Biogas zur Stromerzeugung mit der Brennstoffzelle
Die Stromerzeugung aus Biogas konnte in den letzten Jahren kräftig zulegen. Mehr als
2.000 Biogasanlagen mit einer installierten elektrischen Leistung von über 250 Megawatt
produzieren heute Strom aus Gülle, Energiepflanzen und Reststoffen. In Zukunft soll
dieser Strom auch in Brennstoffzellen genutzt werden.
Abb. 1: Bioenergie
Quelle: FNR
In Zukunft wird die Brennstoffzelle dazu beitragen, die Verstromung von Biogas
effizienter als bisher zu gestalten und die Stromausbeute im Vergleich zur klassischen
Kraft-Wärme-Kopplung deutlich zu erhöhen. Zu diesem Ergebnis kommen die Projektpartner
im Vorhaben "Biogas in Brennstoffzellen", das vom Verbraucherschutzministerium
über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) und von der E.ON Energie AG
finanziell unterstützt wird.
Nahezu 10 % des heutigen Bedarfs an Wärme und Strom können in Zukunft allein aus
Biomasse abgedeckt werden. Holz, Energiepflanzen, Stroh und Biogas bieten das Potenzial,
einen erheblichen Teil unserer Energie nachhaltig, klimaneutral und verhältnismäßig
kostengünstig zu erzeugen.
Der derzeitige Primärenergieverbrauch Deutschlands wird auf ca. 14.000 Petajoule pro
Jahr geschätzt und überwiegend aus Kohle, Erdöl, Erdgas und Kernenergie abgedeckt.
Erneuerbare Energien spielen bisher bekanntlich eine nur untergeordnete Rolle. So werden
aus Bioenergie momentan lediglich 1,5 % des heimischen Bedarfs an Wärme und Strom
erzeugt. Ein geringer Anteil in Relation zu ihrem Potenzial: allein aus heimischer
Bioenergie lassen sich über 1.300 Petajoule oder 9,3 % des Primärenergiebedarfs sichern.