energieportal24 Startseite Aktuelle News und Pressemeldungen Förderkonditionen 2013 energieffiziente Gebäudesanierung Grundlagenwissen nach Thema Veranstaltungen: Messen, Seminare, Kongresstermine Tools, Onlinerechner und Newsletter Marktplatz für Endverbraucher Diskusssionsforum Marktplatz für Gewerbetreibende forum

Altbausanierung mit Wärmepumpe??

Erdwärme, Wärmepumpe, Bohrungen, Sonden...
Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
Beiträge: 3
Registriert: 17.10.2006 23:33
Has thanked: 0 time
Been thanked: 0 time

Beitragvon werner H. » 17.10.2006 23:52 Uhr

Hallo zusammen.
Ich bin neu hier und hätte mal ein paar Fragen.
Möchte eine Heizung in mein Haus einbauen. Bj. 1969,Decken massiv, Wand 30 cm Gitterstein. Fenster wurden 2004 erneuert (Isolierglas).
Dach ist gedämmt.
Heizung bis jetzt: Kachelofenänlicher Ölbrenner und Ofen je Zimmer.
Was wäre hier am Sinnvollsten? Da ich auf Öl nach Möglichkeit verzichten möchte, habe ich mir ein Angebot für eine Luft-Wärmepumpe machen lassen. Laut dem Heizungsbauer und dem Vertreter von Stiebel-Eltron reicht diese WP aus um das Haus zu beheizen. Von vielen anderen habe ich aber gehört, das die WP kritisch ist und nur bei neubauten mit Fußbodenheizung sinnvoll ist. Da die Wärmepumpe mit Heizkörper und Montage etc. ca 25000,-€ kosten soll, möchte ich hier aber schon sicher sein, das diese dann auch funktioniert.
Über informationen und Meinungen würde ich mich sehr freuen.
Gruß Werner
Aktivität: gering
Beiträge: 27
Registriert: 13.10.2006 13:26
Wohnort: tamm
Has thanked: 0 time
Been thanked: 0 time

Beitragvon ralf_knight » 18.10.2006 10:02 Uhr

moin, moin,

unser haus ist ebenfalls anfang der 60iger jahre gebaut worden. unsere luft-wp ist jetzt das dritte jahr in betrieb. verbrauchsdaten nach monaten aufgeschluesselt unter http://knightsathome.de/waermepumpe/htm ... _info.html

grundsaetzlich duerfte eine wp fuer ihr vorhaben gut geeignet sein.

mit freundlichen gruessen

ralf knight

Aktivität: hoch
Beiträge: 204
Registriert: 18.05.2006 07:42
Wohnort: 53925
Has thanked: 0 time
Been thanked: 0 time

Beitragvon Wero » 18.10.2006 11:11 Uhr

Hallo Werner
Ich kann ralf knight leider nicht ganz zustimmen.
Zuerst müssen die Vorraussetzungen für eine Luft-Wp geprüft werden.
Heizkörper sind nicht so gut und wenn dein Haus schlecht gedämmt ist, freistehend, in einer eher kälteren Klimazone wirst Du eine Bruchlandung machen.
Geht bei euch das Thermometer im Winter kaum unter minus 5 C° und die Außenwände sind ebenfalls gedämmt kann man auch mit einer Luftwärmepumpe mittels Heizkörper günstig heizen.
In Ihrem Fall rate ich dringend einen unabhängigen Energieberater zur Hilfe zu nehmen die Kosten der Beratung sind eher zu verschmerzen wie eine eventuelle Fehlinvestition.

Gruß
Wero
Aktivität: gering
Beiträge: 27
Registriert: 13.10.2006 13:26
Wohnort: tamm
Has thanked: 0 time
Been thanked: 0 time

Beitragvon ralf_knight » 18.10.2006 11:57 Uhr

moin, moin,

energieberater hatten wir hier im haus. zwei von denen haben den primaer-energie bedarf des recht gut gedaemmten hausen auf weit ueber 20.000 bis 25.000 kw pro jahr errechnet. beide haben die gleiche software eingesetzt. beide haben unabhaengig voneinander das haus begutachtet.

tatsaechlich brauchen wir pro jahr 6400 kw fuer heizung und warmwasser. ich hab letztes wochenende auf einer messe in ludwigsburg einen weiteren energieberater nach diesen diskrepanzen befragt. konnte der sich aber auch nicht erklaeren. gegen ein paar hundert taler honorar wuerde er aber gern eine neue begutachtung machen.

aufgrund dieser erfahrung wuesste ich nicht, nach welchen kriterien ich einen energieberater aussuchen bzw. empfehlen sollte. zumal so eine energieberatung auch grundlage fuer finanzierungskonditionen ist.

am besten alles mal selbst durchrechnen. hat mich aber vier wochen freizeit gekostet.

wir setzen noch die 45jahre alten rippenheizkoerper ein. in einem raum mussten wir einen neuen heizkoerper einbauen lassen. der funktionierte leider ueberhaupt nicht zufriedenstellend. also hab ich den wieder ausgebaut und durch einen neuen rippenheizkoerper ersetzt.

optimal waere natuerlich eine fussbodenheizung gewesen. das lies sich bei uns aber aus baulichen gruenden nicht verwirklichen.

alles in allem bin ich mit unserer wp sehr zufrieden und kann das nur weiterempfehlen.

mit freundlichen gruessen

ralf knight
Aktivität: hoch
Beiträge: 204
Registriert: 18.05.2006 07:42
Wohnort: 53925
Has thanked: 0 time
Been thanked: 0 time

Beitragvon Wero » 18.10.2006 12:15 Uhr

Hallo ralf knight
Wenn man selber rechnen kann ok.
Ich habe auch keinen Energieberater benötigt.
Ihr Haus steht geschützt. Wenn es bei mir stände hätten Sie sicherlich wesentlich höhere Kosten. 380m üNN freistehend Ortsrand.
Mit 20000kWh /3 =6666,66 kWh waren die Berater doch nicht so schlecht.

Gruß
Wero
Beiträge: 3
Registriert: 17.10.2006 23:33
Has thanked: 0 time
Been thanked: 0 time

Beitragvon werner H. » 18.10.2006 12:50 Uhr

Hallo nochmal
Vielen Dank für die Beiträge.
Das Haus steht in Ortsrandlage. 500 Meter üNN ( Nordbayern PLZ 91625 )
Im letzten Winter hatten wir öfters mal minus 15 -minus 25 Grad.
Wie funktioniert eine WP denn bei diesen Temp. ?
Lt. dem Vertreter und dem Elektriker ist das kein Problem.
Gruß
Werner
Aktivität: gering
Beiträge: 27
Registriert: 13.10.2006 13:26
Wohnort: tamm
Has thanked: 0 time
Been thanked: 0 time

Beitragvon ralf_knight » 18.10.2006 12:53 Uhr

moin, moin wero,

um faktor 3 bis 4 daneben gerechnet find ich ziemlich viel. zumal das fuer uns einen finanzierungsnachteil bei der kfw um etwa 4500 teuros bedeutete. haetten die energieberater sich nur um den faktor 2 verrechnet, haetten wir die finanzierung ueber ein guenstigeres paket bei der kfw bekommen.

unser haeuschen liegt uebrigens auf 265 ueber nn. die westseite liegt zu einem 60m x 80m offenen gelaende hin. nach sueden liegt eine 50m freie flaeche, nur die ostseite teilen wir uns mit dem nachbarhaus.

ein familienmitglied in kentucky hat sich vor knapp einem jahr ebenfalls eine luft wp angeschafft.

>> In Kentucky erlebt man den Vorteil eines gemäßigten Klimas mit kühlen Wintern und warmen Sommern. Das Jahresmittel liegt bei rund 14 °C in einem Großteil des Landes. Die protokollierten Temperaturextreme schwanken zwischen -36,7 °C in Cynthiana im Jahre 1963 und +45,6 °C in Greensburg im Sommer 1930. Dagegen sind im Winter Schneedecken von mehr als 60 cm in den Ausläufern der Appalachen häufig anzutreffen.<<

ein freistehendes holz-farmhaus, 26jahre alt, am rande der appalachen. dort werden verbrauchswerte von etwa 85 kwh/m²*a erreicht.

mit freundlichen gruessen

ralf knight
Aktivität: gering
Beiträge: 27
Registriert: 13.10.2006 13:26
Wohnort: tamm
Has thanked: 0 time
Been thanked: 0 time

Beitragvon ralf_knight » 18.10.2006 13:05 Uhr

moin, moin werner,

>Im letzten Winter hatten wir öfters mal minus 15 -minus 25 Grad.
>Wie funktioniert eine WP denn bei diesen Temp. ?

ab minus 5grad uebernehmen heizstaebe in den pufferspeichern die heizung komplett. der letzte winter war auch hier recht kraeftig. im februar und maerz hatte es einige tage mit minus 15 grad.

anbei die tagesverbrauchsdaten vom maerz 2005 mit aussentemperaturen als pdf.

mit freundlichen gruessen

ralf knight
Dateianhänge
stromverbrauch WP maerz 2005.pdf
(152.96 KiB) 512-mal heruntergeladen
Aktivität: hoch
Beiträge: 204
Registriert: 18.05.2006 07:42
Wohnort: 53925
Has thanked: 0 time
Been thanked: 0 time

Beitragvon Wero » 18.10.2006 13:07 Uhr

Hall ralf knight
20000 kWh Primaer-energie bedeutet 20000 kWh bei einer reinen Stromheizung.
Die Wp macht daraus bei JAZ 3,0 6666,66 kWh

Gruß
Wero
Aktivität: gering
Beiträge: 27
Registriert: 13.10.2006 13:26
Wohnort: tamm
Has thanked: 0 time
Been thanked: 0 time

Beitragvon ralf_knight » 18.10.2006 13:22 Uhr

moin wero,

in den von uns bezahlten gutachten steht das leider so:

die benoetigte primaerenergie der der berechnung zugrunde liegenden heizungsanlage (waermepumpe dimplex la 11 as) betraegt 23.800 ...

und dieser satz macht die finanzierung bei der kfw dann teurer. wuerde da stehen, dass das haus diese energie braeuchte, durch den einsatz der wp aber nur 6400 tatsaechlich verbraucht werden, wuerde das ganze eher sinn machen.

mit freundlichen gruessen

ralf knight
Aktivität: hoch
Beiträge: 204
Registriert: 18.05.2006 07:42
Wohnort: 53925
Has thanked: 0 time
Been thanked: 0 time

Beitragvon Wero » 18.10.2006 13:41 Uhr

Hallo
Was die Kfw macht ist nur Theorie. Meine Bekannten fangen gerade an zu bauen.
Sie wollten KFW4o erreichen. Bei einem Besuch viel mir auf das sie einem Irrtum unterlagen sie hatten zwar nur knapp 40kWh m²/a Heizwärmebedarf. Aber der Primaerenergiebedarf lag bei 59,... also KFW 60. Die Lüftungswärmepumpe hat einen schlechten ep nun sie wollten halt eine haben. Das Haus ließ sich aber nicht auf 40 rechnen. Die Lösung eine Solaranlage. Das Haus wird auf ca 520m üNN gebaut.
Im Winter liegt Schnee dort oben da bringt die Anlage überhaupt nichts. Doch KFW 40.
Wenn das am Niederrhein oder Kölnerbucht wäre ok aber nicht in der Eifel.

Gruß
Wero
Aktivität: gering
Beiträge: 27
Registriert: 13.10.2006 13:26
Wohnort: tamm
Has thanked: 0 time
Been thanked: 0 time

Beitragvon ralf_knight » 18.10.2006 14:11 Uhr

moin wero,

kann man denn den ertrag einer solaranlage in die rechnung mit einbringen? die energieberater, die hier waren, haben das definitiv verneint. nach deren angaben duerfte ich auch die pv + brennstoffzelle, an der ich arbeite, nicht in die berechnung mit einfliessen lassen.

mit freundlichen gruessen

ralf knight
Aktivität: hoch
Beiträge: 204
Registriert: 18.05.2006 07:42
Wohnort: 53925
Has thanked: 0 time
Been thanked: 0 time

Beitragvon Wero » 18.10.2006 14:42 Uhr

Hallo ralf knight
Die Anlagenaufwandszahl ep ändert sich.
Ein Beispiel Jahresheizwärmebedarf 70 kWh dazu 12,5 für Warmwasser sind 82,5 mal die ep z.B. die Lüftungswärmepumpe meiner Bekannten 1,13 also Primaeenergiebedarf 93,23 kWh. Meine Luft-Wp 0,814 und mit KWL mit Wärmerück.. 0,743 ergibt ohne 67,16 kWh und mit KWL 61.3 kWh pimaerenergiebedarf je m² Achtung mal Nutzfläche. Ist die Wand zur angebauten Garage isoliert zählt die Garage nicht mit. Ist sie nicht isoliert gehört sie zur Nutzfläche und senkt dadurch den Primaerenergiebedarf je m² der maßgeblich ist für die Bewilligung. Schwachsinn. Bei mir wurde ohne Isolierung gerechnet ich habe jetzt trotzdem gedämmt.
Die Vorraussetzungen für Altbauten sind mir leider nicht bekannt.
Gruß
Wero
Beiträge: 3
Registriert: 17.10.2006 23:33
Has thanked: 0 time
Been thanked: 0 time

Beitragvon werner H. » 08.11.2006 18:48 Uhr

Tja! Viel schlauer bin ich jetzt auch nicht.
Habe auf diversen Messen und Ausstellungen die Sogenannten Spezialisten befragt.
Von zehn anfragen habe ich zehn verschiedene Meinungen gehört.
Da wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als doch einen Energieberater hinzuziehen.
Trotzdem nochmals vielen Dank für die Beiträge.
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Beiträge: 1772
Registriert: 29.06.2006 21:44
Has thanked: 0 time
Been thanked: 0 time
Kontotyp: Handwerk
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon machtnix » 09.11.2006 11:46 Uhr

Warum betreiben Sie die Wärmepumpe nicht bivalent?
Wenn ein Öltank im Haus ist und dieser noch in Ordnung ist,wäre es möglich die Wärmepumpe mit dem Ölkessel zusammen zu betreiben.

Natürlich alles zusammen auf einen Pufferspeicher,so kann dann z.B. von Frühjahr bis Herbst das Haus mit der WP heizen und wenn es dann nicht mehr geht,schaltet der Ölkessel zu.Hier wäre dann der Ölkessel als Spitzenlastkessel zu betrachten.
Wenn das ganze dann sauber ausgeführt ist kann man sicher 70-75% der benötigten Heizlast mit der WP abdecken.

Nächste

Zurück zu Geothermie & Wärmepumpen



 

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag



Sie lesen gerade die Forendiskussion: Altbausanierung mit Wärmepumpe??