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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Auch per Email an: frontal21@zdf.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist sicherlich immer ein Aufreißerisches Thema die Meisterprüfung im Handwerk. Aber so leicht darf man es sich nicht machen sonst könnte man das ganze Bildungssystem an die Wand Nageln.
Dann könnte jeder einfach Journalist oder Rechtsanwalt oder vielleicht Mediziner werden. Es gibt auch technische Berufe mit einer großen Verantwortung, oder würde der Berichterstatter sich eine Heizungsanlage mit Fußbodenheizung und Solarunterstützung von einem ehemaligen Bäckerlehrling einbauen lassen.
Zur Durchführung eines ehrenwerten Berufes gehört nunmal eine gründliche Ausbildung. Außerdem sind noch etliche Gesetze, Normen und Verordnungen zu beachten. Siehe jetzt wieder die neue Energieeinsparungsverordnung. Halten Sie diese dochmal einem Gesellen unter die Nase, Sie werden Ihr blaues Wunder erleben. Sie kennen doch auch die Pisa-Studie. Unsere Schulabgänger können doch nicht einmal den Wasserinhalt eines Schwimmbeckens ausrechnen.

Also lassen Sie einen solchen Quatsch.!!!!!!

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Servus Herr Cremer,

stimmt schon, die Bestimmungen werden immer härter.
Wäre echt gemein, wenn ich mich umsonst 2 Jahre in der Schule geplagt hätte, ich träume heute noch davon...

Allerdings wird sich die Spreu vom Weizen trennen.
Wer seine Hausaufgaben in Sachen Normen und DIN nicht gemacht hat, der kann seinen Laden bald zusperren, wenn er an den Richtigen(Falschen) kommt.
Der zerlegt die Baustelle in alles Einzelteile, sucht Fehler und das wird richtig teuer...
Siehe auch den Beitrag im Kummerkasten.

Falsche Isolierung usw.
Soll der Bäcker doch Heizungen bauen, er wird es sicher nicht lange tun...

Dann kommt das Gleiche heraus wie bei mir, als ich versuchte im eigenen Bad zu fliesen.
Unter uns..., es wurde nix fürs Auge.

Gruß aus München
von Richard Häusler
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Guten Tag Herr Cremer,

ich stimme Ihnen voll und ganz zu. Leider reden viel zu viele Medienmacher über Dinge von denen sie offensichtlich nichts verstehen. Das SHK-Handwerk ist ein absolut technisch anspruchsvoller Beruf, der u.a. eine hohe technische Kompetenz erfordert.
Das dies nicht im Bewußtsein der Bevölkerung verankert ist, müssen wir allerdings uns selbst auch ein wenig anlasten:
Wieviel Imagebildung und PR-Arbeit wird durch unsere Verbände und Handwerkskammern geleistet? Wie soll das Image unseres Berufsstandes besser werden ohne hinreichende Marktkommunikation. Hier sind wir alle stärker als bisher in unserer ehrenamtlichen Tätigkeit in Innung, Verband und Politik gefordert, jeder und ständig einen Beitrag hierzu zu leisten. "Das Bohren dicker Bretter ...........!"
Im übrigen gebe ich Herrn Häußler recht, dass die fehlende Meisterausbildung eher dazu dienen wird, dass das entsprechende Unternehmen nicht lange am Markt bestehen kann. Unseren Beruf kann man nicht einfach durchführen, ohne ein Mindestmaß an technischer Kompetenz.

Was halten Sie von der Idee, dass die Meisterprüfung in ihren Anforderungen verschärft wird, um ein echtes Qualitätsmerkmal für den Kunden darzustellen?
Bei Wegfall des Meisterzwanges kann sich dann der Kunde selbst entscheiden, ob er einen NICHT-Meister oder einen fachlich kompetenten Meisterbetrieb beauftragt.
Hierin liegen also auch deutliche Marktchancen.
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Hr. Cremer !


Gebe Ihnen teilweiße Recht, habe am Montag meine Meisterprüfung und bin ich deswegen ein besserer Installateur? Nur weil ich die Normen kann.
Heute ist es kein Problem mehr ein Haus zu Installieren wüssten das mehr, hätten wir bald keine Arbeit mehr, nur noch große Objekte.
Stecksysteme, Klemmverschraubungen, Vertigverteiler, da kann wirklich ein Bäcker zum Installateur werden.
Wie viele Ausländer arbeiten heute am Bau, meist kann nur noch einer Deutsch das ist der Bauherr.
Unsere Devise abwarten Tee trinken, der Markt wird sich sicher bald selbst bereinigt haben
Dann ist ein Meister wieder was Wert vorher sicher nicht.
Quantität vor Qualität, Bauhäuser beweißen das immer wieder, und der Kunde will es nicht anders.
Erst gestern sagt mir ein Kunde, die Solaranlage kann ja gar nicht defekt werden oder sich abnützen und so lange solche Verkäufer und nicht Meister rumlaufen wird’s schwer da mitzuhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Pöschl
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Nein, ganz im Gegenteil! Hier wird sogar noch Nestbeschmutzung der feinsten Art betrieben. Vorgestern war ein Interview mit dem Präsidenten unserer Handwerkskammer in Kassel, Herr Repp, in der Zeitung (HNA), da fiel vom Handwerkskammerpräsidenten u.a. der Satz "Besser einen Ausbildungsplatz im Handwerk als gar keinen." Das ist für mich Disqualifizierung des Handwerks auf die untereste Stufe! Absolut unverständlich!
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Frau Kowalewski,

wir werden mit unserem Projekt "Handwerkerzeitung" einen sinnvollen Einstieg in die PR-Arbeit leisten und damit der Branche Fachhandwerk den Stellenwert beimessen den sie verdient.

Konstruktive Mitstreiter sind immer gerne wilkommen und können unverbindlich per Email Kontakt mit uns aufnehmen.

Mit feundlichen Grüssen
Das Team von Sanitaerbund.de

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Ich bin der Meinung, dass die Meisterprüfung den heutigen Anforderungen des Marktes angepasst werden sollte. Ich würde mir mehr Vermittlung von Betriebswirtschaft und Unternehmensführung wünschen.
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Ja, genau so sehe ich das auch, vor allem sollte auch der Verkauf erlernt werden, denn was nützt das ganze Fachwissen, wenn man sich, seine Firma, seine Ware und seine Dienstleistung nicht verkaufen kann?
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Mit dem Bäcker und der Heizung, hat der Herr von Sanitär Craemer wohl Recht. Nur, wäre er Bäcker geworden, wenn er Heizungen installieren möchte? Wenn sich der Anwalt nicht immer auf dem Laufenden hält, dann hält er beim Gerichtstermin auch besser den Mund, oder geht kläglich unter. So, und jetzt zur DIN, halten Sie mal schön dran fest, ich sage dann nur, "Und Tschüß", da auch nicht auf dem laufenden! Das D in DIN steht für Deutschland( schon mal was von Betriebshandbuch und ISO gehört, wenn nicht ists eh zu spät) und dazu fällt mir mit dem Meisterbriefzwang nur die EWG/EWR Handwerkverordnung ein! Die besagt, unter anderem, das jeder Ausländer nur nachweisen muß, sechs Jahre in dem Beruf gearbeitet zu haben und "ER und NUR ER", darf sich in Deutschland in dem Beruf selbstständig machen. Ich sage zu Allem nur, schön an alten Dingen festhalten und in 20 Jahren heißt jeder zweite Heizungsinstallatzionschefe ALI und der erste , na schau mer ma, was da noch so kommt. Und immer gut informieren, wenns denn richtig Informiert ist!

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