Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
energieportal24 Startseite Aktuelle News Tools, Onlinerechner und Newsletter Diskussionsforum forum
Windkraftanlagen, Kleinwindkraftanlagen, Windenergie, Planung, Windparks
Heinz
Aktivität: hoch
Beiträge: 334
Registriert: 13.01.2006 21:55
Wohnort: Odenwald
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Heinz » 16.05.2006 13:15 Uhr

Hallo Andreas,

ein kleiner Hinweis:

Der in Deutschland verhinderte HTR wäre in der Lage durch seine hohe Prozeßwärme die Abgase aus der fossilen Verbrennung zu recyclen.

Mfg
Heinz

Andreas
Aktivität: hoch
Beiträge: 105
Registriert: 17.04.2006 09:31
Wohnort: Dormagen
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 1 Mal

Beitragvon Andreas » 16.05.2006 20:41 Uhr

Hallo Heinz


Der in Deutschland verhinderte HTR wäre in der Lage durch seine hohe Prozeßwärme die Abgase aus der fossilen Verbrennung zu recyclen


Abgase recyclen ?
Recyclen zu was ?

Könnten Sie mir dies was ausführlicher beschreiben / darstellen ?

Viele Grüsse
Andreas
Gast

Beitragvon Gast » 23.05.2006 16:32 Uhr

Heinz hat geschrieben:Hallo Herr Hoffmann,

Nach Ihrer Aussage sollen 100 ppm von 380 ppm ausschließlich antrophogen sein. Die 100 ppm sollen die aktuelle Erhöhung von 0,6°C ausmachen? Sie schreiben, dass jährlich 3 GTC vom Menschen in der Atmosphäre verbleiben, bzw. Jährlich um 1,5 ppm CO2 ansteigt, die die Erwärmung verursachen. Weiterhin sagen Sie, dass der natürliche CO2-Gehalt bei 280 ppm stagniert, nachgewiesen durch Untersuchungen an Bohrkernen.

Habe ich Sie so richtig verstanden?


Hallo Heinz
fast alles richtig. Nur ein paar Praezisierungen. Die aktuelle Erwaermung hat in zwei Schritten von 1890-1940 und von 1970-heute stattfgefunden. Der gesamte Anstieg ist ca 0.7. Die erste Haelfte des Anstiegs (0.3) gehen auf eine nicht ganz eindeutige Mischung von Solaren Variationen, CO2/CH4 etc Anstieg und interner natuerliecher Variabilitaet zu tun. Die zweite Haelfte ist ganz bzw ganz ueberwiegend Treibhausgas getrieben (max. noch 30% fuer nicht Treibhausfakturen).
Heinz hat geschrieben:
Natürlich vertritt jeder Mensch seine Wertvoststellungen. Und es ist aber auch richtig die Wissenschaft abzuwatschen, wie Sie so schön formulieren. Denn die Wissenschaft bringt es zur Zeit nicht zu Stande dem Otto-Normalverbraucher auch Wissenschaft zu vermitteln. Stattdessen werden subjektive Schlußfolgerungen (mehr Überschwemmungen, Unwetter etc.) massenhaft verbreitet, obwohl ein Zusammenhang mit der Klimaerwärmung spekulativ ist.
Das ist nicht alleine die Politik, z. B. allen voran Mojab Latif, die solche Meldungen verbreiten.
Es geht nicht darum, ob einem Resultate gefallen, sondern nur darum, was tatsächlich bewiesen werden kann, und da herrscht offenbar ein großes Defizit. Ich erinnere nur an das Waldsterben, wo viele Profs. und Drs., also nicht wenige Forscher und Fachleute das Ende des deutschen Waldes „wissenschaftlich“ bewiesen, bis vor die Jahrtausendwende vorausgesagt hatten. Nun haben wir 2006 und der Wald ist größer als zuvor.


Bewiesen koennen Dinge leider nur in der Mathematik. Forscher und Oeffentlichkeit muessen lernen mit Unsicherheiten umzugehen. Immer meinen "Wird schon gut gehen" oder das Gegenteil "Das geht sicher schief" sind nicht unbedingt allgemein die besten Strategien. Die Indizienlage im Fall Klimawandel ist sicher so, dass alle Energiesparmassnahmen, die man so oder so fuer sinnvoll haelt (weil Oel teuer oder besser zu verwerten ist etc.), sicher getroffen werden sollten.
Heinz hat geschrieben:
Gerne nehme ich Ihr Angebot an: Quellenangaben zum Kohlenstoffkreislauf (bes. Ausatmung der Bodenorganismen, Vulkaneruptionen, Bodenausgasungen, Gashydratlager, Moore und Sumpfgebiete, Kohlebrände etc.)



Zurueck zur Wissenschaft. Grundsaetzlich gilt: das IPCC ist die Bibel (viele Zitate, gute Zusammenfassung). Ich habe Ihnen mal das CO2 Chapter auf meine Webseite gelegt:

http://www.ipsl.jussieu.fr/GLACIO/hoffm ... -proof.pdf

Das IPCC liegt auf:http://www.grida.no/climate/ipcc_tar/wg1/index.htm
Punkt 1+3
siehe insbesondere die sehr detaillierte Webseite:
http://www.daac.ornl.gov/

Fuer die anderen Sachen, Vulkane und Kohlefeuer, muss ich leider passen. Das sind solche Peanuts, das sie nicht im IPCC oder sonstwo erwaehnt sind. Nach starken (stratosphaerischen) Vulkanausbruechen gehen die atmosphaerischen CO2 Konzentrationen zurueck. Die einem Ausbruch folgende Abkuehlung fuehrt zu verringerter Bodenrespiration und besserer Ozeanloeslichkeit. Beides geht in die Richtung negativer CO2 Anomalien.

Heinz hat geschrieben:
Gerne nehme ich auch nochmal die Frage von Andreas auf, welche Folgen der CO2-Anstieg für die Umwelt hat, bzw. ergänzend welche positive Auswirkungen werden die von Ihnen prognostizierten 3° Erwärmung haben. Hat Ihr Institut eine Internetseite?

Mit freundlichen Grüßen
Heinz


Mein Institut hat im Moment nur eine 1) beschei...dene Webseite und 2) nur eine franzoesische:http://www.lsce.cnrs-gif.fr/
Wird aber alles besser in Kuerze (sagt man mir seit 5 Jahren).
Positive Auswirkungen sind ein sehr interessantes Thema, finde ich. Keiner wagt sich so recht daran, und ich mag eigentlich auch nicht. Nehmen wir mal an, sie haetten ein perfektes unfehlbares Modell und dass wuerde Ihnen sagen, dass die Klimaaenderung fuer 20% der Menschheit katastrophal, fuer 60% schlimm, fuer 10% ohne Konsequenzen und fuer weitere 10% positiv ausfallen wuerde. Der Gesamtueberblick sagt Ihnen, es waere besser, es gaebe den prognostizierten Wandel nicht oder zumindest nicht in dieser Staerke. Trotzdem wuerde es 10% der Menschheit besser gehen. Was machen Sie mit dieser Information? Nicht kneifen und sagen, das werden eher 50% sein oder so. So sind die Regeln bei Gedankenexperimenten.

Grusz Georg Hoffmann
Gast

Beitragvon Gast » 23.05.2006 20:27 Uhr

Ich habe noch eine Kleinigkeit vergessen. Hier koennen Sie auch die abfallenden 02 Konzentrationen bewundern.
Gruzs Georg Hoffmann
[img]
width=800
http://www.ipsl.jussieu.fr/GLACIO/hoffm ... unaLoa.jpg
[/img]
Gast

Beitragvon Gast » 26.05.2006 04:50 Uhr

Hallo Herr Hoffman!

Da sich hier jetzt endlich einmal ein Fachman eingefunden hat, kann ich mal
gleich so einige Fragen loswerden, die mich schon seit längerem umtreiben.

Es gab da mal ein Paper über die Bestimmung zur Methankonzentration in
Eisbohrkernen. Dabei wurde/sollte untersucht werden in wieweit die ermit-
telten Gaskonzentrationen durch die verspätete Schließung der "Poren" im
Eis beeinflußt werden. Ich habe das Paper irgendwo bei mir auf dem Laptop,
kann es aber jetzt nicht so schnell finden; ich muß daher die genaue Angabe
der Literatur sowie Daten schuldig bleiben.

Wenn ich mich jetzt richtig erinnere, dann kamen die Autoren zu dem Schluß,
daß die in den "Poren" gemessenen Konzentrationen für Methan zu niedrig
sind und die Eisbohrkerndaten die damals vorherrschenden Methanwerte
nur zu 2/3(?) wiedergeben.

Mich würde dazu interessieren, ob das so stimmt bzw. ob ähnliche Unter-
suchungen auch für CO2 vorliegen.

Viele Grüße
Rhodocyclus
Gast

Beitragvon Gast » 06.06.2006 09:53 Uhr

MartinS. hat geschrieben:
Heinz hat geschrieben:Hallo MartinS,

gut nehmen wir nicht die Zahlen des BMU sondern Ihre. 7,2° CO2 x 3% antrophogener Anteil ergibt 0,2°: Wo ist die Gefahr der antrophogenen „Klimakatastrophe“? Weiß die Atmosphäre, was gutes und böses CO2 ist?
a) Haben Sie sich mein letzten Post durchgelesen?
b) Ich hab mal eine Frage: Wie kann es sein, wenn die anthropogenen CO2 Emissionen nur 3% ausmachen, die CO2 Konzentration der Atmosphäre aber um ca. 30% gestigen ist, von 280 ppm auf 380 ppm?

Zu Ihrem link: Haben Sie sich eigentlich mal die Tempertaurmeßwerte von 2000-2005 angeschaut?
Weshalb?
2002, 2003, 2004 und 2005 waren jeweils die wärmsten Jahre seit Beginn der Auzeichnung.

0,6° in einem Jahrhundert, was ist daran schlimm?

Tut mir leid, ich muss mich korrigieren:
0,8 °C Erwärmung in den letzten 100 Jahren
0,6°C Erwärmung in den letzten 30 Jahren!

Dazu kommt dann noch die kühlende Wirkung der Aerosole. Sie können sich ja mal über das "Global Dimming" informieren.

Und die Aussage "was daran schlimm sei" meinen Sie hoffentlich nicht ernst.

Grönlands Küsten war schon mal eisfrei, sonst würde der Name nicht auf Greenland basieren.

Vor wie vielen Jahren war das denn so?

Zur Wärmedämmung:
Ich suche Quellen, die nachprüfbar die Einsparung BEWEISEN und kein DIN-gerechneter Schmonsens.

Ich habe einen anderen Eindruck: Sie wolen mit biegen und brechen Ihre Ideologie durchhauen.
Nehmen wir an meine Zahlen wurden mithilfe eines Simulationsporgramms erstellt. Was haben Sie nun genau an den Zahlen auszusetzen?

Seit 1995 gibt es ein stringente WSVO und kein Nachweis des Erfolges?
Mit freundlichen Grüßen
Heinz

Sie wissen schon, dass sich die WSVO nur auf Neubauten oder große Umbauten gilt? Altbauten sind davon ausgenommen.

mfg
Martin
___________________________
www.derrotefaden.de.vu
Informationsportal Nachhaltigkeit
:twisted: :twisted:

Gast

Beitragvon Gast » 06.06.2006 15:46 Uhr

Anonymous hat geschrieben:Hallo MartinS,

gut nehmen wir nicht die Zahlen des BMU sondern Ihre. 7,2° CO2 x 3% antrophogener Anteil ergibt 0,2°: Wo ist die Gefahr der antrophogenen „Klimakatastrophe“? Weiß die Atmosphäre, was gutes und böses CO2 ist?


Lesen Sie sich einfach die Diskussion durch und die Frage sollte sich erledigt haben.
Bernd Schlüter

Beitragvon Bernd Schlüter » 16.06.2006 18:30 Uhr

Du hast das alles richtig dargestellt, auch mit den Vollaststunden.
Ich bin jetzt nur ein wenig enttäuscht, weil es nur 16,4 % Vollastjahresstunden sind, ich dachte, etwas mehr, als 20%.
das liegt aber natürlich auch daran, wie man die Dinger auslegt. Wenn man mit Zahlen strunzen will, wie unsdere Grünen, unter denen wohl noch geplant wurde, dann baut man die Dinger eben zu groß! Frau Merkel würde da sicher besser rechnen, leistungsschwächere Generatoren einbauen und käme bei höherer Zuverlässigkeit und niedrigeren Kosten auf die gleiche Jahresernte bei 30% Vollaststunden.
Nur würde die Anlage dann scheinbar nur die Hälfte leisten!
Heinz
Aktivität: hoch
Beiträge: 334
Registriert: 13.01.2006 21:55
Wohnort: Odenwald
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Heinz » 03.07.2006 18:23 Uhr

Hallo Bernd Schlüter,

es kommt leider nicht viel bei der Windkraft heraus, und tschuldige für das lange Ausbleiben einer Antwort, da ich wegen einem Trauerfall nur noch selten den PC angeworfen habe. Jetzt aber wieder aktiv.

Mfg
Heinz
Heinz
Aktivität: hoch
Beiträge: 334
Registriert: 13.01.2006 21:55
Wohnort: Odenwald
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Heinz » 10.07.2006 11:29 Uhr

Hallo MartinS,

Zitat:
Mich würde dazu interessieren, ob das so stimmt bzw. ob ähnliche Unter-
suchungen auch für CO2 vorliegen.

Viele Grüße
Rhodocyclus

Na da steht noch die Antwort auf ein Frage aus.

Mfg
Heinz

Vorherige

Zurück zu Windkraft



Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
a n z e i g e n



Sie lesen gerade die Forendiskussion: Off-Shore-Windparks, ab Beitrag 100