
Die 25 größten EnergieirrtümerDie 25 größten EnergieirrtümerSeite: 1/3 (1693 Wörter in diesem Text, 4995 mal gelesen) 
Mythen, die jeder, der sich für die Energiewende einsetzt, kennen sollte
Wo die Skeptiker der Energiewende irren
100% Grünstrom sind heute noch gar nicht möglich. Erst müssen bezahlbare Speicher für die schwankende Stromerzeugung aus Wind und Sonnenlicht gefunden werden.
Wird das Stromnetz genügend verstärkt und das Speichervermögen der existierenden Stauseen besser genutzt, dann ist eine vollständige Versorgung mit Grünstrom möglich und sogar so kostengünstig, dass der Strom billiger werden könnte. Alle hierfür benötigten Technologien sind heute bereits vorhanden. Es fehlt nur am Willen der Politiker, Wähler und Interessenverbände.
Atomkraft ist eine saubere Energieform.
Wird seit Fukushima zum Glück kaum mehr behauptet. Aber selbst im Normalbetrieb ist die Atomkraft nicht so sauber, wie viele glauben: Die Gewinnung von Uran hinterlässt Berge von strahlendem Gestein und ist so energieintensiv, dass Atomkraftwerke ca. ein Drittel so viel Kohlendioxid wie moderne Gaskraftwerke freisetzen.
 Atomkraftwerk Isar
Windräder, Solaranlagen usw. verbrauchen mehr Energie als sie erzeugen.
Das war vor langer, langer Zeit mal so. Heutige Solarmodule zur Stromerzeugung brauchen in Mitteleuropa einige Jahre, um die Energie, die ihre Herstellung gekostet hat, wiederzugewinnen. Windkraftwerke rechnen sich energetisch in weniger als einem Jahr.
Wir sollten nicht die teuren Öko-Kraftwerke bauen sondern erst mal die billige Wasserkraft ausschöpfen.
Die Wasserkraft wird bereits sehr stark genutzt. Umweltschützer fordern, die letzten verbliebenen freien Fließstrecken unberührt zu lassen. Selbst bei einem Vollausbau könnte höchstens das Stromverbrauchswachstum einiger Jahre abgedeckt werden. Um andere Formen der Ökostromproduktion (und um's Energiesparen) werden wir also nicht herumkommen.
Eine Förderung über Quoten, die nicht bestimmte Technologien vorschreiben, wäre günstiger.
Quotensysteme wurden in einigen Ländern versucht, aber Einspeisetarife erwiesen sich als billiger und effektiver. Ohne gezielte Technologieförderung hätten wir heute nicht so günstige Photovoltaik und viel weniger Ökostrom.
Wo die Optimisten der Energiewende irren
Es gibt genug Biomasse, um unseren gesamten Energiebedarf damit zu decken.
Selbst wenn wir auf unserem gesamten Ackerland Energiepflanzen anbauen, reicht das nur für einen Bruchteil unseres Energiebedarfs. Wollten wir nur unsere Wälder als Energiequelle nutzen, wäre schon nach wenigen Jahren der letzte Baum verheizt. Ein großes Biomasse-Kraftwerk in Wien, das Holzzuwächse aus einem Umkreis von 100 km verbrennt, erzeugt nur 24,5 MW Elektrizität. Ganz Wien hat aber einen Leistungsbedarf von über 1000 MW. Biomasse ist also nicht die große Lösung.
Wir hätten schon längst 100% Ökostrom, wenn die Mächtigen (Konzerne, Lobbys etc.) es nicht verhindern würden.
In einer Demokratie und Marktwirtschaft ist der Wähler bzw. Kunde der Mächtigste. Leider wollen die meisten, dass ihr Strom möglichst billig ist.
Ökostrom ist eigentlich billiger als konventioneller Strom.
Die Schäden durch den Klimawandel werden in Studien mit bis zu 100 Euro pro freigesetzter Tonne Kohlendixoid beziffert. Ein Braunkohlekraftwerk, das 1000 g Kohlendioxid pro erzeugter Kilowattstunde Strom ausstößt, verursacht somit Klimakosten von 10 Cent/kWh. Zzgl. Produktionskosten von ca. 3 Cent/kWh wäre das immer noch weit unter den derzeitigen Einspeisetarifen für Solarstrom in Deutschland. Billiger kann der Ökostrom dann sein, wenn er dort produziert wird, wo es am meisten Wind bzw. die meiste Sonne gibt, und wenn der Strom über ein Supernetz möglichst ohne Zwischenspeicherung zu den Verbrauchern fließen kann.
Windstrom steht schon an der Schwelle zur Wirtschaftlichkeit.
Die Kostenentwicklung von Windkraftwerken verlief in den letzten 10 Jahren leider enttäuschend: Wenn konventionelle Energien teurer werden, steigen i. A. auch die Rohstoffkosten, was wiederum den Bau von Windrädern verteuert, und die Konkurrenzfähigkeit des Windstroms bleibt so unerreichbar wie die Karotte an der Schnur vor dem Esel. (Trotzdem ist Windstrom die günstigste Ökostromquelle, die noch ausreichend Potenzial hat.)
Gäbe man auf alle Dächer Solarzellen, wäre der gesamte Strombedarf gedeckt.
Mit allen gut geeigneten Dächern könnte gerade mal ein Drittel des Strombedarfs gedeckt werden. Auf Dächern, die nach Norden weisen oder aus anderen Gründen überwiegend im Schatten sind, bräuchten Solarzellen sehr lange, um allein die zu ihrer Herstellung verbrauchte Energie zurückzugewinnen.
 Solardach
Solarzellen sind völlig risikolos.
Die Feuerwehr warnt davor, das Dach lückenlos mit Solarzellen zu decken, da bei einem Brand unter dem Dach das Löschwasser wirkungslos abperlt. Außerdem können die von den Modulen erzeugten bis zu 1000 Volt gefährlich werden, weshalb die Installierung von Sicherheitseinrichtungen möglichst nahe an den Modulen dringend angeraten wird, damit die Feuerwehrleute auch im Brandfall das Haus ohne Stromschlaggefahr betreten können.
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