Zum Inhalt springen

7 Tipps zum Bauen von energiesparenden Häusern

Fachbericht | Wörter: 528 | Aufrufe: 4399 | Druckbare Version

1. Energiesparhäuser Bauzeit beachten

Je länger die Bauzeit, desto höher die Kosten. Längere Laufzeiten für Darlehen, ebenso die Miete für die noch bezogene Wohnung erhöhen die Kosten des Bauvorhabens. Eine gute Planung im Bezug auf die Bauabläufe incl. guter Logistik kann sehr viel Geld sparen. Ebenso sollte die Jahreszeit beachtet werden. Im Winter ist Bauen aufgrund von Schneefall oder Bodenfrost kaum möglich, es ist mit längeren Ausfallzeiten zu rechnen.

2. Immobilienkaufberater einschalten

Gerade beim Hauskauf steckt der Teufel im Detail, viele versteckte Mängel können ohne professionelle Hilfe nicht entdeckt werden, sei es eine veraltete Heizungsanlage, die zwar gut aussieht, aber nicht mehr effizient arbeitet, feuchte Wände oder fehlende Isolierung.

Hier kann ein Kaufberater helfen. Er besichtigt das Objekt, nach gründlicher Prüfung und Bewertung wird ein angemessener Preis festgelegt. Bei einem ok des Interessenten übernimmt der Berater auch die Verhandlungen mit Verkäufer oder Makler.

3. Service des beauftragten Unternehmens

Seriöse Unternehmen bieten dem Bauherren verschiedene Sicherheiten bis zur Fertigstellung des Hauses an. So kann Vorsorge in Form einer Bürgschaft oder Versicherung für den Fall einer wirtschaftlichen Notlage des Hausanbieters getroffen werden, die dem Eigentümer einen Einzug ohne Mehrkosten garantiert. Ein durch das Bauunternehmen bestellter, externer Sachverständiger bietet eine weitere Qualitätskontrolle. Manche Hersteller gehen soweit, die vollständige Zertifizierung ihrer Bauleistungen nach DIN anzubieten und somit ein Optimum an Qualität zu bieten.

3. Erfahrungen mit dem gewählten Anbieter von Niedrigenergiehäusern einholen

Bevor Sie sich endgültig für einen Anbieter eines Energiesparhauses (bzw. Niedrigenergiehauses) entscheiden, sollten Sie zusätzlich Erfahrungsberichte von anderen Kunden des Unternehmens einholen. Dies kann über Foren oder falls im Bekanntenkreis vorhanden, über persönlichen Kontakt geschehen. Hier erfahren Sie, worauf Sie besonders achten sollten, oder natürlich auch, wie zufrieden andere mit dem von Ihnen ausgewählten Hausanbieter waren.

4. Vergleichsangebote einholen

Auch wenn Sie sich bereits sicher sind, das passende Unternehmen zum Bau Ihres Hauses gefunden zu haben, sollten Sie sich dennoch mehrere Vergleichsangebote anderer Anbieter einholen. Interessant ist hier der Vergleich von regionalen und überregionalen Herstellern, ebenso der Umfang der Leistungen oder gewährleistete Garantien.

5. Kostenüberblick energiesparende Häuser

Auch wenn die Baukosten höher als bei einem Objekt in herkömmlicher Bauweise sind, wirkt sich die Investition, gesehen auf die Lebensdauer, positiv aus. Bei einem Passivhaus beispielsweise sind die ca. 10 bis 15% höheren Baukosten (Korrektur, danke an Herrn Laible Passivhaus Kompendium) durch die Einsparungen beim Energieverbrauch bereits nach einigen Jahren reingeholt, und hier sind noch keine (zu erwartenden) Preissteigerungen bei den Energiekosten mit eingerechnet.

6. Förderkonditionen prüfen

Bei Bau eines Energiesparhauses oder Kauf eines solchen sind Förderungen z. B. durch die KfW Bank möglich. Ausschlaggebend hierfür sind der Jahresprimärenergiebedarf (gibt die durchschnittliche, benötigte Energiemenge im Jahr für Heizen, Lüften, Warmwasserbereitung an), sowie der Transmissionswärmeverlust (stellt die energetische Qualität der thermischen Hülle, d. h. der Isolierung des Objekts, dar); die Zahl hinter dem Begriff „KfW Effizienzhaus“ bezeichnet die Relation dieser beiden Begriffe zueinander im Vergleich zu einem individuell berechneten Referenzhaus.


Bei u. a. günstigen Zinssätzen ab 2,88 % p. a. oder Tilgungszuschüssen von bis zu 10 % der Darlehenssumme je nach KfW-Effizienz lohnt es, sich zu informieren.

Aber auch Länder und Kommunen bieten Förderungen an. Um kein Geld zu verschwenden, kann sich der Bauherr an einen Baufinanzierungsexperten oder Verbraucherzentrale wenden.

7. Gesetzliche Grundlagen beachten

Der Gesetzgeber schreibt ein energieeffizientes Bauen vor und hat diese in der verschärften Energiesparverordnung (EnEV) geregelt.

Diesen Artikel empfehlen:




Vorheriger Bericht zum Thema Energiesparendes Bauen
Energieeinsparung durch effiziente Passivhausfenster Energieeinsparung durch effiziente Passivhausfenster
Nächster Bericht zum Thema Energiesparendes Bauen
Nachhaltige Dämmstoffe - Ihre Eigenschaften und gesetzliche Bestimmungen Nachhaltige Dämmstoffe - Ihre Eigenschaften und gesetzliche Bestimmungen