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Stefan Hundler

Beitragvon Stefan Hundler » 31.08.2005 16:57 Uhr

Hallo!

Wer könnte mich mal bezüglich Flüssig-, Gel- sowie OPzS-, OPzV-Akkus aufklären?

Es geht um so eine Art Wochenendhäuschen - genauer gesagt um eine Vereinshütte die autark mit Energie versorgt werden muß. Die Benutzung und die Energieentnahme sind zu komplex um sie hier genau zu beschreiben. Teilweise wird 2 Wochen lang kaum Energie benötigt, dann können aber schon mal Tage kommen, wo mehrere hundert Ah benötigt werden. Extreme Lasten können wir aber über ein Notstrom abfangen.

Wir haben 800W Solarleistung auf dem Dach liegen,
einen 250 Watt Windgenerator (Aerocraft),
sowie ein Notstrom mit 1,5 kVA mit dem wir über entsprechende Ladegeräte Ladeströme bis 100A bereitstellen können. Achja - die ganze Anlage muß auf 12 V laufen!

Vor 6 Jahren wurden mangels besseren Wissens und aus Kostengründen Autobatterien gekauft. Diese haben erstaunlicherweise bis vor 2 Jahren auch durchgehalten und wurden wieder durch Autobatterien ersetzt. Diese sind aber jetzt schon wieder platt trotz ständiger Pflege. - Ich vermute einen schlechteren Typ erwischen zu haben - auch dürfte die Nutzung intensiver geworden sein.


Unsicher bin ich ob es Flüssige- oder Gel-Akkus sein sollten. Dann gibt es aber auch noch die OPzS- und OPzV-Akkus (Für was steht die Abkürzung übrigens? - Ortsfeste .... )

Neben meinen vorhanden Grundwissen habe ich die letzten Tage, mit leider keinem all zu großen Erfolg, im Netz gesucht.


Also, da gibt es einmal die zyklenfesten "Flüssigen"-Akkus. Die sind wohl unempfindlicher gegen Überladung sind und man könnte den Ladestand ganz einfach mit einem Säureheber bestimmen.

Dann gibt es noch die Gel-Akks, die angeblich eine höhere Zyklenzahl vertragen.

Eine vergleichbare Angabe für wieviel Zyklen ein Akku ausgelegt ist bekommt mal leider kaum. Der eine Hersteller spricht von 20%, der nächste 30% usw.
Preise kann man auch schwer vergleichen, da die verschiedenen Händler doch recht verschiedene Preise haben. Dann kommt noch die Frage ob man den Angaben überhaupt glauben darf und welcher Hersteller/Typ wirklich gut ist.
(???)

Von OPzS- und OPzV-Akkus wollte ich eigentlich die Finger lassen, da ich oft die Auskunft erhalten habe, daß zyklenfesten Akku (flüssig, Gel) das dreifache von normalen kosten würden und diese OPzS- und OPzV-Typen noch mal um den Faktor 2-3 höher liegen würden.

Die letzten Tage mußte ich aber feststellen, daß die eigentlich doch auf gleichen Preisniveau liegen wie Gel-Akkus.

Ich möchte zwar jetzt nicht 10, 15 oder gar 20 Jahre in die Zukunft planen (im Verein und mit beschränken Finanzen ist dies schwierig) aber wenn man für das gleiche Geld diese Möglichkeiten und deutlich zyklenfestere Akku bekommt, würde ich diese nehmen.
Angst macht mir auch die Angaben mancher Hersteller, dass ihre flüssig-Akkus nur eine Brauchbarkeitsdauer von 6-7 Jahren hätten. - Wenn dies mal stimmt.

Kann man bei den OPzS- oder OPzV-Typen auch den Säurestand prüfen? Auch wenn es bei zyklenfesten Akkus nicht mehr *so* wichtig sein sollte, ist es doch die einzige Möglichkeit auf den Ladestand zu schließen. Und sind die beiden Typen überhaupt mit den Ladeprogrammen für Blei- und Gel-Akkus kompatibel?

Es ist wie gesagt eine autarke Anlage. D.h. die Akkus könnten schon mal ein paar Tage entladen rumstehen sofern die Sonne nichts liefert. Stecken das alle hier genannten Akku-Typen gleich gut weg?

Welchen Typ würdet Ihr mir empfehlen?
An welchen Hersteller und evtl. Modellreihe sollte ich mich halten?

Testberichte und Vergleiche gibt es wohl in dieser Sparte kaum?

Kennt Ihr günstige Bezugsquellen?

Und an welche Kapazität denkt bzw. empfiehlt ihr?

mfg Stefan Hundler

PS: Gibt es noch andere Solarforen? Diese sind ja in deutschsprachigen Varianten ganz dünn gesät und kaum besucht ...

Norbert Sasse

Beitragvon Norbert Sasse » 31.08.2005 16:57 Uhr

Hallo Herr Hundler,

die Abkürzungen OPzS steht für Ortsfest, Panzerplatten und Standard. Bei OPzV steht das V für Verschlossen.
Nach entfernen der Stopfen läßt sich bei OPzS-Akkus der Säurestand prüfen. Die sollte je nach Umgebungstemperatur alle 2 bis 6 Monate geschehen.
Nach den Angaben zum Verbrauch und Solargenerator ist eine Batterie 12 V 500 Ah sinnvoll. Da Paralleschaltung sehr ungünstig ist sind 6 OPzS bzw OPzV-Zellen sindvoll.
Auf Wunsch kann ich Ihnen ein interessantes Angebot machen.

MfG

Norbert Sasse
Stefan Hundler

Beitragvon Stefan Hundler » 31.08.2005 16:57 Uhr

Hallo!

>Hallo Herr Hundler,
Wir können von mir aus beim "Du" beleiben - oder ist das in Solarkreisen ungewöhnlich?

>die Abkürzungen OPzS steht für Ortsfest, Panzerplatten und Standard.
>Bei OPzV steht das V für Verschlossen.
Aha ... doch so einfach

>Nach entfernen der Stopfen läßt sich bei OPzS-Akkus der Säurestand
>prüfen. Die sollte je nach Umgebungstemperatur alle 2 bis 6 Monate geschehen.
Und die OPzV sind mit Gel gefüllt?
Oder sind sie nur so gut verschlossen, daß man sie legen könnte?
So 70cm hohe "Biester" stellen und vor ein kleines - wenn auch nicht unlösbares - Problem.

Wobei ich die Möglichkeit des Messens schon für wichtig halte - dies würde bei uns auch durchaus z.B. wöchentlich durchgeführt. Wie haben leider durch unsere hohen Ströme keine andere Möglichkeit der Ladestandskontrolle, wie z.B. über Kapazitätszähler.

>Nach den Angaben zum Verbrauch und Solargenerator ist eine Batterie
>12 V 500 Ah sinnvoll. Da Paralleschaltung sehr ungünstig ist sind 6 OPzS
>bzw OPzV-Zellen sindvoll. Auf Wunsch kann ich Ihnen ein interessantes
>Angebot machen.
Ups ... doch nur 500 Ah?
Bisher hatten wir 5x 92 Ah installiert und ich fand die Größe subjektiv doch etwas klein. Auch auf einigen Solarseiten habe ich was von der Fastformel "Kapazität doppelt so hoch wie die Modulleistung" gelesen. Das würde in unserem Fall ja 1,6kAh bedeuten !!! (??)

Achja:
Ist es wirklich so ungünstig OPzS-Akkus parallel zu schalten. Ungünstiger wie bei normalen bzw. Gel-Akkus? Ich dachte immer solange man sie im Verbund läßt und keine alten mit neuen Akkus/Zellen mischt gäbe es keine Probleme. Unseren jetzigen Akkus sind übrigens alle gleich schlecht. - Da hat sich die "Last" ganz gut aufgeteilt.

mfg Stefan Hundler

PS: Angebot kann nie schaden - wir/ich sind aber wie gesagt noch unentschlossen.
Jürgen Epple

Beitragvon Jürgen Epple » 31.08.2005 16:57 Uhr

Hallo Stefan,

inzwischen ist ein Jahr vergangen.

Ich bin ebenfalls auf der Suche nach einem geeigneten Akku.
Bist du inzwischen fündig geworden ?
Nenne mir doch bitte den Typ und warum du ihn genommen hast und eventuell die Bezugsquelle.

Danke Dir im vorraus
Jürgen

» Hallo!
»
» Wer könnte mich mal bezüglich Flüssig-, Gel- sowie OPzS-, OPzV-Akkus
» aufklären?
»
» Es geht um so eine Art Wochenendhäuschen - genauer gesagt um eine
» Vereinshütte die autark mit Energie versorgt werden muß. Die Benutzung und
» die Energieentnahme sind zu komplex um sie hier genau zu beschreiben.
» Teilweise wird 2 Wochen lang kaum Energie benötigt, dann können aber schon
» mal Tage kommen, wo mehrere hundert Ah benötigt werden. Extreme Lasten
» können wir aber über ein Notstrom abfangen.
»
» Wir haben 800W Solarleistung auf dem Dach liegen,
» einen 250 Watt Windgenerator (Aerocraft),
» sowie ein Notstrom mit 1,5 kVA mit dem wir über entsprechende Ladegeräte
» Ladeströme bis 100A bereitstellen können. Achja - die ganze Anlage muß auf
» 12 V laufen!
»
» Vor 6 Jahren wurden mangels besseren Wissens und aus Kostengründen
» Autobatterien gekauft. Diese haben erstaunlicherweise bis vor 2 Jahren
» auch durchgehalten und wurden wieder durch Autobatterien ersetzt. Diese
» sind aber jetzt schon wieder platt trotz ständiger Pflege. - Ich vermute
» einen schlechteren Typ erwischen zu haben - auch dürfte die Nutzung
» intensiver geworden sein.
»
»
» Unsicher bin ich ob es Flüssige- oder Gel-Akkus sein sollten. Dann gibt es
» aber auch noch die OPzS- und OPzV-Akkus (Für was steht die Abkürzung
» übrigens? - Ortsfeste .... )
»
» Neben meinen vorhanden Grundwissen habe ich die letzten Tage, mit leider
» keinem all zu großen Erfolg, im Netz gesucht.
»
»
» Also, da gibt es einmal die zyklenfesten "Flüssigen"-Akkus. Die sind wohl
» unempfindlicher gegen Überladung sind und man könnte den Ladestand ganz
» einfach mit einem Säureheber bestimmen.
»
» Dann gibt es noch die Gel-Akks, die angeblich eine höhere Zyklenzahl
» vertragen.
»
» Eine vergleichbare Angabe für wieviel Zyklen ein Akku ausgelegt ist
» bekommt mal leider kaum. Der eine Hersteller spricht von 20%, der nächste
» 30% usw.
» Preise kann man auch schwer vergleichen, da die verschiedenen Händler doch
» recht verschiedene Preise haben. Dann kommt noch die Frage ob man den
» Angaben überhaupt glauben darf und welcher Hersteller/Typ wirklich gut
» ist.
» (???)
»
» Von OPzS- und OPzV-Akkus wollte ich eigentlich die Finger lassen, da ich
» oft die Auskunft erhalten habe, daß zyklenfesten Akku (flüssig, Gel) das
» dreifache von normalen kosten würden und diese OPzS- und OPzV-Typen noch
» mal um den Faktor 2-3 höher liegen würden.
»
» Die letzten Tage mußte ich aber feststellen, daß die eigentlich doch auf
» gleichen Preisniveau liegen wie Gel-Akkus.
»
» Ich möchte zwar jetzt nicht 10, 15 oder gar 20 Jahre in die Zukunft planen
» (im Verein und mit beschränken Finanzen ist dies schwierig) aber wenn man
» für das gleiche Geld diese Möglichkeiten und deutlich zyklenfestere Akku
» bekommt, würde ich diese nehmen.
» Angst macht mir auch die Angaben mancher Hersteller, dass ihre
» flüssig-Akkus nur eine Brauchbarkeitsdauer von 6-7 Jahren hätten. - Wenn
» dies mal stimmt.
»
» Kann man bei den OPzS- oder OPzV-Typen auch den Säurestand prüfen? Auch
» wenn es bei zyklenfesten Akkus nicht mehr *so* wichtig sein sollte, ist es
» doch die einzige Möglichkeit auf den Ladestand zu schließen. Und sind die
» beiden Typen überhaupt mit den Ladeprogrammen für Blei- und Gel-Akkus
» kompatibel?
»
» Es ist wie gesagt eine autarke Anlage. D.h. die Akkus könnten schon mal
» ein paar Tage entladen rumstehen sofern die Sonne nichts liefert. Stecken
» das alle hier genannten Akku-Typen gleich gut weg?
»
» Welchen Typ würdet Ihr mir empfehlen?
» An welchen Hersteller und evtl. Modellreihe sollte ich mich halten?
»
» Testberichte und Vergleiche gibt es wohl in dieser Sparte kaum?
»
» Kennt Ihr günstige Bezugsquellen?
»
» Und an welche Kapazität denkt bzw. empfiehlt ihr?
»
» mfg Stefan Hundler
»
» PS: Gibt es noch andere Solarforen? Diese sind ja in deutschsprachigen
» Varianten ganz dünn gesät und kaum besucht ...
Stefan Hundler

Beitragvon Stefan Hundler » 31.08.2005 16:57 Uhr

Hallo!

» inzwischen ist ein Jahr vergangen.
»
» Ich bin ebenfalls auf der Suche nach einem geeigneten Akku.
» Bist du inzwischen fündig geworden ?
» Nenne mir doch bitte den Typ und warum du ihn genommen hast und eventuell
» die Bezugsquelle.

Wir haben uns für die Varte OPzS 1200 entschieden.
Siehe z.B. hier: http://www.battshop.de/weblink/Varta_OPzS_4OPzS200.pdf

Nach einem Jahr kann man noch keine Langzeitaussage treffen aber sie verhalten sich so wie sich es müssen und wir sind bisher zufrieden.
Verarbeitung, Zubehör usw. ist auch ok.

Zudem sind sie unter den "echten" Batterien *relativ* Preiswert.

CU Stefan

PS: Der Admin von diesem Forum müßte mal die Emailmiteiling überarbeiten. Verstümmmelter Text und kein Link auf dieses Forum ... ich konnte nur raten wo die Mail herkommt. :-(

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