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Forum Haustechnik: SHK

Thema: Welche Heizung für Haus aus den 70ern?

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Der Winter kommt
Neue Holzheizung


ZWS Zukunftsorientierte Wärme Systeme GmbH
Hallo,

an dieser Stelle muss ich glaube ich auch einmal wieder etwas schreiben.
Sicherlich gelte ich hier auch als voreingenommen, da ich Vertriebsgebietsleiter eines Anbieters für (unter anderem) Infrarotheizsysteme bin.
Das Einsparungspotential einer Infrarot-Heizanlage liegt nicht ausschließlich darin, dass man niedrigere Lufttemperaturen fahren kann, durch die direkte Aufheizung der Körper. Andere Aspekte, wie geringe Anschaffungskosten, keine Wartungskosten, keine Kaminkehrerkosten etc. tragen ebenso zur erheblichen Einsparungen bei.
Ein großer Fehler wird von vielen Anbietern gemacht. Dem Kunden werden Heizpaneele verkauft, die diese dann anbringen, wie sie es denken und wo sie es denken. Bei einer Infrarot-Heizung ist es eben so entscheidend, wie bei jedem anderen Heizsystem, dass eine ausführliche Berechnung des Wärmebedarfs speziell für Infrarot erstellt wird. Der Anbringungsort ist ein weiteres entscheidendes Kriterium für die Effektivität einer Strahlungsheizung. NUR SO kann ich den gewünschten Effekt erzieheln, nämlich effektiv Energie und damit Kosten einzusparen !
Selbst ohne speziellen Heizkostentarif können diese Einsparungen (immer objektabhängig !) sehr enorm sein.

Ich will hier keine Werbeveranstaltung herraufbeschwöhren, nur jeden darauf hinweisen, dass er sich einfach mal eine Infrarot-Heizung für sein Objekt rechnen lassen sollte und dann selbst entscheiden. Oft ist es eine ernsthafte Alternative zur Wärmepumpe und wenn die Anlage richtig ausgelegt ist, alle Vorteile genutzt werden, wie auch die Beheizung eines einzelnen Raumes in unterschiedlichen Temperaturbereichen etc., wird man damit auch über viele Jahre glücklich.

P.S. Das hatte ich ganz vergessen...
Eine Aussage muss ich unbedingt noch wiederlegen.
Eine Infrarotheizung ist KEINE schnelle Heizung. Dunkelstrahler sind nicht dafür geeignet sehr schnell den Raum zu erwärmen. Vielmehr ist eine Absenktemperatur zu halten, wie bei jeder anderen Heizung auch, denn das Infrarot-Prinzip ist unter anderem sparsam, wegen der Sekundärstrahlung, die von Wänden und Möbeln zurückgegeben wird. Lässt man einen Raum auskühlen und nutzt die Heizung um ihn schnell warm zu bekommen, wird man seinen Energieverbrauch schnell nach oben treiben! Bitte nicht mit Hellstrahlern verwechseln, wie man sie beispielsweise im Bad als schnelle Zusatzheizung einsetzt!

lg

_________________
René Schneider

Es ist eigentlich ganz einfach Energie zu sparen...

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GMil
*****
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Daß sich hier mal jemand zu Wort meldet, der solche Sachen verkauft, finde ich überhaupt nicht schädlich. Selbst die bloße Nennung des realen Produkts würde mich nicht stören, solange Werbeaussagen wie "...besser als die Marke xxx...." etc. unterbleiben.

Was ich noch nicht greifen kann, ist der wirkliche Verbrauch der IR-Heizung. Ehrlich gesagt, bin ich außerdem immer noch im Zweifel, ob nun eine Nachtabsenkung mit anschließender Hochheizung oder ein Dauerlauf kostengünstiger ist; unabhängig vom Heizungstyp!

Meine diesbezüglichen Versuche mit Ölheizung und jetzt Wärmepumpe deuten eher darauf hin, daß die Nachtabsenkung Verbrauchsvorteile hat. Offenbar strahlt meine ungedämmte Hütte nachts derart Wärme ab, daß die Durchheizung nachteilig ist.

Bei der WP wird der günstigere Nachtstrom durch die schlechtere Nachteffizienz der Luft-WP ziemlich aufgefressen, sonst käme hier ein Kostenvorteil des Nachtbetriebs dazu.

Jetzt könnte man den WP-Nachttarif aber listig zum Betrieb der IR-Heizung anstelle der WP ausnutzen, um den Raum warm zu halten (das wäre sogar zulässig). Trotzdem kann ich mir einen Kostenvorteil bislang nicht vorstellen, denn der IR-HK verarbeitet die kWh 1:1, während die WP auch nachts noch mindestens 2,3:1 arbeitet. Bezogen auf einen bestimmten Raum (Bad), der als einziger dauerbeheizt würde, dürfte der Vorteil aber wieder bei der IR-Heizung liegen, denn bei dieser Betriebsart hat die WP evtl. zu viele Verluste im restlichen Haus, besonders bei meinem Einrohr-System, das auch dann alle Rohre heizt, wenn alle HK abgedreht sind. Umgekehrt sind diese Rohrverluste keine wirklichen Verluste, denn die warmen Rohre heizen natürlich auch etwas die Räume, durch die sie laufen. Das nächtliche Abdrehen der anderen Heizkörper ist übrigens kein Thema; das besorgen deren Themostatautomaten selbsttätig.

Irgendwie ist das alles nicht so einfach.......

_________________
Gruß

Gerhard

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Benutzer-Profile anzeigen http://www.bauen-heizen.eu Antworten mit Zitat
Erst einmal zu meiner Entschuldigung...
a ich hier bereits einiges an Prügel einstecken durfte, weil ich "infrarot" befürworte, bin ich etwas vorsichtiger geworden. Ich befürworte das Prinzip aber nicht, weil ich es verkaufe, sondern verkaufe es, weil ich davon überzeugt bin und die Erfahrungen mir echt geben.

Wie gesagt liegt der Vorteil einer Strahlungsheizung (oder Wärmewellenheizung, für diejenigen, die was gegen Strahlung haben auch wenn sie gesund ist Smile ) darin, dass die Luft als Wärmeträger umgangen werden kann, also die Körper direkt erwärmt werden. Bei einer zu starken Absenkung in den nicht genutzten Zeiten verliehren also auch aufgeheizte Wände, Fußböden und Möbel Temperatur, die dann wieder "nachgelegt" werden muss. Bei einer Absenkung der Temperatur im "nichtgenutzen Bereich" auf ca 15° und einer Aufheizung auf 20° (die bei Infrarot gefühlten 22-23° entsprechen), ist dieser Energieaufwand nicht so immens und die "Wohlfühlwärme" stellt sich recht schnell ein.

Leider bieten viele Stromanbieter bisher nicht ganztägig Heizstromtarife, einige allerdings schon. So habe ich für einen Kunden letztens bei EON-Mitte einen Heizstromtarif von 15 cent gefunden und in Bayern haben wir einige regionale Stromanbieter, die Heiztariefe für unsere Systeme mit 9-12 cent je KWh anbieten.

Ein gutes Beispiel ist einer meiner Kunden, der vorher sein 200m²-Haus für ca. 4.400€ mit seinem alten Ölkessel beheizt hat. Dieser kommt im Verbrauch des teuren Stroms (ohne HK-Tarif) mit unserem System auf 1400,-€ im Jahr... ABER bitte nicht davon ausgehen, dass das immer so ist ! Wie gesagt - immer Objektabhängig und sollte berechnet werden!

lg

_________________
René Schneider

Es ist eigentlich ganz einfach Energie zu sparen...

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GMil
*****
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Ich will den genannten Spareffekt nicht in Abrede stellen, aber erklären kann ich ihn mir in diesem Umfang noch nicht (wohlgemerkt: das kann an mir liegen).

Bestätigen kann ich nach kurzer Nutzdauer den Wohlfühleffekt durch die Direktstrahlung, und es ist mir klar, daß unter Umgehung der Luftaufheizung Wärmeenergie gespart werden kann.

Ferner kann getrost angenommen werden, daß ein alter, überdimensionierter Ölkessel, vllt. nur 80 % Wirkungsgrad hat. Rechnen wir mal, daß das Öl 80 ct / l gekostet hat, hätte man für 4.400 € ca. 5.500 l Öl bekommen, was bei 80% Wirkungsgrad rund 44.000 kWh Heizenergie hätte bringen müssen.

Nehmen wir weiter an, daß die elektrische kWh aus dem genannten Beispiel mit 18 ct zu bezahlen war (es sollte ja Normaltarif sein), so bekam man für 1.400 € ca. 24.444 kWh, also nur rund 56 % der vorher benötigten Energie.

Genau das ist mein Problem, denn dieser Unterschied erscheint mir einfach zu hoch für den simplen Vorteil Strahlung kontra Konvektion! Dieses Beispielhaus muß also entweder extreme Luftausblasverluste gehabt haben, um die Konvektion derartig gegenüber einer Strahlung zu benachteiligen, oder die Dämmung der Heizkörper nach außen (Nischen!) muß extrem schlecht gewesen sein, verbunden mit einer starken Behinderung der Abstrahlung nach innen (Vorhänge etc.). Wenn man dann noch die IR-HK raumrichtig plaziert, könnte ich mir einen solchen Super-Spareffekt vllt. gerade noch vorstellen (aber es kostet mich immer noch Mühe...... Wink )

_________________
Gruß

Gerhard

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roro
*****
Benutzer-Profile anzeigen AIM-Name Antworten mit Zitat
Zitat:
Ein gutes Beispiel ist einer meiner Kunden, der vorher sein 200m²-Haus für ca. 4.400€ mit seinem alten Ölkessel beheizt hat. Dieser kommt im Verbrauch des teuren Stroms (ohne HK-Tarif) mit unserem System auf 1400,-€ im Jahr...


Diese Aussage ist eher wertlos, ohne die Daten des Hauses zu kennen.

Heizlast?
Wirkungsgrad der Öl-Kessel?
Wie hoch war der WW-Anteil?

Ich akzeptiere, dass man mit einer Infrarot-Heizung gut und gerne 10-20% an Wärmeenergie einsparen kann, eine Halbierung der Kosten würde ich eher auf ein schlechtes Funktionieren der alten Anlage schieben.

_________________
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Neue Holzheizung


ZWS Zukunftsorientierte Wärme Systeme GmbH
Wie ich betont habe.... nur ein Beispiel und von Objekt zu Objekt unterschiedlich ! Von einer solchen Einsparung kann man nicht GENERELL ausgehen.

Wenn beispielsweise ein Kunde einen großen, durchgehenden Raum mit 3 Bereichen, Wohnbereich, Essbereich und Küche mit einer Konvektionsheizung heizt und somit den gesamten Raum auf einer Lufttemperatur von beispielsweise 22°C hält, wird er einen erheblich höheren Verbrauch haben, als wenn ich mit einem Infrarotsystem in 3 Wärmebereiche einteile und somit die Infrarot-Vorteile effektiv nutze.

lg

_________________
René Schneider

Es ist eigentlich ganz einfach Energie zu sparen...

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