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Corinna

Beitragvon Corinna » 25.10.2005 21:20 Uhr

Hallo,
in unserem neu gekauftem grundstueck liegt 1m im Grundstueck Erdgas an. Was spricht dafuer bzw. dagegen Erdwaerme zu nutzen. Der Beschaffungswert der Erdwaerme liegt ja sehr hoch und soll sich erst nach 15 Jahren rechnen. Ebenso die monovalente Arbeitsweise finde ich nicht garantiert.

Ist es nun besser Gas zu nehmen da es ja schon im Grundstueck liegt oder soll ich Bohren lassen.
Haus soll ungefaehr 140m² gross werden und mit einer Familie 4Personen bewohnt werden.

Fuer Entscheidungshilfen waere ich Dankbar.
Gruss
Corinna

Gast

Beitragvon Gast » 26.10.2005 13:55 Uhr

Hallo,

im direkten Vergleich mit Gas kann Erdwärme nicht mithalten. Jedoch stimmt das mit den 15 Jahren nicht so ganz. Es rentiert sich schon mindestens nach fünf Jahren. Weitere Vorteile sehe ich darin, dass man nachher volkommen unabhängig ist von jeglicher Art von Brennstoffen. Ebenso brauch man keinen Kamin, etc.
Unter www.waermepumpen-marktplatz-nrw.de gibts nochmehr Informationen.

Gruß Benedikt
Gast

Beitragvon Gast » 27.10.2005 10:43 Uhr

Hallo, schon mal an einen "Energiegraben" gedacht anstatt an einer Tiefenbohrung? Bei einen Neubau besteht die Möglichkeit die Wärme aus einen Grabenkollektor zu gewinnen anstatt durch eine Bohrung. So ein Graben kann man leicht für 2000 - 3000 Euro erstellen, gegenüber Bohrkosten in höhe von ca. 6000-8000 Euro. Dannn rentiert sich die Wärmepumpe noch schneller gegenüber einer Gasheizung!
ecki

Beitragvon ecki » 27.10.2005 19:39 Uhr

hoere dies jetzt zum ersten mal.
Auch im Inet findet man nicht so viel. Was ist da der grosse Unterschied zum Flächenkollektor. waagerechte "Tiefensonde" ??

gruss
Ecki
Gast

Beitragvon Gast » 28.10.2005 14:20 Uhr

Hallo Ecki,
der "Energiegraben" ist in Deutschland meines Wissens nicht weit verbreitet. In Östereich gibt es aber viele. Bei einen normal Flächenkollektor hat man den Nachteil das man ca. pro m² beheitze Fläche 2 m² Flächenkollektor braucht. Um dies ganze zu umgehen verlegt man ca. 1000m Rohre schlaufenförmig in einen Graben der ca. 2,5 bis 3 m tief und ca. 25-30 m lang ist je nach benötigter Energie. Voretil: Herstellungskosten - Nachteil: niedrige Vorlauftemperatur und deshalb nur bei einer Fußbodenheizung zu nutzen und es klappt nicht bei jeden Boden.
Gruß Marcel
Volker
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Beitragvon Volker » 08.09.2006 12:16 Uhr

Gast hat geschrieben:Hallo, schon mal an einen "Energiegraben" gedacht anstatt an einer Tiefenbohrung? Bei einen Neubau besteht die Möglichkeit die Wärme aus einen Grabenkollektor zu gewinnen anstatt durch eine Bohrung. So ein Graben kann man leicht für 2000 - 3000 Euro erstellen, gegenüber Bohrkosten in höhe von ca. 6000-8000 Euro. Dannn rentiert sich die Wärmepumpe noch schneller gegenüber einer Gasheizung!


Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 10.09.2006 09:31 Uhr

Hallo!

Wir haben in 2004 ein KfW40-Haus mit Luft-/Wasserwärmepumpe gebaut, siehe "Bauhistorie" im Attachment.
http://www.energie-effizientes-haus.de/ ... chnik.html

Mit der Energiebilanz sind wir mehr als zufrieden.
Mit einer Wasser-/Wasserwärmepumpe ohne kontrollierte zentrale Wohnungslüftung kann man bei gleichen Gebäudeparametern den Verbrauch noch ein wenig unterschreiten, dann ist jedoch eine ständige, manuelle Fensterlüftung erforderlich.

Für die witterungsangepaßte Einstellung der Heizungsanlage und die Erfassung der Tagesverbräuche habe ich das "Datenblatt - Verbrauchswerte mit Datumsangabe.xls" als Attachment eingefügt.
Oder http://www.energie-effizientes-haus.de/ ... rauch.html


Gruß

Thomas Heufers
Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 24.11.2006 11:34, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon bernhard geyer » 10.09.2006 09:43 Uhr

> ... den Nachteil das man ca. pro m² beheitze Fläche 2 m² Flächenkollektor braucht.

Diese Zahl kann man so nicht stehen lassen. Bei einem Flächenkollektor sollte man max. ca. 20 W/m2 Entzugsleistung planen (U.u. muß bei unpassenden Boden eine Bodenverbesserung durchgeführt werden damit der Boden das Regenwasser durchläßt aber auch nicht versiegelt. Je nach Dämmstandard des Hauses bedeutet es das pro m2 Wohnfläche 1/2 - 5 m2 Kollektorfläche nötig ist.

> Um dies ganze zu umgehen verlegt man ca. 1000m Rohre schlaufenförmig in einen Graben der ca. 2,5 bis 3 m tief und ca. 25-30 m lang ist je nach benötigter Energie.

Hm. Ob das wirklich die gleiche Entzugsleistung wie eine 6000-8000 € Bohrung hat? Wenn dieser Graben zu klein ist (ich denke 25-30m reichen nicht gegenüber den 120 m einer Borhung). Und wenn die Kollektorgröße zu klein ist (gilt für alle Typen ob Bohrung, Fläche, ...) sinkt die Temperatur im Erdreich und der "Wirkungsgrad" der WP nimmt ab und der Stromverbrauch zu.

> Voretil: Herstellungskosten - Nachteil: niedrige Vorlauftemperatur und deshalb nur bei einer Fußbodenheizung zu nutzen ..

Jede Wärmepumpe sollte mit Fußbodenheizung betrieben werden um den "Wirkungsgrad" der WP hoch zu halten und damit die Stromkosten gering.


Aber zurück zu Fragesteller:

Du kannst ja eine Vollkostenanalyse machen mit den Kosten einer Wärmepumpe verglichen zu Gas. Mehrkosten für Fußbodenheizung bei WP nur ansetzen wenn man bei Gas keine genommen hätte. Hierbei sollten bei Gas nicht Miet, Anschlußkosten und Kaminkosten vergessen werden. Bei einer Wärmempumpe nicht die Kosten des zusätzlichen Stromzählers. Anschließend setzt du bei beiden Heizarten vermutliche jährliche Steigerungsraten von 5-20% an (wobei die Steigerungsraten in den letzten Jahren bei Gas höher war als bei Strom).

Da du eh noch nicht gebaut hast so würde ich dir eh Raten das Haus mindestens nach KfW 40, noch besser nach Passivhausstandard zu bauen. Denn jede KWh die du gar nicht zum Heizen benötigst ist eingespartes Geld und mach bei einer WP die nötige Kollektorfläche kleiner.

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