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Energieeinsparung durch effiziente Passivhausfenster

Fachbericht | Wörter: 621 | Aufrufe: 5922 | Druckbare Version

Durch geeignete bauliche Maßnahmen lassen sich erhebliche Energieeinsparungen und damit Kosteneinsparungen im Altbau- wie im Neubaubereich realisieren. Besonders eklatant ist die Verbesserung der Energiebilanz eines Hauses, wenn bei den Fenstern auf solche in Passivhausqualität gesetzt wird. Dies ist nur mit einer Dreifach-Wärmeschutzverglasung erreichbar, mit der das Fenster einen U-Wert von 0,8 unterschreitet.

Werden solche Fenster eingebaut, so beträgt der jährliche Energieverlust pro Quadratmeter Fensterfläche nur noch so viel wie ca. sieben Liter Heizöl. Um das zu erreichen, müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt werden. Darüber soll hier gesprochen werden.

Wie kommt der U-Wert für Fenster zustande?

Geld sparen mit effizienten Fenstern im Passivhaus Für ein Fenster werden dreierlei U-Werte angegeben. Ug steht für den Wärmedurchgangswert des verwendeten Glases. Uf (für Englisch frame) steht für den Wärmedurchgangswert des Rahmens. Aus beiden zusammen wird der Wert für das ganze Fenster errechnet: Uw (für Englisch window). Nur wenn dieser Komplettwert bei 0,8 oder darunter liegt darf ein Fenster als passivhaustauglich bezeichnet werden. Die Einheit des Wärmedurchgangswertes ist übrigens W/(m²K), also Watt durch Quadratmeter und Kelvin, was aber hier nicht weiter interessieren soll. Hier geht es um die Höhe des Wertes und wie ein besonders günstiger Wert erreicht werden kann, der der Passivhausnorm von unter 0,8 entspricht. Wichtig dabei ist: je niedriger der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung.

Konstruktive Voraussetzungen bei Verglasung und Abstandshaltern des Passivhausfensters

Damit ein Fenster als Passivhausfenster gelten kann, benötigt es in jedem Falle eine dreifache Wärmeschutzverglasung. Die Verglasung selbst, mit einer hauchdünnen Metallbeschichtung innen an den Scheiben und einer Edelgasbefüllung zwischen den Scheiben, erreicht heute sehr gute U-Werte von bis zu 0,5.

Hauptknackpunkt bei der Wärmeschutzverglasung sind die Abstandshalter, die das Glas fixieren und den Übergang zum Rahmen darstellen. Sie müssen stabil genug, gasdicht und möglichst wenig wärmeleitend sein. Sehr gute Werte erreichen zum Beispiel Abstandshalter von TGI oder Swiss-Spacer-V, die aus Edelstahl und Polypropylen gefertigt werden. Sie schaffen die sogenannte 'warme Kante', einen Übergang von der Glasfläche zur Rahmenkonstruktion, die nicht mehr als Wärmebrücke wirkt wie frühere Abstandshalter, die komplett aus Aluminium gefertigt waren. Besonderer Vorteil der warmen Kante ist auch, dass die Temperatur der Glasfläche am Rand nicht zu sehr abfällt, also weder Kondenswasser noch unerwünschte Konvektion entstehen.

Konstruktive Voraussetzungen bei Rahmen und Fensterstock

Damit auch Rahmen und Fensterstock einen geeigneten Wärmedurchgangswert schaffen, müssen einige konstruktive Merkmale beachtet werden. Zunächst ist in jedem Fall eine dritte Dichtungsebene wichtig, denn nur durch die zwischen den Dichtungsebenen entstehenden zwei Luftkammern ist eine ausreichende Dämmung möglich. Die Verwendung von witterungsbeständigem Dichtungsmaterial und eine Verbauung der Dichtungen im Rahmenprofil, die einen konstruktiven Schutz darstellen, sind weitere Voraussetzungen für eine sehr gute und vor allem dauerhaft gute Dämmleistung.

Bei Fensterprofilen aus Kunststoff ist die Wärmeleitfähigkeit des Materials an sich sehr gering, also gut. Nach Angaben der Sanco Gruppe ist der U-Wert für Kunststoff sogar besser als der von Holz. Wird dann noch bei der Montage darauf geachtet, dass keine Wärmebrücken zwischen Fensterstock und Mauerwerk entstehen und der Einbau auch luftdicht erfolgt, ist durch den Einbau von dreifach verglasten Wärmeschutzfenstern eine erhebliche Energieeinsparung möglich.

Passivhausfenster selbst konfigurieren

Um sich einen Überblick über die unterschiedlichen Konstruktionsmöglichkeiten und die Preise eines Passivhausfensters zu verschaffen, können Sie ein Fenster bei fensterhandel.de selbst konfigurieren. Sie wählen die gewünschten Abstandshalter, geben Größe, Aufteilung und Öffnungssystem an sowie Zubehör wie Rollladenkästen, Sonnenschutz, Schallschutz, Einbruchsschutz oder Lüftung, entscheiden sich für oder gegen Sprossen im Fenster und bekommen ein
en Fest-Preis pro Fenster geliefert.

Welche Verbesserung des Wohnklimas und des subjektiven Wohlbefindens durch den Einbau von Passivhausfenstern erreicht wird, das lässt sich nicht in U-Werten ausdrücken. Das erleben Sie erst nach vollendeter Sanierung oder Bauphase.

Fachtext Quelle und weitere nützliche Infos:

Fenster bei fensterhandel.de selbst konfigurieren
Anbieterprofil von fensterhandel.de
ep24 Energiesparend Bauen: Fenster & Türen
Onlinerechner Heizlast berechnen


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