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Forum Haustechnik: SHK sanitaerbund.de Archiv

Thema: Der solare "Schönredner": Franz Alt: "der ökologische Jesus"

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ZWS Zukunftsorientierte Wärme Systeme GmbH
Am 14.03.2001 hatte ich Gelegenheit an einem Vortrag von Franz Alt (EX-ARD-„Report“-Moderator) in Rheine teilzunehmen, wo er über seine These „Die Sonne schickt keine Rechnung“ ausführlich berichtete. Es war schon enttäuschend wie der in der Vergangenheit kritische Journalist die Sonnenenergietechnik schöngeredet. Er sprach von einer „spirituellen“ Einstellung, die vielen potentiellen Solarkunden fehlen würde. Das würde der Grund sein, warum die Solartechnik den richtigen Durchbruch nicht erfahren würde. Im Zusammenhang mit der gleichzeitigen Vorstellung seines Buches „Der ökologische Jesus“ bekam diese ganze Veranstaltung fast schon einen „Sekten“-Charakter. Und das, wo er selbst mit seiner These: „Die Sonne schickt keine Rechnung“ die Solartechnik auf eine „kommerzielle Ebene“ gehoben hat. Zugegeben: Herr Franz Alt hat es verstanden seine Zuhörer zu fesseln und von seiner ökologischen Idee zu überzeugen. Seine journalistische Erfahrung und sein rhetorisches Können haben ihm dabei ohne Zweifel geholfen. In dieser von Franz Alt breitgetretenen solaren Euphorie hat er auch mehrfach behauptet, daß sich die Solartechnik nicht nur ökologisch, sondern insbesondere auch ökonomisch rechnen würde, wo ich in dieser Veranstaltung fast „unter die Decke gegangen wäre“. Er hat sich dabei immer auf seine eigene Solaranlage zur Stromerzeugung berufen. Dabei aber nicht erwähnt, wieviel Geld er in diese Anlage investiert hat. Und es muß stark angezweifelt werden, daß er diese Investitionskosten an Energiekosteneinsparung wieder reingeholt hat, obwohl er diesen Eindruck bei den Zuhörern vermittelt hatte. Leider muß ich sagen, daß mich diese „sektenartige und zugegebenerweise souveräne Vortragsweise von Franz Art davor abgehalten hat, Herrn Alt noch am gleichen Abend „Contra“ bezüglich seiner dargelegten Thesen zu geben. Heute ärgert mich das tierisch. Ich habe bereits seit 3 Monaten mit Herrn Alt sowohl per Mail als auch per Fax Kontakt aufgenommen (auch vor der Veranstaltung in Rheine) und ihn um Stellungnahme zu meinen kritischen Thesen gebeten. Es kommt von ihm keine Antwort. Das enttäuscht mich bei diesem kritischen Journalist um so mehr. Gerade gestern konnte man in den Nachrichten wieder mal hören, daß die Insolvenzen der privaten Haushalte um das 3-fache zugenommen haben. Daran ist auch die Werbebranche schuld, was man bekanntlich auch in der Darstellung der Effektivität und Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen erkennen kann. Auch Kanzler Schröder hat gerade einen „Korb“ von den Amerikanern bekommen. Warum ?, weil die Amerikaner nicht den wirtschaftlichen Nutzen von regenerativen Energien sehen und es letztendlich nur Geld kostet und nichts bringt und angeblich Arbeitsplätze kosten würde. Diese Einstellung der Amerikaner darf auf keinen Fall akzeptiert werden, da die Amerikaner bezogen auf Pro-Kopf-Bevölkerung die größten Umweltverschmutzer sind. Stattdessen muß die Forderung wiederholt werden, daß die Wirtschaftlichkeit von Regenerativen Energien verbessert werden muß, damit endlich ein Absatz-Ruck durch die Bevölkerung und den potentiellen Kunden geht. Das ist insbesondere im Solarbereich noch nicht der Fall. Wahrscheinlich muß ich mir jetzt wieder Appelle an mein ökologisches Bewußtsein anhören. Um dem Zuvorzukommen möchte ich jeden Hersteller von Solaranlagen bitten: „Geben Sie Ihre Solaranlagen doch KOSTENLOS an potentielle Kunden ab, anstatt laufend an das ökologische Bewußtsein der Kunden zu appellieren...dann beweisen die Hersteller auch ökologisches Bewußtsein. So bleibt nur der Eindruck, daß man mit dieser Technik nur Geld machen will. Und das „spirituelle, sektenartige Gerede“ von Franz Alt setzt der ganzen Sache noch die Krone auf. Ich habe noch keine Werbemaßnahme gesehen, wo ein Solar-Hersteller für eine Haus oder Siedlung Solaranlagen „gesponsert“ hat. Dann beweisen die Solarhersteller ebenfalls ökologisches Bewußtsein. Alles andere ist Heuchelei und Geldmacherei.

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Hallo Herr Hoffmann, warum immer so negativ, nur 2 Fragen dazu
1. Ist es verboten wenn Firmen Geld verdienen, wachsen und neue Arbeitsplätze schaffen.
2. Wirtschaftlichkeit ist immer relativ stark abhängig von den Äußeren Umständen !!!
3. Wer blockiert den die Alternativen Energien, ich behauptet mal das sind die großen Versorger (RWE und und und )
4. Solaranalgen sponsoren ist ja ein guter Gedanke, nur Frage wo soll das Geld herkommen. Ich vermutet mal die Mitarbeiter wollen auch leben, Papa Staat möchte auch seine Steuereinnahmen ???
5. Das ökologische Bewußtsein muß doch jeder für sich selbst aufbauen, und entscheiden was für Ihn Wichtig ist.
Mfg Ralf Sparwel

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Sehr geehrter Herr Hoffmann,

warum müssen Sie sich über immer Leute, welche nicht ihrer Auffassung sind, so sarkastisch äussern. Wir sind hier ein
Forum, wo sachlich und fachlich über
regenerative Energien diskutiert wird . Bitte setzen Sie sich einfach nur mit der Sache auseinander und lassen Sie Ihre undifferenzierten Aussagen über Personen.

Zum Thema Wirtschaftlichkeit von regenerativen Energienträgern und externen
Kosten will ich mich Ihnen gegenüber nicht
mehr äussern. Weil Sie leider nicht das
erforderliche Fachwissen in diesem Bereich
haben und auch nicht bereit sind, hier neutrale Ergebnisse und Erkenntnisse in Ihr
Denken einfliessen zu lassen.

Aber neben dem Thema Wirtschaftlichkeit,
geht es aber auch um die weitere Existenz
des Menschen auf dem Planeten Erde.
Wir haben durch unsere bereits eingeleiteten globalen Klimaprobleme wahrscheinlich gar nicht mehr ausreichend Zeit, entscheidende Weichen bezüglich einer regenerativen Energieversorgung zu stellen. Und wir diskutieren hier über Wirtschaftlichkeit ?
Prof. Dr. Grassl(früherer Leiter Klimainstitut UN) spricht davon, dass wir die Auswirkungen heutiger CO2-Emmisionen erst in 50 Jahren in ihrer vollen Auswirkung erleben. Darüber sollten wir reden und um unsere weitere Existenz auf diesem Planeten. Sonst erreichen wir sehr schnell eine gesellschaftliche Insolvens,
weil wir die Kosten für Schäden durch Öl-
unfälle, Sturmschäden, Hochwasser-
katrosphen usw. nicht mehr bezahlen können.

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An alle Beteiligten,
ich kann Herrn Sparwel und Herrn Sagawe nur recht geben. Neben der dringenden Notwendigkeit, auf Grund der endlichen Ressourcen, auf Alternativ-Energien umzuschalten, handelt es sich dabei, eine gewissenhafte Beratung vorausgesetzt, auch um eine Sache, die sich selbst für Privatanwender lohnt. Eine Solaranlage, beispielsweise kombiniert mit einer Pelletsheizung, unter Berücksichtigung der jeweiligen Fördermittel wird sich bereits nach einigen Jahren amortisieren. Die Österreicher haben das schon länger begriffen und mit der Ö-Norm wegweisende Zeichen in Richtung Qualität gesetzt.
Ihr Geistesblitz, Herr Hoffmann, die Hersteller zur kostenlosen Abgabe von Solarananlagen aufzufordern ist an Absurdität nicht zu überbieten, zeigt aber auch, dass Sie der so oft kritisierten Schönrederei der Solarbranche im umgekehrten Sinne in nichts nachstehen. Nichts für ungut, aber so kommen wir sicherlich nicht weiter, denn unsere Zeit ist begrenzt und wir alle tragen die Verantwortung dafür, dass es so ist.
Mfg Stephan Lippert


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Sehr geehrte Herren,
ohne Zweifel...ich muß euch grundsätzlich in allen Punkten rechtgeben...Es ist richtig, daß es fünf vor 12 ist usw...und auch, daß es unter bestimmten (seltenen) Voraussetzungen sehrwohl der Fall sein Kann, daß sich eine Solaranlage rechnet, wenn alle Zuschüsse reingerechnet werden...Ohne Zuschüsse sähe es anders aus...
Und an dieser Stelle kommt dann immer das Argument: "Ökologisches Bewußtsein", was dem Kunden eingeredet wird.
Und hier habe ich es noch nie erlebt, daß ein Solarhersteller den umgekehrten Weg gegangen ist und die Kosten der Solaranlage extrem veringert hat. Das zeugt auch von ökologischem Bewußtsein. Den Ziel muß es doch sein, wöglichst viele Solaranlage zum Laufen zu bringen...

Außerdem möchte ich nochmals herausstellen, daß ich seit mehr als 3 Monaten versuche mit Herrn Franz Alt Kontakt aufzunehmen und er scheinbar nicht gewillt ist, meine kritischen Thesen zu kommentieren...

Somit habe ich es für sinnvoll gehalten, seine "spirituellen Thesen", die mindestens genauso absurd sind, in diesem Forum öffentlich zu machen.
Es wird "sektenmäßig" regelrecht versucht, beim "Solarkunden" den normalen Menschenverstand auszuschalten, ohne vielleicht mal nachzurechnen, was kostet das ganze und was bringt es...
Vor Gericht bekommt man dann gesagt: "Ja, daß weiss doch jeder, daß sich eine Solaranlage nicht rechnet..., da sind Sie selber Schuld gewesen..."
Und Sie wollen immer noch weißmachen, daß Ihr "ökologisches Bewußtsein" etwas mit normalen Menschenverstand zu tun hat...Herr Alt hat in seinem Vortrag treffend beschrieben. ÖKOLOGIE, ÖKONOMIE, ETHIK und SPIRITUELLES BEWUSSTSEIN, müssen zusammen gegeben sein, daß sich die Solartechnik durchsetzt.
Es scheitert in meinen Augen gegenwärtig an der ÖKONOMIE...und dabei bleibe ich...
Erst wenn die ÖKONOMIE gewährleistet ist, wird die Solartechnik den Schub bekommen, auf den alle warten...

Und die Solarbranche tut sich damit keinen Gefallen den heutigen Stand der Technik "schönzureden", in dem von 60-70% Warmwasserbedarf gesprochen wird, der durch die Sonne ersetzt werden könnte.
Gegen diese Behauptung werde ich im Extremfall Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht einrichen...da man mit einer (thermischen) Solaranlage kein Wasser herstellt, sondern Wärme erzeugt...

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Herr Hoffman hat es mal wieder geschafft als frustrierter Solartechnik Gegner ein Forum zu finden seine verqueren Gedankengänge zu äusseren.
Ich wüsste gern was einen solchen Menschen dazu treibt die einzige Alternative die der Menschheit auf Dauer weiterhilft so zu verteufeln ? Vielleicht sollte man mal nachhören wessen Intressen von Herrn Hoffmann hier eigentlich vertreten werden ?
Die Solartechnik rechnet sich ökologisch und auch ökonomisch , mann muss nur ein wenig Weitblick beweisen um dies auch zu erkennen.
Gebt dem Mann doch mal ein anderes Thema am dem er sich aufreiben kann.
Soviel verschwendete Energie.

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Ich frage Sie als (vielleicht erfolgreicher) UNTERNEHMER, ob Sie mit den gleichen Wirtschaftlichkeits-Grundsätzen ihr Unternehmen führen, die Sie bei Ihrem polemischen Kommentar gegen mich einklagen ? Ich möchte Sie bitten, mir vorzurechnen, wann sich eine thermische Solaranlage für einen privaten Hausbauer mit einem vier Personen-Haushalt rechnet, ohne irgendwelche Zukunfsprognosen und Zuschüsse zu berücksichtigen ??

Mit diesen Schönredner-Parolen, werden Sie wohl kaum Ihr Unternehmen führen können...

Dieses Idealistische Gefassel und gleichwohl heuchlerische Gefassel der Solarbranche ist nicht mehr zu ertragen. Als ob ein Haushalt mit einer kleinen Solaranlage wirklich entscheidend zum Klimaschutz beitragen kann, ist doch mehr als zweifelhaft. Und dadurch wird der CO2-Ausstoss auch nicht entscheidend verringert.
Soll man wirklich die eigene Existenz der Familie aufs Spiel setzen, nur damit so welche wie Sie laufend teure Solaranlage verkaufen können, die fortwährend gegenüber potentiellen Kunden schöngeredet werden und eine Wirtschaftlichkeit vorgegaukelt wird, was fast schon an Betrug grenzt.
Umd darüber objektiv aufzuklären dient meine Homepage und mein Kommentar im Sanitärbundforum.
Ich bin es gewohnt, von der Solarbranche laufend mit "Gulli-Dreck" beworfen zu werden...das härtet ab...


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Hallo
EInfaches Beispiel im Ruhrgebiet 1000x vorhanden.

Reihenhaus mit Elektrowarmwasserbereitung , Durchlauferhitzer.

Kleine Warmwassersolaranlage 6m² mit 300l Speicher, Durchlauferhitzer hintergeschaltet.

Strompreis inc. MWST ca. 0,25 DM/KW

Ertrag 6m² Anlage ca. 450 KW/m² ergibt

im Jahr eine Einsparung in DM von 675 DM

Lebensdauer Anlage ganz pesimistisch 15 Jahre .

Macht Einsparung von 10125 DM !
Anlagen Kosten für eine Solche einfach ANlage inc. Montage zwischen 7500 und 9000DM inc. MWST ohne Förderung !!!
Bleiben sogar noch ein paar Mark für Zinsen über falls auf Kredit finanziert wird.

Es geht alles !!

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Bekanntlich ist die Erwärmung von Wasser mit Strom die unwirtschaftlichste und teuererste Warmwasserbereitung...Sie berücksichtigen nicht, daß ich gegenüber einer Erwärmung mit Gas bei weitem höhere Energiekosten haben, von denen ich dann etwas spare...
Ganz tolle Philosphie:
Vorher mehr ausgeben, damit man nachher so tun kann, als ob man mehr gespart hätte...
Es wird immer schlimmer mit den solaren "Schönrednern"...

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Selbst wenn ich vorher mehr ausgebe, um es hinterher zu sparen, habe ich einen AKTIVEN Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Da die Verantwortlichkeit zunehmend in den Menschen und deren Ökologieverständnis liegt ist jeder Schritt zu alternativen Energien unbedingt zu begrüssen.
Und Ihr Beispiel, Herr Hoffmann, die Familie durch den Kauf einer Solaranlage in den finanziellen Ruin zu stürzen, kommt allzu pathetisch daher. Man kann sich auf vielerlei Arten finanziell ruinieren, durch den Kauf eines Autos, den Erwerb einer Eigentumswohnung usw., usw. Aber Sie können sich ja immerhin noch den Luxus leisten unzählige Prozesse zu führen!?!
Gruss Steffen
Umweltfreund

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Ökologie...hin oder her...das ist nicht die Frage...wie oft soll ich es noch sagen...ich bin voll und ganz auf der Seite, daß man gegen den ökologischen Supergau was tun muß...keine Frage...
Ich wehre mich nur vehement dagegen, daß in der Solarwerbung der Eindruck vermittelt wird, daß man mit einer Trinkwasser-Solaranlage jede Menge Geld sparen könnte...und nur in zweiter Linie die Umwelt schützen könnte...diese Reihenfolge wird von der Solarwerbung aus Verkaufsstrategischen Gründen bewußt verdreht...ich habe darüber zwei Aktenordner voll mit Solarwerbung...
Und mindestens jeder 2 potentielle Solarkunde geht davon aus, daß er eine Menge Geld mit einer Solaranlage sparen könnte...gerade kürzlich habe ich in der Nachbarschaft noch jemanden darüber aufgeklärt, der erst durch meine Homepage richtig aufgeklärt wurde und ersteinmal Abstand davon genommen hat...
Man sollte lieber die Weiterentwicklung der Solartechnik fördern als den Kauf von Solaranlagen der heutigen Generation zu fördern...

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Tja wenn mann Ihre Aussagen so liest da fragt man sich doch als Heizungsbauer so einiges..
Ihre These stützt sich auf die mangelnde Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage, was durchaus so zu interpretieren ist, wenn man den ökologischen Aspekt mal aussen vor lässt.
Allerdings dürfte man dann auch keine Häuser bauen, keine Autos über 50 PS fahren , keine neueren Computer oder Software kaufen (die alte tuts doch auch wenn wir ehrlich sind)diese Liste liesse sich wohl endlos fortsetzen...
Wann lohnt eine 40.000.- DM Einbauküche oder eine Wandheizung?oder ein Haus? Ich kann das Geld doch anlegen verdiene ich viel mehr und überhaupt was schert mich die Umwelt....

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Sehr geehrter Herr Spitzfaden,
bei einer Einbauküche und bei einem Computer und bei einem Auto wird nicht konkret damit geworben, daß man 60% der Energie einsparen könnte...was allerdings bei einer Solaranlage der Fall ist bzw. zumindest suggeriert wird...8 von 10 potentiellen Solar-Kunden glauben, man könne mit einer Solaranlage 60% der Energie einsparen...

Das ist der Grund, warum ich so vehement gegen das dauernde "Schönreden" der Solarbranche vorgehe...

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<b>Hallo,</b> <br>
in der Tat ist es so - zumindest nach meiner bescheidenen Erfahrung zu urteilen - das intensiv mit einer Energieeinsparung und damit Kostenersparnis bei solarthermischen Anlagen geworben wird. Auch ich habe den Eindruck, dass der Laie sehr schnell überfordert ist, die unterschiedlichen Aussagen richtig zu deuten. Ich habe durchaus das Gefühl, dass hier mehr oder weniger bewusst Unklarheiten quasi „gepflegt“ werden – leider! Vielleicht dies aus Bequemlichkeit, aus Unwissenheit, oder aus verkaufsstrategischer Sicht? Zumal das eigentlich gar nicht nötig ist! Wenn nämlich – so meine Meinung – der potentielle Kunde in einem wirklich ehrlich geführten beratenden Gespräch über die Vorteile für die Natur und auch die Nachteile (es kostet Geld und ein geldwertes amortisieren ... na ja, wohl eher nicht im Eigenheimbereich) aufgeklärt wird, habe ich keine Angst das es zu Absatzschwierigkeiten kommt. Eher im Gegenteil! Der Kunde nimmt ganz bewusst doch auch Nachteile in Kauf, eben für einen ökologischen Vorteil. Ähnlich wie naturbelassene Baustoffe statt Kunststoff, oder ökologische Farben u.s.w., was ja bekanntlich auch ein mehr an Geld kostet... <br>Während meiner Tätigkeit als Schornsteinfeger führe ich oft Kundengespräche und da ich (so denke ich) bei meiner Kundschaft durchaus auch als Fachmann für energetische Fragen betrachtet werde (ich bin „nebenher“ Gebäudeenergieberater), werde ich sehr oft auch mit energetischen und speziell auch „solarthermischen“ Fragen konfrontiert. Meine Erfahrung ist, dass der überwiegende Teil der Kundschaft tatsächlich der Meinung ist, mit einer Solaranlage Geld (und nicht CO2!!!) einsparen zu können. Besonders intensiv ist mir ein junger Mann (Mitte 20) in Erinnerung. Er hatte eine älteres Bauernhaus erworben und war beim Um- und Ausbau und sagte wortwörtlich: „Herr Kuntke, ich wäre doch dumm wenn ich keine Solaranlage bauen würde. <b>Billiger</b> kann man doch nicht zu warmen Wasser kommen!“ Das Haus steht mit dem First in Süd-Nord-Ausrichtung ... <br> Er zeigte mir zur Bestätigung seiner Aussage ein „Hochglanzprospekte“ (hatte er von seiner Heizungsbaufirma bekommen) mit einer Beispielrechnung, jedoch mit Standort Freiburg/Breisgau (und nicht Freiberg/Sachsen *g*) und einem fiktiven Trinkwarmwasserverbrauch von 90 Litern pro Tag und Person!!!

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Kuntke, Bezirksschornsteinfegermeister in Meißen

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