Ich war vor zwei Wochen mit zwei meiner Mitarbeiter in Richtung Leipzig aufgebrochen. Übernachtet haben wir bei einem Bekannte in Leipzig.
Nachdem wir auf einige Anfragen bei THW, Kriesenstäben, Feuerwehr, Hilfe für Dresden etc keinen konkreten Einsatzort genannt bekamen, machten wir uns ohne offizielle Einweisung auf den Weg.
Wir hatten unser Auto voll geladen mit diversen Ersatzteilen und sind einfach aufs gerate wohl in die kleinen Dörfer in der Nähe von Grimma gefahren. Gelandet sind wir schließlich in einem Ort namens Nepperwitz. Wir haben einfach die Leute auf der Straße angesprochen und gefragt ob ihre Heizung noch funktioniert.
Es war auffällig, das die Menschen zunächst einmal skeptisch waren, viele Dachten wir wären lediglich auf der Suche nach einigen zusätzlichen lukrativen Aufträgen. Nachdem sich jedoch im Dorf herum gesprochen hat, dass wir einfach nur kostenlos helfen wollten stand bei jeder Reparatur immer schon ein Nachbar wartend im Heizungsraum, um uns dann mit zu sich zu nehmen.
Wir habe zwei tage lang bis in die späten Abendstunden Heizungen wieder repariert. Zumeist waren lediglich die Feuerungsautomaten und die Gasarmaturen defekt. Ic hweiß nicht mehr wie vielen Menschen wir haben helfen können, aber es war überwältigend zu spüren, wie dankbar die Menschen waren. Wir sind von morgens bis Abends mit Kaffe, Kuchen, belegten Broten ... versorgt worden.
Einige Erlebnisse dieser Tage werde ich nie vergessen, so wie diese kleine Begebenheit.
In einem Haus stand der komplette Heizungskessel mitsamt Brenner und Regelung ausgebaut in der Garage stand, weil der Lehmfußboden im Heizraum aufgeweicht und abgesackt war. Die Leute hatten zwischenzeitlich den Fußboden neu betoniert. Für uns gab es keine Fragen, wir haben den Kessel, den Speicher und das Zubehör herunter getragen wieder eingebaut, den defekten (weil abgesoffene) Feuerungsautomaten und einige Kleinteile erneuert und nach einigen Stunden lief die Heizung wieder.
Die Frau des Hauses kam während der ganzen Zeit ca. alle 10 Minuten in den Heizungsraum mit Broten, Kaffe .. .. und fragte dabei jedes mal ungläubig „Und sie machen das wirklich alles kostenlos?“ woraufhin ich jedes mal wieder freundlich anlächelte und einfach nur sagte „Ja“. Nachdem die Heizung wieder lief fiel mir die Frau um en Hals, und sagte „Endlich nach 3 Wochen Schlamm und Dreck kann ich endlich wieder warm Duschen _ _ Danke“ danach versagte ihre Stimme, meine übrigens auch.
Dies sind Erlebnisse, die ich mein leben lang nie vergessen werde, und ich kann nur jedem empfehlen setzt euch ins Auto und fahrt da hin, Ihr werdet reich belohnt durch das Gefühl den Menschen geholfen zu haben, und das Erleben echter Dankbarkeit.
Gruß
me Alfons Hoffrogge