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Biogas, Biogasanlagen, Fermenter
bast111
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Beitragvon bast111 » 01.10.2006 00:57 Uhr

@pellet-profi
soso.
da haben wir also noch so einen goldgräber, der angesichts der hohen pelletspreise um seine profite fürchtet.
soso.

fakt ist: eine ordentliche pelletsheizung kostet EUR 14.000,- (inkl. pelletsraum, raumaustragung und installation durch einen konzessionierten betrieb).

das rechnet sich bei diesen pelletspreisen nicht.

noch teurer ist es aber, einen billigkessel zu kaufen, bei dem man 50% der zeit auf den reparaturdienst wartet und inzwischen den elektro-radiator auf hochtouren laufen lassen muß.

bei so einem kessel fährt man besser, wenn man ihn gleich der altmetallverwertung zuführt, da bekommt man sogar noch geld dafür.

Stephan Ostermann
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Beitragvon Stephan Ostermann » 02.10.2006 13:23 Uhr

bast111 hat geschrieben:Hallo Stephan,

auch in Österreich gilt für Pellets der reduzierte MWSt-Satz (bei uns sind das 10%).

LG


Stimmt aber nicht für Pellets!!!
Grüße vom

AS Solar Kundendienst
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Beitragvon bast111 » 02.10.2006 14:12 Uhr

hallo Stephan,

es ist ja wirklich nicht so wichtig, aber:

- ProPellet ist der verband der österreichischen pellethersteller (der geschäftsführer dieses verbandes ist österreicher und er sagt mir: 10% MWSt)
- mein pelletslieferant ist österreicher (der verrechnet mir 10% MWSt)
- ich bin österreicher (ich habe hier eine pelletsrechnung vor mir: 10 % MWSt)

LG
Andreas
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Beitragvon Andreas » 16.10.2006 18:54 Uhr

Heinz hat geschrieben:Ihre Aussage: "philosophie lautet: "wer eine pelletsheizung kauft, ist gefangen, daher kann er abgezockt werden"."
ist leider Tatsache und nennt sich Marktwirtschaft.


Bei welchem Heizsystem kann man NICHT abgezockt werden ????

Viele Grüße
Andreas
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Beitragvon Stephan Ostermann » 16.10.2006 22:22 Uhr

Nur mal nebenbei:

Lt. DEPV werden wir im nächsten Jahr eine Überkapazität haben, die sich in Bereichen von 400.000 Tonnen bewegen.

Somit wird auch hier die Marktwirtschaft den Preis nach unten korrigieren.
Grüße vom

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Beitragvon aup » 20.10.2006 10:36 Uhr

Hallo Herr Ostermann,

nach den Verlautbarungen verschiedener Pellet-Lobbyisten werden für das kommenden Jahr weitere, unter heutigen Gesichtspunkten vielleicht auch ausreichende, Produktionskapazitäten zur Pelletherstellung aufgebaut. Dass ist nur die eine Schwachstelle.

Die andere Schachstelle ist die Rohstoffverfügbarkeit. Schon heute ist der Resteholzmarkt wie leergefegt. Resteholz wurde nun mal auch schon vor Erfindung der Pellets entweder in der Industrie verheizt oder in der Spanplatten-, Papier- und Zellstoffindustrie weiter verwertet.

Zwar werden hierzulande nur etwa 80 % des nachwachsenden Holzes genutzt, doch laut Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft hatten wir 2003 gerade einen Selbstversorgungsgrad bei Holz- und Holzprodukten von etwa 86 %. Tendenz wieder sinkend! Auch Global wird sich die Biomassekonkurrenz durch den wachsenden Bedarf und durch neue Technologien (z.B. Sunfuel / BTL) weiter verschärfen.

Biomasse ist zwar eine nachhaltige, aber auch sehr begrenzte Ressource. Und mit Sicherheit zu wertvoll um es einfach in unseren schlecht gedämmten Häusern in großen Mengen zu verheizen.

Gruß
aup

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Beitragvon Fachplaner Passivhaus » 08.11.2006 07:53 Uhr

Die preiswerteste Energie ist die dauerhaft eingesparte Energie.
Energie, egal in welcher Form wird künftig knapper und sehr teuer werden
Entscheidend sind letztlich in Zukunft nicht mehr die Investitionskosten, sondern die Energiekosten für den Betrieb des Gebäudes.
Hier liegt auch die Grundlage für die Wirtschaftlichkeit des Passivhauses, Amortisationen ab 15 Jahren sind bei moderater Preisentwicklung der Energie sicher, da die Heizkosten, je 100 qm Wohnfläche, bei ca. 100.-Euro/Jahrliegen. Das Rechenprogramm unter www.baukosten-info.de zeigt dies deutlich.
Die Probleme am Pelletsmarkt sind;

a. Anpassung des Angebots an die Nachfrage
Es wurden jedes Jahr 100 % mehr Kessel verkauft als in den jeweiligen
Vorjahren, ohne dass der Markt die Kapazitäten im Brennstoff
ausreichend erhöht wurden.

b.Der günstige Pelletspreis der letzten Jahre hat viele Häuslbauer und
Altbaubesitzer dazu gebracht, ihr Vorhaben mit Gas/Öl zu heizen,
aufgegeben haben, ohne am Energieverbrauch des Hauses,
entscheidendes zu verbessern. Dabei wird allgemein vergessen, dass
die regenerativen Energien (Pellets + viele andere), die Fossilen nur
ersetzen können, wenn der Energieverbrauch der Gebäude, um den
Faktor 8-10 herunter gefahren wird. Wer nur den Energieträger tauscht,
heizt automatisch den Preis in diesem Sektor an, wie es bei Pellets zur
Zeit der Fall ist.

Gebäudeinvestitionen laufen langfristig, darum sollten die Energiekonzepte auch langfristig angelegt sein, darum.....
Die preiswerteste Energie ist die dauerhaft eingesparte Energie

PASSIVHAUS oder SANIERUNG FAKTOR 10
Bauen ist nicht eine Chance der Gegenwart, sondern im Besonderen eine für die Zukunft !
*Denen gehört die Zukunft, die sich bereits heute darauf vorbereiten* Zitat Martin Luther King
Heinz
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Beitragvon Heinz » 08.11.2006 12:15 Uhr

Zitat aup:
"Im Inland werden 500.000 Tonnen Pellets erzeugt, jedoch 200.000 exportiert, sodass der Eigenbedarf (400.000) nicht gedeckt ist. Die Differenz wird zu hohen Preisen aus Deutschland und Tschechien importiert."

Wie war das mit ökologisch? Ach ja die Laster fahren ja sicher CO2-neutral mit Rapsöl.

"Gegenüber der Brennstoffeinlagerung 2005 kosten Pellets beinahe das Doppelte"

was einer Preissteigerung von 100% entspricht. Wann kommt übrigens Peak-Holz?

Mfg
Heinz
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Beitragvon Heinz » 08.11.2006 12:36 Uhr

Zitat Fachplaner Passivhaus:
Die preiswerteste Energie ist die dauerhaft eingesparte Energie

Man lese sich mal diesen Artikel durch:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 03,00.html

Fällt jemandem was auf?

Mfg
Heinz
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Beitragvon killermike2000 » 20.11.2006 14:16 Uhr

hi, grüße aus wien!

wir sind heuer von öl auf pellets umgestiegen, was gesamtkosten von ca. 28000€ mit sich brachte.

darin enthalten sind allerdings:
-öltank entsorgung
-aushub von erdreich im vorgarten mit einbau eines pelletserdtanks (fassungsvermögen 6,2t) das alleine hat ca. 8000€ verschlungen (alleine das erdreichgutachten fürn abtransport der erde hat uns 800€ gekostet, war vorgeschrieben :evil: )
-komplett neue kupferverrohrung inkl. wasserleitung
-7fach heizkreisverteiler mit strangregulierung
-500l boiler
-einbindung des alten kessels (ohne ölbrenner) & umschaltmöglichkeit eben auf holz, koks,... betrieb.
-komplettsanierung des raumes, inkl. fliesen, verputzen,... (da allerdings nur materialkosten, da selbst gemacht)
-armaflex rohrverkleidung
-karminsanierung! es wurde ein 160er keramik eingezogen
-.... jede menge absperrhähne, ablassventile, so das fast alles bei problemen abgesperrt & bearbeitet werden kann ohne das restliche zu beinträchtigen zbw. immer die heizung auszulassen.
-jede menge kleinarbeiten
& natürlich dem sahnestück windhager biowin exclusiv 21kw


& das beste es wird in wien gefördert. pro haushalt max. 14400€ & davon maximal 45%
wir haben 2 haushalte & bekommen ca. 43% gefördert, also ca. 12000€ retour.

hätten wir allerdings die heizung nicht sowieso neu machen müssen, wären wir wahrscheinlich nicht auf pellets umgestiegen.


wenn jemand allerdings nur auf pellets umgestiegen ist, weil der preis kurzfristig so niedrig war, ist er selbst schuld, vorallem wenn er vielleicht sogar eine noch nicht so alte ölbrenneranlage hatte.

& wer sich den pelletspreis der letzten jahre ansieht, merkt das er öfter über 200€ war!
siehe:
http://www.uwe-energie.de/Preisentwickl ... ellets.pdf


imo meine bescheide kurze meinung :lol:


see you

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