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PV-Anlagen mit Energiespeicher

Fachbericht | Wörter: 364 | Aufrufe: 5786 | Druckbare Version

Sinkende Modulpreise sowie die hohe Leistungsfähigkeit von modernen Solarmodulen und innovativen Solarstromspeichern machen PV-Anlagen im Eigenheimbereich zu einer wirtschaftlich attraktiven Alternative gegenüber dem traditionellen Netzanschluss. Bei Nutzung dieser Technologie ist eine gewisse Unabhängigkeit von den großen Stromkonzernen und den hohen Energiepreisen möglich.

Funktionsweise

Die von einer Photovoltaik-Anlage auf dem Hausdach erzeugte Elektroenergie wird in das Stromnetz des eigenen Hauses eingespeist. Dort kann die vorhandene Energie von den technischen Geräten innerhalb des Hausnetzes genutzt werden. Steht mehr Elektroenergie zur Verfügung als aktuell benötigt wird, so kann der Überschuss in den eigenen Stromspeicher fließen und zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden. Wenn der eigene Solarstrom (inklusive Speicher) zur Deckung des Verbrauchs nicht ausreicht, kann die Differenzmenge aus dem öffentlichen Stromnetz bezogen werden.


Aufbau, Netzkopplung und Energiespeicher

Die wichtigsten Bestandteile eine PV-Anlage sind: die PV-Module (meist monokristalline Hochleistungs-Zellen, eventuell mit Montagegestell), die Gleichstromverkabelung, der Anschlusskasten (mit Schutztechnik), der Wechselrichter, die Wechselstromverkabelung, dem Energiespeicher und der Zählerschrank (mit Einspeisezähler, Stromzähler für Eigenstromnutzung).

Je nach gewünschter Leistung sind eine- unterschiedliche Anzahl von Modulen bzw. Dachfläche notwendig. Als Faustformel gilt: rund 10 m² Fläche auf einem Schrägdach ergeben eine Leistung von 1 Kilowattpeak. Damit lassen sich je nach Region etwa 900 bis 1100 Kilowattstunden Strom erzeugen. Die Solarmodule werden in erster Linie nach ihrer Ertragsleistung ausgewählt, aber sie können auch an das jeweilige Objekt angepasst werden, d.h. heutzutage gibt es Möglichkeiten ästhetische Aspekte (u.a. Größe, Farbe, Position und weitere optische Merkmale der Solarmodule) mit zu berücksichtigen. Die anderen Bauteile sind oftmals auf dem Dachboden, im Keller oder im Technikraum untergebracht.

Für den Anschluss an das örtliche Stromnetz ist ein Wechselrichter notwendig. Dieser wandelt den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um. Die Art des Wechselrichters ist individuell und von den jeweils verwendeten Modulen, ihrer Leistu
ng und ihrer Verschaltung abhängig.

Der Energiespeicher, z.B. mit einer Lithium-Eisen-Phosphor-Batterie, ermöglicht es den eigenen Strom auch später zu nutzen. Typischer Speichergrößen für Eigenheime liegen zwischen 5 kWh oder als große Speicherlösung bis zu 20 kWh. Der Stromspeicher kann sowohl zwischen Modul und Wechselrichter (im Gleichstromkreis) installiert werden als auch zwischen Wechselrichter und Zählerkasten (im Wechselstromkreis). Die zweite Variante ist besonders für Nachrüstungen geeignet da der Speicher mit einem eigenen Batteriewechselrichter ausgestattet ist.

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