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Super Solarernte Chiemgau

Super Solarernte im Chiemgau

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Super Solarernte im Chiemgau

Während alle anderen Kraftwerkstypen diesen Sommer mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, ist es bei der Fotovoltaik genau umgedreht: Super Sommer - super Erträge!

Die Betreiber von Solarstromanlagen im Chiemgau können mit diesem Sommer mehr als zufrieden sein. Die sonnenreichen letzten Monate bescherten einen Stromertrag, der bereits jetzt der Ernte eines ganzen Jahres entspricht. Während ein normales Jahr eine Solarernte von rund 900 Kilowattstunden pro Kilowatt Leistung aufweist, ist dieser Wert heuer bereits Anfang Oktober erreicht. Die besten Monate der letzten 5 Jahre liegen alle im Sommer diesen Jahres mit Werten von bis zu 145 Kilowattstunden pro Monat. Verläuft der Rest des Jahres normal, dürften zahlreiche Anlagen auf eine Stromernte von über 1.000 Kilowattstunden kommen.

Betrachtet man die letzten 9 Jahre, so fällt auf, dass die Jahrsleistung der Fotovoltaikanlagen nur um rund 10 Prozent schwankt. „Die Fotovoltaik ist damit auch in unseren Breiten ein sehr zuverlässiger und kalkulierbarer Stromlieferant. Mit unseren Vergleichsanlagen im Chiemgau, die online eingesehen werden können, wird dies eindrucksvoll bestätigt“, so Peter Rubeck vom Forum Ökologie Traunstein.

Die Vergütung des Solarstromes erfolgt leistungsbezogen: Vergütet wird über eine Laufzeit von 20 Jahre nur, was auch tatsächlich erzeugt wurde, ohne pauschale Investitionsförderung. „Dieses Förderinstrument bietet somit einen sehr hohen Anreiz, die Anlage optimal auszulegen und dauerhaft in Schuss zu halten“, so das Forum Ökologie weiter. Dank des Erneuerbaren Energien Gesetzes sind allein in der Urlaubsregion rund um den Chiemsee inzwischen über 1.600 Solarstromanlagen in Betrieb mit einer Leistung von mehr als 7,7 Megawatt.

Dringend erforderlich ist es allerdings die Novellierung des innovativen Einspeisegesetzes im Bundestag baldmöglichst auf den Weg zu bringen. Wenn bis Januar keine Neuregelung greife, werde der Fotovoltaikmarkt abrupt einbrechen. Betroffen seien dann auch zahlreiche Handwerker in der Tourismusregion vom Watzmann bis zum Wendelstein.

Quelle: Initiative "Sonnenstrom vom Watzmann bis zum Wendelstein", Traunstein, 19.10.2003




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