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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Wärmepumpe für Altbau ohne Fußbodenheizung?

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Thomas Heufers

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Keine Wärmepumpe unter ungeeigneten Bedingungen!
Speziell in Altbauten sollte man sich nicht von Werbeaussagen blenden lassen.

Folgender Beitrag vom Bund der Energieverbraucher geht darauf ein.
http://energienetz.de/de/Zuhause/Heizen/Waermepumpen__293/ContentDetai...

Gruß

Thomas Heufers

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Hausexperten

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Zitat:
"die beste WP stammt vom Kältebauer bzw. Klimaanlagen-Hersteller". WPn sind nun mal Kälteanlagen und keine normalen Heizungen, und z.B. einen Mikrowellenherd würde man ja auch nicht beim Ofensetzer kaufen, nur weil er heizt, oder?

Das sehe ich auch so......als Kälteanlagenbaumeister Laughing

Und als Energieberater sage und empfehle ich aber auch...: Keine Wärmepumpe im Altbau ohne vorherigen Dämmmaßnahmen!!! Ich kann es auch nur bestätigen, dass sich die meisten Maßnehmen erst wirklich nach vielen Jahren rechnen. Dass einzige ist eigentlich Dämmung der Hohlschicht innerhalb eines zweischaligen Mauerwerk. Da liegt man so ca. bei 5- 8 Jahren...natürlich je nach Haus und Umstände.

Danach sollte man sich dann mit der Anlagentechnik befassen....dort kann man meistens auch so ca. 25 - 35 % sparen.

Aber man muss es nicht immer nur aus der Sicht der Amortisation und Kosten sehen, sondern auch, dass das Haus an Wert steigt und das Raumklima deutlich verbessert wird.

@GMil: Was hast du denn für eine Wärmepumpe? Hört sich so nach Heliotherm an?

Schöne Grüße Die-Hausexperten.de

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GMil

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Hausexperten hat Folgendes geschrieben:
.........

@GMil: Was hast du denn für eine Wärmepumpe? Hört sich so nach Heliotherm an?

Schöne Grüße Die-Hausexperten.de


Nein, es ist ein Thermodyn+ von Golden Energy. Falls Du die nicht kennst: das Ding arbeitet mit dem Mr.Slim-Power-Inverter von Mitsubishi an einem Rohrwendel-WT, der per Konvektion einen direkt daneben stehenden Kombipuffer versorgt. Die (Mitsubishi-) Elektronik ist so eingestellt, daß eine VT von konstant 55 °C eingehalten wird. Die gewünschte hohe Spreizung hat hier noch den Nebenzweck, eine Leistungsregelung der WP zu realisieren: wird dem System mehr Wärmeenergie entnommen, sinkt die Rücklauftemperatur. Dadurch steigt der nötige Temperaturhub im WT, um wieder die 55 °C zu erreichen, und die Anlage legt entsprechend zu.

Mir ist bewußt, daß man in einem "normalen" Altbau mit gleitender VT noch etwas mehr Wirkungsgrad erzielen könnte, aber für mein Einrohrsystem, das ja die höheren Eingangstemperaturen praktisch immer benötigt, um am letzten Heizkörper in der Reihe überhaupt noch "Wärme" zu bekommen, ist sie absolut ideal! Anders formuliert: die meisten ehrlichen WP-Vertreter haben zugegeben, daß ihr Produkt in meinem Haus überhaupt nicht oder nur mit extrem schlechter JAZ funktionieren würde. Die anderen kapitulierten eh vor meinem Haus, da sie anno 2007 die Funktionalität ihrer Anlagen unter solchen Bedingungen wohl nicht ausreichend abschätzen konnten.

Nicht so die TD+. Ich habe zwar keinen WMZ, aber meine Vergleiche mit den Ölverbräuchen und Temperatur-Eckpunkte der 15 Jahre vorher, bei denen sich fast immer ein temperaturmäßig "passender" Vergleichswinter finden läßt, zeigt doch eine JAZ um die "3". Das bestätigen auch Vergleichsmessungen mit meiner immer noch vorhandenen Ölheizung, die ich wahlweise solo oder parallel zur WP auf deren Kombipuffer wirken lassen kann. Wenn ich an 2 aufeinanderfolgenden Tagen mal mit Öl und mal mit WP heize, kann ich über den Ölverbrauchs-Vergleich ebenfalls einen Wirkungsgrad von ca. 3 ermitteln. Um ein oder 2 Zehntel hin oder her will ich dabei gar nicht streiten; das ist mir auch völlig egal. Mir genügt, daß ich gegenüber dem Öler wirklich sparen kann.

Ich bin als m.W. bisher einziger Kunde vom Hersteller zum Besuch dessen Service-Kurse eingeladen worden (!) und habe dort an COP-Messungen "nach Kältebauer-Art" teilgenommen, nämlich über Messungen direkt am Kältekreislauf in einer Kältekammer, die bis -25 °C brachte, der offiziellen Einsatzgrenze der WP (brrr!).

Dabei haben wir z.B. über das lg-P/h-Diagramm bei A7/W55 einen "Kälte-COP" von 4,2 ermittelt! Bei Kenntnis des Verdichter-Wirkungsgrads, der Lüfter-, der Elektronik- und der WT-Verluste läßt sich damit wohl zuverlässig auch der Über-alles-COP ermitteln, der sonst per Wattmeter und Spezial-WMZ mit Leistungsmessung ermittelt wird.

Der Hersteller hat daraus nach den üblichen Formeln eine JAZ von 3,7 berechnet (für die Zone Berlin). Diesen Wert erreiche ich definitiv nicht, bin aber froh, bei meinen wahrlich "suboptimalen" Bedingungen überhaupt in der Nähe von "3" zu sein. Das war übrigens nicht immer so, aber ich habe mit den neu erworbenen Kenntnissen ein wenig an meiner Anlage und deren Steuerung rumgelötet. Auch ein Tip des Erfinders und Patentinhabers (übrigens auch ein Kältebaumeister) war sehr hilfreich, verbunden mit dem dankenswerterweise sehr offenen Umgang mit Servicehandbüchern durch Mitsubishi, aus denen alle relevanten Schaltunterlagen hervorgehen. Eine meiner Basteleien wurde inzwischen wohl sogar vom WP-Hersteller übernommen.

_________________
Gruß

Gerhard

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Hausexperten

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Anmeldedatum: 16.05.2010, Wohnort: Delmenhorst
Beiträge: 28
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Das hört sich sehr interessant an. Ich glaube ich hätte mich nicht an ein Einrohr-System mit einer Wärmepumpe ran getraut Wink...aber schön zu hören das es funktioniert.

Die Mr.Slim-Power-Inverter von Mitsubishi kenne ich soweit....habe davon schon welche eingebaut.
Diese Art von Wärmepumpe habe ich noch nicht gesehen. Aber das Prinzip kenne ich. Wird auch von einigen Schichtenspeicherherstellern empfohlen, solche Konvektionsrohre zu installieren um die Schichtung im Speicher zu optimieren.. Echt dolle Sache und schon wieder was dazu gelernt Laughing

Also wenn du nochmal bei sowas eingeladen wirst und du jemanden mitnehmen darfst, dann denke an mich und nehme mich mit. Ich komme gerne zu sowas mit!!! Very Happy

Ich war bis jetzt nur bei Brötje mal in der Forschungsabteilung von Wärmepumpen. Naja...und kältetechnisch sowieso schon bei fast allen Herstellern gewesen Wink

Schöne Grüße Die-Hausexperten.de

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oakgast

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Kommentar von "Wolfgang Culmus" erstellt am 22.07.2010,15:49
Thema: Erdwärme & Wärmepumpen(Erfahrung mit einem Produkt)

Ich überlege ebenfalls eine Heizungssarnierung vorzunehmen und bekomme von meinem Heizungsbauer eine Öl-Brennwert-Luftwärmepumpe angeboten. Das Haus steht auf ca. 500m nN, wobei mir Zweifel über die effektivität an Warmtagen kommen.
Das Haus ist z. Teil isoliert, das Dach werde ich in jedem Fall mit einer 100 mm Isolierung ausstatten. Angeboten wurde mir die Anlage von MHG "EcoStar Hybrid" (10,2Kw). Eine offensichtlich baugleiche Anlage fand ich auch von der Fa. Intercal Wärmetechnik die wohl ebenfalls zum MHG Konzern gehört. Meine Frage hierzu ist: Gibt es im Forum bereits erkenntnisse zu diesen wohl recht neuen techniken, und wie sieht man den Einsatz unter meinen Bedinungen.

Für Informationen wäre ich dankbar.

Wolfgang Culmus
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