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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

An eine vorhandene Hzgs.anlage mit Warmwasseraufbereitung (Viessmann mit 200L Standspeicher) soll nun eine Viessmann-Solaranlage mit 500L Solarspeicher (Vitocell B100) eingebunden werden. Wie verbindet man diese Anlagen nun sinnvoll? Versorgt man den 500L-Speicher mit der Solaranlage und verbindet den 200L-Speicher über eine Zirkulationsleitung?
Für Vorschläge bin ich dankbar.

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Sehr geehrter Herr Graw,

bitte haben Sie Verständnis, dass im Forum
keine konkrete Planung für die solare
Anbindung Ihrer Solarkollektoren in die bestehende Trinkwarmwasserbereitung erfolgen kann.

Deshalb kann ich Ihnen nur die grundsätzlichen Einbindemöglichkeiten
aufzeigen.

Fall 1.

Pufferspeicher mit integriertem Trinkwarmwasserbereiter.
Nachheizung erfolgt in Pufferspeicher.

Fall 2.

Pufferspeicher mit integriertem Trinkwarm-
wasserwärmetauscher.
Nachheizung erfolgt in Pufferspeicher.

Fall 3.

Pufferspeicher mit externem Trinkwarm-
wasserwärmetauscher.
Nachheizung erfolgt in Pufferspeicher.

Fall 4.

Neuer Trinkwarmwasserbereiter als Vorwärmspeicher. Nachschaltung des
bestehenden Trinkwarmwasserbereiter in Reihe. Nachheizung erfolgt in bestehenden
Trinkwarmwasserbereiter.

Fall 5.

Neuer Trinkwarmwasserbereiter erwärmt
von Solaranlage. Nachheizung erfolgt in
Trinkwarmwasserbereiter.Alter Trinkwarm-
wasserbereiter wird stillgelegt.


Bitte beachten Sie das Trinkwarmwasser-
bereiter mit einem Inhalt > 400 l als
Grossanlagen eingestuft werden und
eine Erwärmung auf 60°C notwendig wird.

Aus Hygienegründen sollte das Trinkwarm-
wasservorratsvolumen auf das notwendige
Volumen begrenzt werden.Und je nach
Grösse der Solaranlage, die solare Wärme
in einem Pufferspeicher (Heizungswasser)
gespeichert werden.

Falls Sie an einem konkreten Ausführungs-
schema Interesse haben, können Sie
jederzeit mit mir über mein Büro Tel.Nr:
07774/920863 Kontakt aufnehmen.
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Alten Speicher weiter verwenden-Abzuraten!

Eigene Erfahrung - eine Solaranlage im Tennisclub - Anlage n i c h t von mir entworfen und gebaut, aber von mir kritisch betrieben.

Buderus-Kessel - 400 l - ca. 12 Jahre alt Erweiterung um einen 500 l-Buderus-Kessel mit 16 qm Kollektorfläche

Solarregelung normal auf den Solarspeicher Ein zweiter Differenz-Temperaturregler vergleicht:
1. Solarspeicher-Temperatur
2. Alt-Speicher-Temperatur
Zusätzliche Speicher-Zirkulationsleitung
Kaltwasser geht in den Solarspeicher - Warmwasser des Solarspeichers geht in den Alt-Speicher, wo bisher das Kaltwasser eintrat - Serienschaltung. Das Problem: Wenn die Sonne den Solarspeicher aufheizt wird er immer heisser; der Alt-Speicher bekommt dieses solarerwärmte Wasser erst, wenn Warmwasser gezapft wird..
Bei gleichmässiger Abnahme über den Tag - die Sonneneinstrahlungszeit - ist das kein grosses Problem. Wenn allerdings tagsüber wenig bis gar nichts abgenommen wird, dann wird der Solarspeicher heisser und heisser - die Wärmekapazität des Alt-Speichers bleibt ungenutzt. Der Kollektorwirkungsgrad geht auch zurück. Deshalb eine zusätzliche Zirkulationsleitung mit Pumpe und einem Differenztemperatur-Regler (bei Buderus gibt es das als Stecker-Regler).

Sobald die eingegebene Differenz überschritten wird - geht die Umschicht-Pumpe" (so nenne ich sie mal - 40 W) in Betrieb und fördert aus dem oberen Bereich des alten Speichers (bei "mir" geht die Leitung kurz vor dem Brauchwassermischer ab) über die Speicher-Zirkulationsleitung in den
Kaltwassereintritt des Solarspeichers. Als Folge wird Solar-Warmwasser über den "normalen" Weg in den Alt-Speicher gefördert.

Grundsätzliche Bedenken:
1. Das Verhältnis von Speicher-Oberfläche (Tansmissionsverluste) zu Speicher-Volumen wird größer - die Verluste steigen - gegenüber einer Lösung mit e i n e m (größeren) Solarspeicher inkl.Nachheizung (also 2 Wärmetauschern).
2. Der alte Speicher hat eine schlechtere Wärmedämmung als der Solarspeicher - und dort - im schlechteren Speicher - lagert ganzjährig das wärmere Wasser!
3. Bei e i n e m Speicher steht das gesamte Speichervolumen für die Aufnahme der Solarwärme zur Verfügung -es wird zuiemlich gut eingeschichtet. Bei Weiterverwendung des alten Speichers muss man zusätzlichen Aufwand treiben (Zusatzleitung und Regler), um diesen Nachteil ein wenig auszugleichen.

Die "Umschichtung" scheint auch ein paar Tücken zu haben:
Der Fühler im Alt-Speicher sitzt - so "mein Fall" - an der Stelle, wo auch der Fühler für die Ladepumpe (Kessel-Nachheizung). Diese Temperatur täuscht, wenn im oberen Bereich des Alt-Speichers noch wärmeres Wasser liegt.
Die Temperatur-Differnenz-Reglung sagt: Solar-Speicher hat um 5 Grad höhere
Temperatur als der Alt-Speicher -also Pumpe: Umschichten! Jetzt schickt die Umschicht-Pumpe gut warmes Wasser aus dem (oberen) Alt-Speicher über die Umschichtleitung in den Kaltwassereintritt des Solar-Speichers. Damit wird gut warmes Wasser in die kalte Zone des Solarspeichers gebracht -was erst mal die schöne Schichtung durcheinander wirbelt.
Die Plazierung der Temperaturfühler und die Leitungsführung können also unbeabsichtige Ergebnisse bringen.

Abhilfe könnte sein: Den Sollwert für die Umschichtpumpe erhöhen - die Pumpe schichtet erst um wenn ein deutlicher Temperaturunterschied zwischen Solar-
und Alt-Speicher auftritt. Das verringert aber die Kapaziät der Speicher für Solarwärme.

(Beachte: Die Umschicht-Zirkulationsleitung kann eine "tote" Leitung werden - wenn die Sonne den Soalrspeicher nicht mehr über die Solltemerpatur des Alt-Speichers erwärmt. Dann haben wir einen Legionellen-Brutbereich.)

Auf jeden Fall muss auf 100%ige Isolierung geachtet werden - Die zusätzlichen Leitungen und die 2.Reglung plus Pumpe werden ganz schön teuer.

Dann besser den alten Speicher rauswerfen und einen größeren Solarspeicher
rein.

Bessere Ideen würden mich auch brennend interessieren.

ENERGIE-FORUM KÖLNAGENDA
Dietmar Donath
Niehler Kirchweg 206
50735 Köln
Tel 0221 7124535
Fax 9711079
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo,
das würden wir etwas anders verschalten:

Alten Buderus Speicher mit 400l als "Vorwärmspeicher", d.h. Kaltwasser unten rein, oben raus und in den Solarspeicher unten rein. WW ganz normal beim Solarspeicher oben raus.

Dann den Solarkreisvorlauf zum Solarspeicher ganz normal. Den Ausgang vom Solarwärmetauscher (der normalerweise zum Rücklauf Kollektor geht) oben zum WT am alten Speicher rein und unten wieder raus und zum Kollektor. Den
Speicherfühler von der Solarregelung an den Austritt vom WT des alten Boilers.

Funktioniert auch ohne Umpumpen und ohne zusätzliche Differenzregelung. Der alte Speicher bleibt immer der kältere, der Solarspeicher wird immer zuerst geladen und der alte Speicher kann bei Überschuß vom Kollektor auch komplett geladen werden.

Kesselnachheizung nur im Solarspeicher.


Mit freundlichen Grüßen
Georg Schumacher
solar und mobil GmbH
LUDWIG-ERHARD-STR. 9
D-64653 Lorsch
Tel. 06251-588245
FAX 06251-588241
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Wenn der alte Speicher weiter benutzt werden soll, machen wir dies wie folgt:

der alte Speicher wird zu Vorerwärmung genutzt, d.h. der Kaltwasserzufluss bleibt am alten Speicher, an den Wärmetauscher kommt die Solaranlage. Der neue(Solar) Speicher hat zwei Wärmetauscher. Am oberen wird die konvetionelle Nachheizung angeschlossen, am unteren die Solaranlage, weiterhin Drei-Wege-Motorventil zur Umschaltung der Solaranlage zwischen den beiden Speichern und Regelung für Zwei-Speicher-SEs wird dann aber trotzdem eine Umwälzung zwischen den beiden Speichern benötigt zum Legionellenschutz benötigt. Im Winter kann aber der alte Speicher und die Umwälzpumpe für den Legionellenschutz außer Betrieb genommen werden.

CORONA Solartechnik GmbH
Symeonstr. 2A
12279 Berlin
www.corona-berlin.de
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Ich empfehle den "alten" BW-Speicher lediglich zur Heizungsunterstützung zu verwenden, nicht zur BW-Bereitstellung, schon aus hygienischen Gründen.

Wenn Serienschaltung, dann sollten beide Speicher solar beheizt werden, d.h. den Solarspeicher mit 2 Wärmetauschern VOR dem alten BW-Speicher. Damit entfällt die Umschichterei. Die Umschichterei wie von Dietmar beschrieben erscheint sehr verlustreich. In einer Sportstätte ist eine Pufferheizung u.U. nicht sinnvoll, aber in einem Einfamilienhaus durchaus.

Vorteil:
- Puffer verlängert Brennerlaufzeiten in der Heizperiode
- In der Übergangszeit kann z.T. 100% solargeheizt werden
- Heizung (ohne Brenner) auch im Sommerbetrieb z.B. für das Bad möglich
Wichtig:
Alten Speicher zusätzlich - besonders im unteren Bereich - isolieren und bei
der Ausführung der Anschlüsse auf thermische Zirkulation achten (unterbinden).

Grüsse,
Christian

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Sie wollen eine Trinkwasserbereitung <400 Liter erstellen ... ich will mal , obwohl ich Ihr Haus nicht kenne, bezweifeln dass Sie so eine große Menge benötigen !!!! ... desweiteren wird nach DIN1988 eine Legionellen-Schutzschaltung notwendig, die den gesamten Wasserinhalt TÄGLICH auf über 60C erhitzt ... da nützt einem eine Solaranlage nichts mehr !!! ... was Sie brauchen ist ein Pufferspeicher zur Aufnahme der Solarenergie und einen Nachgeschaltetetn Gegenstromwärmetauscher zur Trink-Warmwasser-Bereitung (z.B.Ratio.fresh von Wagner&Co.) hiermit haben sie einen Durchlauferhitzer und niemals stagnierendes Wasser !!!!

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