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n0n
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Beitragvon n0n » 22.10.2006 12:07 Uhr

Ich wohne nun seit zwei Jahren in einer WG und nun ist einer meiner Mitbewohner nun auf die Idee gekommen, dass jeder in seinem Zimmer die Heizung abdrehen soll, wenn dieser das Haus verlässt.

Nun erhebt sich die Frage ob das ständige auskühlen lassen und wieder anschalten der Heizung (hochheizen) unterm Strich nicht mehr Energie verbaruacht als wenn man sie durchlaufen lassen würde. Ich denke mir das so:

Wenn ich einen Liter Wasser zum kochen bringe, habe ich Energie verbraucht. Nun lasse ich den Ofen abkühlen, das Wasser ebenso und bringe es wieder zum kochen. Nun habe ich wieder die gleiche Energie verbraucht, wie beim ersten mal. Nun wäre es eben interessant zu wissen, ob man, wenn man das Wasser kochen lässt, weniger Energie vebraucht.

Ich hoffe mir kann jemand helfen, denn ich hab nun eben die Meinung meiner Mitbewohner, welche alle dafür sind und die Meinungen von sieben bis acht von einander unabhängigen, welche meinen, es wäre absoluter Schwachsinn die Heizungen immer aus und an zu schalten.

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Beitragvon LSKill » 22.10.2006 19:36 Uhr

Hallo
lässt man die räume ständig auskühlen und heizt sie dann wieder auf verbraucht man tatsächlich mehr Energie.
Am besten ist es man lässt eine konstante Raumtemperatur eingestellt.
so um die 20°C in Wohnräumen solten ja genügen.
Nicht vergessen beim Stoßlüften die Thermostate für die Dauer des Lüftvorgangs abdrehen, da die kalte Luft sonst die Heizung mit maximaler Leistung laufen lässt.
Außerdem birgt das Abstellen der Heizung und das damit verbundene Auskühlen des Mauerwerks die gefahr der Schimmelbildung an Außenwänden.

Tipps zum Energiesparen:
- immer nur Stoßlüften (ca. 5-10min); niemals Fenster in Kippstellung zum Lüften benutzen
- Nachts besonders bei sehr kalten und klaren nächten die Rollos runterlassen
- jedes Grad höhere Raumtemperatur benötigt ca. 6% mehr Energie
Energiesparer
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Beitragvon Energiesparer » 24.10.2006 16:04 Uhr

Abstellen der Heizung -->Energieverbrauch = 0
Dauerheizen -->Energieverbrauch am Höchsten

Heizung nur dann einschalten, wenn sie benötigt wird
alles andere ist Energieverschwendung

Das Experiment mit dem Wasser als Beispiel auch mit dem Warmwasserboiler:
80L Warmwasserboiler aufheizen braucht 4,5KWh Energie
Verbrauch des Boilers ohne Wasserentnahme 1,2KWh

:wink:
Heinz
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Beitragvon Heinz » 24.10.2006 19:09 Uhr

Hallo n0n,

nur mal so eine kleine Zwischenfrage. Sie leben in einer WG, sparen also somit schon etliche Kosten im Vergleich zu der "klassischen" Lebensweise.
Ist die Wichtung des "wohnlichen" Energieverbrauches so hoch, dass Sie sich da ernsthaft Sorgen machen müssen?

Mfg
Heinz

Und noch was:
Vergleich zum Auto ist immer verständlich. Was braucht mehr Sprit? Ständig von Tempo 30 bis Tempo 200 zu wechseln und bremsen oder mit konstant z. B. 130 dahinzufahren?
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Beitragvon Energiesparer » 24.10.2006 22:51 Uhr

Hallo Heinz,

ich hätte dir ja etwas mehr Kompetenz zugetraut,

-der Vergleich mit dem Auto hinkt etwas,
da der Luftwiederstand quadratisch zur Geschwindigkeit steigt,

-bei der Heizung steigt der Energiebedarf linear zur Temperaturdifferenz
der Wärmedurchgangswiderstand ist bauseits festgelegt,
( Lüftungsverluste und innere Wärmequellen jetzt mal unberücksichtigt)

bestes Beispiel der Warmwasserboiler

mfg,
Heinz
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Beitragvon Heinz » 25.10.2006 10:55 Uhr

Hallo Energiesparer,

nur in Näherung. Der bauseits festgelegt Wärmedurchgangswiderstand R gilt für den stationären Wäremstrom, der nicht immer erreicht wird. Die Regel ist instationär. Das Verhalten von R ist auch maßgeblich vom Feuchtegehalt abhängig. Ein ausgekühltes Haus müssen Sie daher um so stärker wieder aufheizen, also wird der Energiebedarf nichtlinear.

Mfg
Hein


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