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Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
jogibaer
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Beitragvon jogibaer » 22.08.2006 17:54 Uhr

Hallo Forum,

ich befinde mich zum ersten mal hier.

Wir haben uns entschlossen eine Erdwärmeanlage mit einer Wärmepumpenleistung von 11kW für ein EFH mit ca 180m2. Puffer 200l und Warmwasserspeicher 400l entschieden.

Die Bohrfirma hat uns ein Angebot von 2 x 80 m unterbreitet bei 6m.

Jetzt ist die Bohrung erfolgt in einem Abstand von 4m und 2 x 85 m :roll: .

Frage: Welche Probleme habe ich zu erwarten?

Mit besten Dank im Vornherein

machtnix
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Beitragvon machtnix » 22.08.2006 20:41 Uhr

11kW bei 180m²?Viel zu groß.Das ist ja Wahnsinn.Oder habt ihr so eine zugige Hütte?
Der Wärmebedarf sollte sich bei einem Neubau zwischen 6-8kW bewegen.

200 Liter Puffer und 400 Liter Warmwasser?Was ist das denn für eine Scheißanlage?

Völlige Fehlplanung.

Mit der Tiefe der Sonde ist auch ganz schön knapp bemessen,mein lieber Schwan.
jogibaer
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Beitragvon jogibaer » 22.08.2006 21:23 Uhr

Was gefällt dir daran nicht? Nur Sch... ist voll daneben und enthält null Information.

Bitte konstruktive Meldungen oder einfach mich in Ruhe lassen mit disqualifizierenden Meinungen.

mfg
machtnix
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Beitragvon machtnix » 22.08.2006 22:08 Uhr

Sch.. trifft leider voll den Nagel auf den Kopf.

400 Liter Warmwasser mit einer Wärmepumpe ist doch wohl voll daneben.

Dann natürlich die Heizlast,viel zu groß.

Diese Anlage ist nun mal eine völlige Fehlplanung.Wer solchen Bockmist schönreden will dem kann man nicht helfen.
bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 23.08.2006 09:49 Uhr

Sind die 11 kW die Kälteleistung der Wärmepumpe oder schon mit dem Heizstab gerechnet? Der Abstand von 4 m ist etwas sehr knapp. Ich habe z.B ca 6 m.

400 Liter Warmwasser ist wirklich sehr viel? Oder seit ihr so eine große Familie bei der jeder früh Morgens ein Bad nimmt.
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Beitragvon jogibaer » 23.08.2006 13:10 Uhr

Überschlägige Ermittlung der Heizlast auf Basis der beheizten Fläche
Die beheizte Fläche (in m2) wird mit folgendem spezifischen Leistungsbedarf multipliziert:
Passivhaus 10 W/m2
Niedrigenergiehaus 40 W/m2
Neubau (gute Wärmedämmung) 50 W/m2
Haus (normale Wärmedämmung) 80 W/m2
Älteres Haus (ohne besondere Wärmedämmung) 120 W/m2

Beispiel:
Bei einem Neubau mit guter Wärmedämmung und einer beheizten Fläche von 180 m2 beträgt die überschlägig ermittelte
Heizlast 9 kW.
Theoretische Auslegung bei 3 × 2 Stunden Sperrzeiten
Ermittelte Heizlast 9 kW.
Maximale Sperrzeit 3 × 2 Stunden bei minimaler Außentemperatur
gemäß DIN EN 12831.
Bei 24 h ergibt sich so eine Tages-Wärmemenge von:
9 kW × 24 h = 216 kWh
Um die maximale Tages-Wärmemenge zu decken, stehen aufgrund der Sperrzeiten von 3 × 2 Stunden nur 18 h/Tag zur Verfügung.
Wegen der Gebäudeträgheit bleiben 2 Stunden unberücksichtigt.
216 kWh/(18 + 2)h = 10,8 kW
Rein rechnerisch ist eine Wärmepumpe mit einer Heizleistung von 10,8 kW ausreichend. Die Leistung der Wärmepumpe müsste bei einer maximalen Sperrzeit von 3 × 2 Stunden pro Tag also um 20 % erhöht werden.

Zuschlag für die Trinkwassererwärmung
Für den üblichen Wohnhausbau wird von einem maximalen Warmwasserbedarf von ca. 50 Liter pro Person und Tag mit ca. 45 °C
ausgegangen.
Dies entspricht einer zusätzlichen Heizlast von etwa 0,25 kW pro Person bei 8 h Aufheizzeit. Dieser Zuschlag wird nur berücksichtigt, wenn die Summe der zusätzlichen Heizlast größer als 20 % der nach DIN EN 12831 berechneten Heizlast ist.

mfg

machtnix
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Beitragvon machtnix » 23.08.2006 19:04 Uhr

Ja lieber jogibaer,

das komische ist nun mal das ich schon einige Anlagen geplant berechnet und auch eingebaut habe.

ich weiß ja nicht wo du deine Weisheiten hernimmst aber bitte,wir möchten alle gerne noch dazulernen.

Zunächst einmal hast du nicht geschrieben ob es sich um einen Neubau oder Altbau handelt.
Bin jetzt mal von einem Neubau ausgegangen und wenn hier die Heizlast höher als 40W/m² liegt dann würde ich mal sagen wechlse den Architekten.
Denn mehr darf bei einem Neubau 2006 nicht rauskommen,alles andere ist fahrlässig.
Im Neubau wird nicht geschätzt,sondern gerechnet,alles andere ist nicht tragbar.Wenn du oder dein Heizi es nicht können/wollen kann man das für relativ kleines Geld hier machen lassen:www.waermebedarfservice.de

Das zwei Speicher sind wohl Blödsinn ,ist ja wohl klar.

Du könntest doch z.B. einen Pufferspeicher mit 500 Liter nehmen indem schon eine Trinkwasserschlange im Durchlaufprinzip mit integriert ist.

Eventuell bestünde ja noch die Möglichkeit eine 300 Liter Brauchwasserwärmepumpe zu installieren.So könnte man die Heizunswärmepumpe im Sommer komplett abschalten und das Erdreich könnte sich wieder regenerieren.

Auf den Pfferspeicher könnte man eigentlich ganz verzichten,denn dein Estrich ist der Puffer.Dann sollte man aber nur einen Refrenzraumregler installieren und nicht in jedem Raum einen Raumregler.
Ansonsten wäre wohl der Pufferspeicher zu empfehlen.

Wenn der Abstand der Sonden zu gering ist,könnte es sein das das Erdreich keine Wärme mehr abgeben kann und somit zufriert.
Dann würdest du am Ende des Winters mit dem Elektroheizstab zuheizen.
Darum 6m Sondenabstand.

Rechnen,Rechnen,Rechnen.
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Beitragvon machtnix » 26.08.2006 10:51 Uhr

Hallo jogibaer,
schau dir doch mal dieses schöne Beispiel an:
http://www.bartlwp.de/technik/hge.php das wäre doch eine schöne Lösung für dich.
Eventuell käme auch die Hautec Kompaktwärmepumpe HKS-PN für dich in Frage:http://www.hautec-ag.de/

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