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Das beste Brennholz für Ofen oder Kamin - verschiedene Holzarten stehen zur Wahl

Fachbericht | Wörter: 462 | Aufrufe: 10312 | Druckbare Version

Qualitativ hochwertiges Brennholz verbrennt ökonomisch gleichmäßig ohne Rauchentwicklung unter geringer Rußbildung. Heizwert und Brenndauer sind wichtige Kriterien für die Kaufentscheidung. Ein weiteres Kriterium ist der Geruch während des Brennprozesses. Besitzer eines offenen Kamins achten zudem darauf, dass die Holzart der Wahl beim Abbrennen ein optisch ansprechendes Flammenbild entwickelt und das beim Verfeuern möglichst wenig Funkenflug entsteht.

Die wichtigsten einheimischen Brennhölzer: Vor- und Nachteile

Brennholz wird in Form von Scheitholz, Pellets oder Hackschnitzel im Handel angeboten. Qualitativ hochwertiges Brennholz ist sortenrein - die ausgewiesene Holzart darf nicht mehr als 10 Prozent Mischanteile anderer Holzarten enthalten.

Für den offenen Kamin eignet sich besonders das Holz von Buche und Birke: Diese verbrennen mit schönem Flammenbild fast ohne Funkenbildung. Birkenholz erfreut aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle zudem mit Wohlgeruch und erzeugt mit weißer Rinde einen dekorativen Gesamteindruck. Wie die Tabelle unten zeigt, liegt der Heizwert beider Hölzer im oberen Bereich. Ähnlich gute Heiz- und Brennwerte liefert Ahorn.

Mit hohem Heiz- und Brennwert erfreut die Eiche: Das Holz kann indes nicht mit schönem Flammenspiel und Wohlgeruch überzeugen und wird deshalb vorzugsweise in geschlossenen Öfen eingesetzt.

Fichtenholz als Vertreterin der Nadelhölzer ist preisgünstiger als Laubholz. Wie alle Nadelhölzer spritzt es aufgrund des Harzgehaltes beim Verbrennen und eignet sich deshalb ebenfalls nicht gut für offene Kamine. Nadelhölzer haben einen hohen Heizwert, die Brenndauer ist aufgrund der geringen Holzdichte jedoch gering. Deshalb empfiehlt es sich, Nadelhölzer mit Laubhölzern zu mischen.

Das Holz von Pappel oder Weide hat einen niedrigen Heizwert und seine geringe Brenndauer und ist deshalb als Brennholz für Ofen oder Kamin nicht die beste Wahl.

Tabelle Heizwerte von Brennholz

HolzartHeizwert je Raummeter (kWh/rm)kWh/kg
Weißbuche 2.2004,2
Rotbuche2.1004,1
Eiche2.1004,2
Esche 2.1004,2
Birke1.9004,3
Ahorn1.9004,1
Weide 1.4004,1
Pappel1.4004,2
Fichte 1.6004,4

Brennmaterial Holz: sachgemäßer Umgang für die optimale Nutzung

Die Empfehlung ist, vor Verfeuern des Brennholzes dessen Restfeuchte zu prüfen. Spezialthermometer zum Prüfen der Feuchtigkeit von Brennholz sind im Fachhandel erhältlich. Holz mit einem Feuchtigkeitsgehalt über 20 Prozent empfiehlt sich nicht zur sofortigen Verfeuerung, denn es verbrennt "unsauber": Statt einer Verbrennung findet ein schwelender Prozess statt, der sich negativ auf den Heizwert auswirkt.

Bei nicht sachgemäßer Lagerung besteht die Gefahr, dass Brennholz Wasser zieht und im ungünstigsten Fall von Schimmelpilz befallen wird. Eine stabile und wetterbeständige Aufbewahrungslösung für Brennholz ist daher sehr wichtig: Holzunterstände in verschiedenen Ausführungen aus feuerverzinktem Stahlblech mit eingebranntem Lack-Finish schaffen ein schützendes Depot für die Kurz- oder Langzeitlagerung. Praktischer Synergie-Effekt: Wird der Holzunterstand über Sommer nicht mit Brennholz bestückt, so bietet er S
tauraum für Gartenmöbel- und geräte.

Stabiler und wetterbeständiger Holzunterstand aus Stahlblech für Brennholz
Bildquelle: Casando.de

Holz: ein empfindliches Brennmaterial

Holz ist nicht nur Brennmaterial zum Erzeugen von Wärme: Im offenen Kamin zaubern Holzarten wie Buche und Birke zudem mit aromatischem Geruch und faszinierendem Flammenbild ein idyllisches Wohn-Ambiente. Die natürliche Ressource benötigt indes ein hohes Maß an Achtsamkeit bei Kauf und Lagerung - unabhängig von der gewählten Holzart.

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