Zum Inhalt springen

Erdwärme-Nutzung mit 4,5 Jahren Amortisationszeit

Fachbericht | Wörter: 331 | Aufrufe: 48065 | Druckbare Version

Erdwärme-Nutzung mit 4,5 Jahren Amortisationszeit

Heizöl- oder Erdgasheizungen müssen ständig mit fossiler Energie gefüttert werden. Wer Erdwärme nutzt, investiert zwar anfangs mehr in die Heizanlage, hat diese Mehrkosten bei richtiger Planung häufig aber schon nach kurzer Zeit wieder hereingeholt. Ein Beispiel aus Bonn beweist, dass die Amortisationszeit bei nur 4,5 Jahren liegen kann.

Abb. 1: Erdwärme-Arbeiten

Bild: Oliver Kohlsch, EWS

Bei der GWI AG in Bonn, einem der führenden IT-Dienstleister für Krankenhaus-Management-Systeme, wollte man das Geld nicht grad verschwenden, als daran gedacht wurde, das neue Verwaltungsgebäude im Innovationspark "Bonn-Visio" geothermisch heizen und kühlen zu lassen. Auf dem Gelände der ehemaligen Zementfabrik im Stadtteil Beuel entsteht moderner Bürobau mit 12.000 m2 und zusätzlichen 2.000 m2 Tiefgaragenfläche. Einbezogen in das Ensemble in der Nähe des Rheinufers sind ein Villengebäude und ein Wasserturm, beide unter Denkmalschutz stehend.

Die Bauherrin übertrug dem mit der technischen Gesamtplanung beauftragten Unternehmen die Aufgabe, die Betriebskosten des neuen Veraltungsbaus so niedrig wie möglich zu halten und dennoch eine ökologisch optimale Lösung zu entwickeln. Da kam sehr schnell die Erdwärme ins Spiel. Die Geothermie-Spezialisten der EWS Erdwärme-Systeme GmbH aus Delbrück erarbeiteten dafür ein Konzept, deren Herzstück eine Grundwasser-Wärmepumpenanlage stellt.

In diesen Tagen wurden die vier erforderlichen Brunnenbohrungen - je zwei Förder- und Schluckbrunnen - fertiggestellt. Jede Bohrung verfügt über eine Kapazität von 16 Litern pro Sekunde. Die Heizleistung dieses Systems beträgt ca. 600 kW, die Kühlleistung rund 550 kW. Gegenüber konventionellen Anlagen konnten durch den Einsatz dieser ebenso intelligenten wie innovativen Technologie Betriebskosten von jährlich 20.000 Euro eingespart werden. Für die Bauherrin amortisieren sich die Mehraufwendungen in die Investition damit bereits nach drei Jahren.

Berechnet auf eine Anlagenlaufzeit für die Wärmepumpe von mindestens 20 Jahren, spart die GWI AG damit über 300.000 Euro ein, Geld, für das man sicherlich eine bessere Verwendung findet, als es zu verfeuern. Die Brunnenbohrungen stehen natürlich auch noch nach zwei Jahrzehnten weiterhin zur Verfügung.

"Durch das optimale Zusammenspiel zwischen technischer, geothermischer und geologischer Planung und dadurch, dass die Wärmeversorgung und die Klimakälteerzeugung aus der gleichen - erneuerbaren - Energiequelle bezogen werden, sind Heiz- und Klimaanlage der GWI AG jedem anderen System ökonomisch und ökologisch haushoch überlegen," so EWS-Geschäftsführer Oliver Kohlsch.

Quelle: EWS Erdwärme-S

ystemtechnik GmbH & Co. KG



Diesen Artikel empfehlen:




Vorheriger Bericht zum Thema Erdwrme & Wrmepumpen
Kleine Revolution mit innovativer Tiefbohranlage Kleine Revolution mit innovativer Tiefbohranlage
Nächster Bericht zum Thema Erdwrme & Wrmepumpen
Wie funktioniert eigentlich eine Erdwärmesonde? Wie funktioniert eigentlich eine Erdwärmesonde?