» Hallo Johannes,
»
» erstmal vielen Dank für die Antworten zum Thema. Ich habe gleich noch ein
» paar Anmerkungen dazu:
»
» Mir ist bewusst, dass die angegebene Leistung sicher zur Wassererwärmung
» eher mager ausgelegt ist. Ich habe dies auch wirklich nur zur
» Unterstützung gedacht. Besser gesagt, ich möchte mich ein bisschen kreativ
» betätigen und ein kleines Windrad mit Autolichtmaschine selber bauen.
Davon habe ich schon gehoert das das gehen soll, aber dazu waehre es besser wenn Du die entsprechenden Postings in
http://groups.yahoo.com/group/awea-wind-home/... liest. Das ist uebrigens die weltweit beste Mailing List zum Thema "Kleinwindanlagen" und dort bekommst Du Antwort auf so ziemlich alle Fragen.
Dennoch scheinen mir 500W Nennleistung zu wenig, denn im (Wind-)Durchschnitt wirst Du bestenfalls die Haelfte ernten, oft aber nur 50-100 W. Damit kriegst Du nicht einmal eine elektrische Kochplatte heiss. Damit meine ich, der Aufwand steht in keinem Verhaeltnis zur Leistung. Warum denkst Du nicht an einen etwas groesseren Windgenerator (min. 3 m Rotordurchmesser)? Da solltest Du schon um 1 KW Nennleistung herausholen koennen. Der Mehraufwand macht sich unbedingt bezahlt. Vor allem bei den Zusatzkomponenten (Vorschaltgeraet, Heizstab) bleiben die Kosten ja gleich.
» Als Verbraucher erscheint mir der erwähnte Heizstab eigentlich ganz sinvoll
» (habe schon einen Pufferspeicher mit Solaranschluss und WW-Wärmetauscher,
» da soll der Heizstab rein), da ich die gewonnene Windernergie dann
» jederzeit abnehmen könnte und mir den ganzen Autobatterie-Zauber sparen
» kann...
Die Ueberlegung im Solarspeicher mit Windenergie "nachzuheizen" ist sicher richtig, zumal diese Energieform im Winter staerker vorhanden ist, als im Sommer, also genau umgekehrt im Verhaeltnis zur Sonnenenergie. Damit wird ausserdem eine bestehende Anlage besser ausgenutzt.
Ausserdem ist der Aufbau sehr einfach (und damit billiger als eine Batterie-Ladeanlage oder gar Netzeinspeisung), weil vieles an Regeleinrichtungen, Batterien bzw. Inverter wegfallen.
»
» Könnte man das Anlaufproblem mit einer (evtl. drehzahlgeführten)
» Phasenanschnittsteuerung lösen, und
Bei Einphasenwechselstrom wahrscheinlich schon, aber Du bekommst von einem kommerziellen kleinen Windgenerator Drehstrom mit wechselnder Frequenz und Spannung.
Die Lichtmaschine erzeugt vermutlich einen pulsierenden Gleichstrom.
Kenne mich selbst zu wenig aus mit diesen Schaltungen.
Wenn es Dir hilft, siehe auch folgendes Posting:
http://csf.colorado.edu/archive/2003/energy/msg02129.html...
Ich waere bei solchen Eigenbau-Schaltungen vorsichtig, denn auf dem Papier funktionieren sie bald, im harten Alltagsbetrieb sollten auch die notwendigen Schutzvorrichtungen vorhanden sein, sonst geht schnell mal etwas kaputt...
» was verbirgt sich hinter dem erwähnten
» "Kondensatorkasten"?
Dazu aus der Beschreibung des Herstellers/Haendlers:
http://www.heyde-windtechnik.de/vorschal.htm...
Funktionsweise: Mit der integrierten Kondensator - Steuerung wird ein leichter Anlauf bei niedrigen Windgeschwindigkeiten erreicht. Wenn die Windkraftanlage eine bestimmte Spannung überschritten hat, werden die Kondensatoren automatisch über Leistungsrelais abgeschaltet und die Anlage läuft ohne Kondensatoren entsprechend Ihrer Kennlinie weiter. Ein- und Ausschaltpunkt des Leistungsschützes sind über die Auswerteelektronik in weiten Grenzen einstellbar.
Damit wird maßgeblich die Effizienz bei niedrigen Windgeschwindigkeiten im unteren Drehzahlbereich erhöht.
Über zwei analoge Anzeigeinstrumente können Spannung und Stromstärke abgelesen werden.
Einen Kurzschlussschalter ermöglicht bei Bedarf die Abschaltung der Windkraftanlage.
»
» Muss ich mich eigentlich um die Höhe der Ausgangsspannung beim Heizbetrieb
» überhaupt kümmern oder zählt nur die abgegebene Leistung. Anders gefragt:
» kann ein Heizstab (230V/1kW) bei 20V auch z.B. 400W Wärme abgeben, d.h.
» würden dann 20A fließen? Ist der Generator dann immer quasi im
» Kurzschlussbetrieb?
Ja. Ohne Vorschaltgerät will der Heizstab immer 400W "saugen" (oder besser, das Windrad beliebt haengen, solange nicht der Sturm blaest). Du musst also dem Verbraucher vorgeben, wieviel Strom er anzapfen darf und nicht umgekehrt.
liebe Gruesse
Johannes