich Ihnen, dass sich noch alles zum Guten wendet.

Herzlichen Gruß aus München
von Richard Häusler
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Guten Tag,
es haben mich einige mails zum Thema Inkassofirmen erreicht, bei denen nach einer Adresse gefragt wurde.

Leider ist unserer Geldeintreiber aus dem Geschäft und nicht mehr auffindbar.
Wir suchen selber einen fähigen Ersatz, wenn es mal wieder zu einem "Notfall" kommen sollte.
Außerdem achten wir sehr darauf, dass keine hohen Summen auflaufen und stellen lieber eine Zwischenrechnung zuviel, als eine zuwenig.

Schönes Wochenende wünscht
Richard Häusler/München
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Jetzt ist der Teufel los in Essen! Der Schwimmbadbetreiber ist abgetaucht! Die Stadt Essen auf der Suche! www.nrz.de und www.radio-essen.de
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Leute.
Geld eintreiben? Kein Problem, a.conto nicht bezahlt, 3 Tage gewartet Geld immer noch nicht da,Auftrag mittlerweile abgewickelt und übergeben mit Abnahmeprotokoll u. vom Auftraggeber Mängelfrei unterzeichnet. Klasse! Was hält man von Eigentumsvorbehalt geht wunderbar habe Ich gemacht u. voll durchgezogen 3 Tage später Restsumme u. a.conto kassiert! Ich zufrieden Kunde wieder glücklich da wieder warm im Hause, Alle zufrieden.
Voraussetzung für die Maßnahme, man muß in Rechnung und Auftrag (Bestätigung) genau schriftlich fixieren und bestätigt haben wie Zahlungen u. unter welchen Bedingungen diese zu leisten sind!!!! Hält sich der Auftraggeber nicht daran ist alles KLAR und schon gehts los.
Grüße aus dem Taunus Eurer Peter
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Versuchen Sie einmal folgendes:

Rechtsanwalt einschalten und der soll auf Biegen und Brechen versuchen, eine "HANDWERKERHYPOTHEK" auf das Gebäude zu legen.

Ich bin kein Jurist, aber einmal habe ich das versucht und ehe es dazu kam, hatte ich nach drei Tagen mein Geld.

Bei einigen Gewerken wie z.B. Heizung, Elektro, Sanitär soll so etwas möglich sein, weil diese feste Gebäudebestandteile sind und wenn mit Eigentumsvorbehalt geliefert/installiert wurde, gehört ein Teil des Gebäudes dem Handwerker solange nicht bezahlt wurde.
Diese Hypothek ist immer erstrangig, also auch vor jeder Bank-Belastung im Grundbuch einzutragen.

Bitte betrachten Sie meine vorgenannten Äußerungen, als meine unmaßgebliche Meinung und nur als Tipp, was man mit einem Juristen besprechen sollte.

MfG Udo Rostek

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