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Die 25 größten Energieirrtümer

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Mythen, die jeder, der sich für die Energiewende einsetzt, kennen sollte

Wo die Skeptiker der Energiewende irren

100% Grünstrom sind heute noch gar nicht möglich. Erst müssen bezahlbare Speicher für die schwankende Stromerzeugung aus Wind und Sonnenlicht gefunden werden.

Wird das Stromnetz genügend verstärkt und das Speichervermögen der existierenden Stauseen besser genutzt, dann ist eine vollständige Versorgung mit Grünstrom möglich und sogar so kostengünstig, dass der Strom billiger werden könnte. Alle hierfür benötigten Technologien sind heute bereits vorhanden. Es fehlt nur am Willen der Politiker, Wähler und Interessenverbände.

Atomkraft ist eine saubere Energieform.
Wird seit Fukushima zum Glück kaum mehr behauptet. Aber selbst im Normalbetrieb ist die Atomkraft nicht so sauber, wie viele glauben: Die Gewinnung von Uran hinterlässt Berge von strahlendem Gestein und ist so energieintensiv, dass Atomkraftwerke ca. ein Drittel so viel Kohlendioxid wie moderne Gaskraftwerke freisetzen.
Atomkraftwerk Isar
Atomkraftwerk Isar


Windräder, Solaranlagen usw. verbrauchen mehr Energie als sie erzeugen.
Das war vor langer, langer Zeit mal so. Heutige Solarmodule zur Stromerzeugung brauchen in Mitteleuropa einige Jahre, um die Energie, die ihre Herstellung gekostet hat, wiederzugewinnen. Windkraftwerke rechnen sich energetisch in weniger als einem Jahr.

Wir sollten nicht die teuren Öko-Kraftwerke bauen sondern erst mal die billige Wasserkraft ausschöpfen.
Die Wasserkraft wird bereits sehr stark genutzt. Umweltschützer fordern, die letzten verbliebenen freien Fließstrecken unberührt zu lassen. Selbst bei einem Vollausbau könnte höchstens das Stromverbrauchswachstum einiger Jahre abgedeckt werden. Um andere Formen der Ökostromproduktion (und um's Energiesparen) werden wir also nicht herumkommen.

Eine Förderung über Quoten, die nicht bestimmte Technologien vorschreiben, wäre günstiger.
Quotensysteme wurden in einigen Ländern versucht, aber Einspeisetarife erwiesen sich als billiger und effektiver. Ohne gezielte Technologieförderung hätten wir heute nicht so günstige Photovoltaik und viel weniger Ökostrom.

Wo die Optimisten der Energiewende irren

Es gibt genug Biomasse, um unseren gesamten Energiebedarf damit zu decken.
Selbst wenn wir auf unserem gesamten Ackerland Energiepflanzen anbauen, reicht das nur für einen Bruchteil unseres Energiebedarfs. Wollten wir nur unsere Wälder als Energiequelle nutzen, wäre schon nach wenigen Jahren der letzte Baum verheizt. Ein großes Biomasse-Kraftwerk in Wien, das Holzzuwächse aus einem Umkreis von 100 km verbrennt, erzeugt nur 24,5 MW Elektrizität. Ganz Wien hat aber einen Leistungsbedarf von über 1000 MW. Biomasse ist also nicht die große Lösung.

Wir hätten schon längst 100% Ökostrom, wenn die Mächtigen (Konzerne, Lobbys etc.) es nicht verhindern würden.
In einer Demokratie und Marktwirtschaft ist der Wähler bzw. Kunde der Mächtigste. Leider wollen die meisten, dass ihr Strom möglichst billig ist.

Ökostrom ist eigentlich billiger als konventioneller Strom.
Die Schäden durch den Klimawandel werden in Studien mit bis zu 100 Euro pro freigesetzter Tonne Kohlendixoid beziffert. Ein Braunkohlekraftwerk, das 1000 g Kohlendioxid pro erzeugter Kilowattstunde Strom ausstößt, verursacht somit Klimakosten von 10 Cent/kWh. Zzgl. Produktionskosten von ca. 3 Cent/kWh wäre das immer noch weit unter den derzeitigen Einspeisetarifen für Solarstrom in Deutschland. Billiger kann der Ökostrom dann sein, wenn er dort produziert wird, wo es am meisten Wind bzw. die meiste Sonne gibt, und wenn der Strom über ein Supernetz möglichst ohne Zwischenspeicherung zu den Verbrauchern fließen kann.

Windstrom steht schon an der Schwelle zur Wirtschaftlichkeit.
Die Kostenentwicklung von Windkraftwerken verlief in den letzten 10 Jahren leider enttäuschend: Wenn konventionelle Energien teurer werden, steigen i. A. auch die Rohstoffkosten, was wiederum den Bau von Windrädern verteuert, und die Konkurrenzfähigkeit des Windstroms bleibt so unerreichbar wie die Karotte an der Schnur vor dem Esel. (Trotzdem ist Windstrom die günstigste Ökostromquelle, die noch ausreichend Potenzial hat.)

Gäbe man auf alle Dächer Solarzellen, wäre der gesamte Strombedarf gedeckt.
Mit allen gut geeigneten Dächern könnte gerade mal ein Drittel des Strombedarfs gedeckt werden. Auf Dächern, die nach Norden weisen oder aus anderen Gründen überwiegend im Schatten sind, bräuchten Solarzellen sehr lange, um allein die zu ihrer Herstellung verbrauchte Energie zurückzugewinnen.
Solardach
Solardach


Solarzellen sind völlig risikolos.
Die Feuerwehr warnt davor, das Dach lückenlos mit Solarzellen zu decken, da bei einem Brand unter dem Dach das Löschwasser wirkungslos abperlt. Außerdem können die von den Modulen erzeugten bis zu 1000 Volt gefährlich werden, weshalb die Installierung von Sicherheitseinrichtungen möglichst nahe an den Modulen dringend angeraten wird, damit die Feuerwehrleute auch im Brandfall das Haus ohne Stromschlaggefahr betreten können.



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 Kommentar(e)


 Kommentar vom 12.09.2012 13:39 Uhr, von Gerald Kaufmann Kommentar bearbeiten
 Empfehlung: neutral
 Status: wird überprüft


Die Vermutung, dass CO2 das Klima verändert, liegt nah. Einen Beweis, dass es so ist, konnte nach meiner Meinung noch nicht geliefert werden. Hier mit Zahlen zu operieren halte ich nicht für seriös.




 Kommentar vom 13.09.2012 07:37 Uhr, von Mario Sedlak Kommentar bearbeiten
 Empfehlung: keine Angabe
 Status: wird überprüft


@Gerald: Das kommt darauf an, was Sie als "Beweis" verstehen. Es gibt keine plausible wissenschaftliche Alternativhypothese zum menschengemachten Treibhauseffekt.

http://sedl.at/Klima-Fakten




 Kommentar vom 24.09.2012 08:43 Uhr, von Jurgen Kommentar bearbeiten
 Empfehlung: keine Angabe
 Status: freigegeben


Unsere Gesellschaft hat den katalytischen Wasserstoffgenerator entwickelt. Die Produktivität der Anlage aufgestellt in einem 40 Fusscontainer – 756 m³/h des Wasserstoffes und 378 m³/h des Sauerstoffs oder 6 Millionen 532 Tausend m³ des Wasserstoffes im Jahr.

Selbstkostenpreis von 1 ?3 des Wasserstoffs bei der Produktion in einem 40 Fusscontainer beträgt – 0.01 Euro.

http://aveuropa.net/index.php/en/wasserstoff-herstellung





 Kommentar vom 10.10.2012 11:51 Uhr, von Helmut Girr Kommentar bearbeiten
 Empfehlung: keine Angabe
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Wiederspruch: Beim erstgenannten Energieirrtum irrt der Verfasser. Denn
100% Grünstrom sind weder heute noch in naher Zukunft realisierbar. Speziell Wind- und Solarquellen liefern Zappelstrom, der leider nicht mit dem Verbrauchskurven im Einklang steht. Die notwendigen Speichertechnologien stehen- im Gegensatz zur Aussage im Artikel - eben nicht wirklich im erforderlichen Ausmaß zur Verfügung, die Speicherforschung steckt tatsächlich in den Kinderschuhen und ist von großtechnischen Lösungen noch meilenweit entfernt.
Hier werden Utopien gepflegt .Und bitte nicht vergessen: von "Wirtschaftlichkeit" von Grünstrom zu sprechen ist hierzulande nur dank großzügiger Förderung (EEG) und Abnahmegarantien möglich. Ein Scheinargument.




 Kommentar vom 11.10.2012 07:45 Uhr, von Mario Sedlak Kommentar bearbeiten
 Empfehlung: keine Angabe
 Status: freigegeben


@Helmut Girr: Die heute existierenden Speicherkraftwerke könnten mehrere Wochen lang ganz Europa mit Strom versorgen. Das reicht also auch für längere Flauten. Mit einem Ausbau des Stromnetzes wäre eine Vollversorgung mit Grünstrom möglich und der Strompreis könnte sogar günstiger werden, da Windkraftwerke an den effizientesten Standorten keine Subvention benötigen. Lesen Sie dazu:

http://www.euractiv.de/energie-und-klimaschutz/artikel/die-vision-vom-super-grid-002815

Es werden keine neuen Speichertechnologien benötigt!




 Kommentar vom 21.02.2013 10:59 Uhr, von IPEG-Institut Kommentar bearbeiten
 Empfehlung: empfehlenswert
 Status: freigegeben


zunächst einmal eine Feststellung:
In Deutschland wird pro Jahr circa 13.188 Petajoule Primärenergie verbraucht. Das entspricht 450 Mio Tonnen SKE (Steinkohleeinheiten) bzw. einem Kohlezug, der 65.000 km lang ist (mehr als 1,5 mal um den Äquator gewickelt). "Erneuerbar" lässt sich diese gigantische Energiemenge nicht substituieren (weder finanziell, noch ökologisch, noch sozialverträglich, noch ökonomisch).
Der Verbrauch/Bedarf muss drastisch runter - und zwar um mehr als 70%. Danach wäre eine 100%ige Versorgung mit "erneuerbaren" vielleicht (!!) denkbar.




 Kommentar vom 21.02.2013 17:34 Uhr, von Martin Dietze, Lokale Agenda Herrenberg Kommentar bearbeiten
 Empfehlung: sehr empfehlenswert
 Status: freigegeben


Dass CO2 ein Treibhausgas ist, ist Grundwissen. Technorama (Winterthur) zeigt das in einem Versuch, kann jeder angucken. Und jeder kann folgende Rechnung aufmachen:
Der weltweite Primärenergieverbrauch beträgt zur Zeit circa 400 000 Petajoule pro Jahr. Diese Energie stammt zu 90% aus fossilen Energieträgern. Grobe Überschlagsrechnung: 400 000 PJ sind 13 600 Millionen Tonnen SKE (Steinkohleeinheiten). Mal 2 Tonnen CO2-Emission pro Tonne SKE ergibt 26 Milliarden Tonnen CO2-Emission pro Jahr durch den Menschen. Das sind 1,3 Prozent des gesamten athmosphärischen CO2-Gehalts von 2000 Milliarden Tonnen. Den CO2-Gehalt 100 Jahre später möge der Leser selber ausrechnen.




 Kommentar vom 24.03.2013 21:38 Uhr, von steinbeck Kommentar bearbeiten
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Hallo Herr Sedlak,
die 25 größten Energieirrtümer belegen Sie mit einer Menge Halbwahrheiten und Lügen. Die Fachwelt ist sich z.B. einig, dass PV-Strom in weniger als 10 Jahren auch in Deutschland für 5 ct die kWh herstellbar ist. Auch für die Speicherung von "Zappelenergie" gibt es neue Lösungen, Power to Gas. Schauen Sie mal http://www.energiewenderechner.de/05de_index.php und http://www.powertogas.info/




 Kommentar vom 25.03.2013 08:27 Uhr, von Mario Sedlak Kommentar bearbeiten
 Empfehlung: keine Angabe
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Hallo,

niemand kann darüber, was in 10 Jahren sein wird, etwas anderes als "Halbwahrheiten" haben. Jedenfalls müssen wir mit der Energiewende sofort und nicht erst in 10 Jahren beginnen und die Zahlungsbereitschaft unserer Mitmenschen ist begrenzt.

Power to Gas ist keine neue Lösung; Elektrolyse wird bereits seit Jahrzehnten angewandt. Das Problem bei dieser Speicherung sind die hohen Kosten bei geringem Wirkungsgrad.

Schauen Sie mal auf Ihre verlinkte Seite:

http://www.powertogas.info/power-to-gas/energiesystem-der-zukunft.html

Dort heißt es: "Der Bedarf nach einem Ausbau der Stromnetze wird durch den Einsatz von Power to Gas nicht ersetzt." Genau das ist meine Kernbotschaft.




 Kommentar vom 26.03.2013 10:30 Uhr, von steinbeck Kommentar bearbeiten
 Empfehlung: keine Angabe
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Die Produktion einer Kilowattstunde PV-Strom kostete 1988 noch ca. 1 Euro, im Jahr 2000 ungefähr 70 Cent und heute Anfang 2013 gerade mal 16 Cent. Für den Normalhaushalt ist die Anschaffung einer PV-Anlage also schon rentabel. Aber vielleicht geht die Welt ja morgen unter, dann werden wir 5 ct./kWh Solarstrom nicht mehr erleben. Gruß Steinbeck





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