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Was versteht man unter Hybridanlagen?

Fachbericht | Wörter: 411 | Aufrufe: 5423 | Druckbare Version

Unter einer Hybridanlage versteht man ein Gerät, welches aus einer Kombination verschiedener Arten von Stromerzeugern in einem Inselnetz besteht. Diese Anlage soll dem Ausgleich der verschiedenen Erzeugungs- und Lastprofile in der Insel dienen. Im Namen des Geräts werden in vielen Fällen ebenfalls die Formen der genutzten Energie mit angegeben. Dies ist beispielsweise bei der Wind-Diesel-Hybridanlage oder der Solar-Wind-Hybridanlage der Fall. Hier finden Sie weitere Infos zu Inselanlagen.

Die Bezeichnung "Hybridanlage" findet nicht nur in reinen Inselnetzen, sondern auch bei örtlich benachbarten Kombinationen aus mehreren Energieerzeugungsanlagen Gebrauch. Werden diese in einem räumlich- funktionalen Zusammenhang eingesetzt, bezeichnet man sie als Energiepark.

Es ist ebenso nicht unüblich, dass ein Teil der Hybridanlage als Energiespeicher ausgelegt ist. Aus diesem Grund verfügen auch manche Autos über einen so genannten Hybridantrieb. Davon spricht man allerdings erst, wenn die in der Batterie gespeicherte Energie den größten Anteil zum Zweck der Fortbewegung des PKWs leistet. Eine Mischform der Hybridanlage wird auch bei Bahn und Autobussen eingesetzt.

Eine äußerst umweltfreundliche und aus dem Grund sehr gerne eingesetzte Hybridanlage stellt die Solar-Wind-Anlage dar. Bei dieser Kombi-Ausführung ergänzen sich die Windkrankftanlagen und Photovoltaikanlagen beim Erzeugen von elektrischer Energie. Eine Solar-Wind-Anlage hat sich bereits mehrfach als eine sehr praktische Kombination erwiesen. Diese ist nämlich sowohl die kälteren und somit dunkleren Jahreszeiten als auch für sonnige Tage bestens geeignet. An klaren Tagen laden die Solarzellen die Batterien entsprechend auf, während dies zu bewölkten Stunden die Windkraftanlage übernimmt. Auf diese Weise wird auch eine autarke Stromversorgung zur Gänze möglich gemacht.

Es gibt allerdings noch eine Reihen anderer Möglichkeiten, wie unterschiedliche Energieerzeuger und - quellen kombiniert werden können. Eine bekannte Hybridanlage stellt beispielsweise die Wind-Hydro-Anlage. Hierbei entsteht die Energie hauptsächlich durch das Windkraftwerk. Wird ein Teil des erzeugten Energieanteils nicht benötigt, speichert die Anlage diesen in der Form von Wasserstoff aus Elektrolyse. Sollte Bedarf bestehen, wird auf diese Weise die elektrische Energie über B
rennstoffzellen
bereit gestellt.

Die Wind-Schwungrad-Anlage, ist eine Hybridanlage, die ebenfalls des Öfteren zum Einsatz kommt. Hier ist abermals die Windkraftanlage für die Erzeugung der Energie verantwortlich. Allerdings wird diese Energieform, anders als bei der Wind-Hydro-Anlage, diesmal im Schwungrad zwischengespeichert.

Kosten einer Hybridanlage

Die Kosten einer Hybridanlage unterscheiden sich von Gerät zu Gerät. Im Großen und Ganzen lässt sich jedoch sagen, dass man für netzunabhängige Hybridanlagen, die größere Menge an Strom (= über 1000 Watt) erzeugen, bis zu mehrere 1000 € bezahlen muss. Jedoch übersteigt der Preis, die 10.000 € - Grenze nur in den seltensten Fällen.

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