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Neue Studie vergleicht Alkohol und Wasserstoff

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Fachbericht | Wörter: 597 | Aufrufe: 5799 | Druckbare Version

Neue Studie versucht Alkohole auf Kosten von Wasserstoff zu favorisieren

Kommentar von Sven Geitmann

Wissenschaft ist eine tolle Sache, weil sie Wissen schafft. Schade ist nur, dass es einige Wissenschaftler nicht so genau damit nehmen und die Wissenschaft zur Bestätigung ihrer eigenen Meinung missbrauchen, anstelle tatsächlich neues Wissen zu schaffen. So geschehen in einer neuen Wasserstoff-Studie, die jüngst über den Atlantik zu uns herüber kam.

Gleich als Auftakt zum neuen Jahr ist in den USA eine neue Studie erschienen, in der Wasserstoff und Alkohole (z. B. Ethanol) als Kraftstoffe verglichen werden. In der Studie werden maßgebliche Vorteile beim Ethanol gesehen, während Wasserstoff als Alternative recht einseitig abgekanzelt wird.

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Der Autor dieser Studie verwendet bei der Darlegung seiner Meinung durchweg sehr drastische Formulierungen. So betitelt er die Pressemeldung anlässlich der Veröffentlichung mit der Schlagzeile: "Neue Studie beurteilt die Wasserstoff-Bemühungen von Bush und der Regierung als ´wirtschaftlich ruinös`." Als Untertitel folgt: "Studie mahnt, besser eine Zucker-Wirtschaft aufzubauen, als eine Wasserstoff-Wirtschaft, um eine kostengünstigere Kraftstoff-Strategie zu entwickeln."

Damit ist dann eigentlich schon alles gesagt. Die Studie kümmert sich anschließend darum, den Leser in diesem Sinne zu überreden, wozu mitunter auch nicht haltbare oder einfach falsche Aussagen verwendet werden, z. B. dass die Wasserstoff-Herstellung abhängig wäre von nicht-erneuerbaren Energieträgern. Der Kraftstoffvergleich findet daher nicht auf einer Ebene statt, sondern einseitig zugunsten von aus Zucker hergestelltem Alkohol. Dies überrascht nicht sonderlich, wenn man sich den Autoren der Studie und das zugehörige Forschungsinstitut etwas näher ansieht.

Angefertigt wurde die Studie von David Morris, Vize-Präsident des Instituts für regionale Eigenständigkeit (Institute for Local Self-Reliance ILSR, Minneapolis) und Projektleiter von New Rules. Das Institut für regionale Eigenständigkeit besteht seit 29 Jahren und ist eine Non-Profit-Organisation für Forschung und Bildung, die technische Unterstützung und Informationen über ökologische und ökonomische Entwicklungsstrategien anbietet. Das New Rules Project ist eines der Programme des ILSR, das unter anderem über Spenden finanziert wird. Zu den weiteren Aktivitäten zählt das Carbohydrate Economy Clearinghouse, das über die sogenannt

e Kohlenhydrat-Wirtschaft informiert.


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