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Erster deutscher Offshore-Windpark ist in Betrieb

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Auf diesen Moment hat die Windkraftbranche lange gewartet: Am 12. August gingen die drei ersten Windkraftanlagen des Offshore-Windparks alpha ventus ans Netz und speisten die ersten Kilowattstunden Strom ein. Die drei 5-Megawatt-Anlagen stehen in der Nordsee 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum und gehören zu dem insgesamt zwölf Anlagen umfassenden Offshore-Testfeld, das gemeinsam von dem Energieversorgerkonsortium mit EWE, E.ON und Vattenfall errichtet wurde. Einen Tag später reiste Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zur Nordsee, um sich über den aktuellen Stand der Bauarbeiten zu informieren…

Mit der Errichtung der ersten Windkraftbranche wurde Mitte April dieses Jahres begonnen, nachdem wetterbedingt ein erster Versuch im August 2008 abgebrochen worden war. Seitdem gehen die Arbeiten an diesem 250-Mio.-Euro-Projekt, das auch als „Borkum West“ bezeichnet wird, gut voran. Fünf Anlagen konnten bereits komplett im 30 Meter tiefen Wasser errichtet werden. Die letzte der zwölf Windmühlen soll bis Ende dieses Jahres in Dauerbetrieb gehen. Dann werden dort sechs M5000 von Areva Multibrid mit Tripod-Fundamenten sowie sechs REpower 5M mit Jacket-Fundamenten stehen und sich drehen. Der Zweck dieses Windparks ist unter anderem, grundlegende Erfahrungen beim Bau und beim Betrieb eines Offshore-Windparks zu sammeln, weshalb bewusst unterschiedliche Technologien zum Einsatz kommen. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel erschien am 13. August 2009 gemeinsam mit Vertretern des Firmenkonsortiums auf der Hochseebaustelle. Anschließend nahm der Minister an der offiziellen Präsentation des Projekts im Klimahaus in Bremerhaven teil. Gabriel erklärte: „Ich freue mich, dass die Windenergienutzung auf den deutschen Meeren jetzt endlich los geht. Wir haben uns lange darauf vorbereitet und jetzt einen vielversprechenden Start hingelegt. Wir erwarten in den nächsten Jahren Milliardeninvestitionen in weitere Offshore-Windparks und bis zu 30.000 neue Arbeitsplätze in der Offshore-Industrie.“ „Die Windkraftanlagen AV 8, AV 9 und AV 12 befinden sich derzeit im so genannten Einstellbetrieb“, erläutert Wilfried Hube, Gesamtprojektleiter von alpha ventus. „Wie der Name es bereits andeutet, werden in dieser Phase alle Funktionen und elektrotechnischen Bauteile überprüft und für den späteren Dauerbetrieb justiert. Das ist vergleichbar mit der technischen Einstellung des Motors bei einem Neuwagen“, sagte Hube weiter. Nach dem Einstellbetrieb beginnt der Probebetrieb. In dieser Phase werden die Windkraftanlagen verschiedenen Testszenarien unterzogen. Dazu zählt unter anderem der Betrieb unter Volllast bei entsprechenden Windgeschwindigkeiten. Dies ist vergleichbar mit Testfahrten bei einem Neuwagen. Die beschriebenen Testszenarien dauern mehrere hundert Stunden. Erst danach sind Windkraftanlagen dauerhaft betriebsbereit. Anschließend werden die anderen bereits errichteten Windkraftanlagen sukzessive in Betrieb genommen. Im September 2008 errichtete die Deutsche Offshore- Testfeld und Infrastruktur GmbH (DOTI) das dazugehörige Offshore-Umspannwerk, damit der erzeugte Windstrom an Land transportiert werden kann. Dies geschieht mit Hilfe eines Seekabels, das das Umspannwerk mit dem deutschen Stromnetz verbindet. Dieses Kabel wurde ebenfalls vergangenes Jahr durch die transpower stromübertragungs gmbh (ehemals E.ON Netz) gelegt. Die Strommenge, die alpha ventus künftig jährlich produzieren wird, entspricht dem Verbrauch von 50.000 Haushalten. Georg Friedrichs, Geschäftsführer der Vattenfall Europe Windkraft GmbH, betonte, welches Potenzial im Einsatz der Offshore-Technologie für Deutschland liegt. „Vattenfall will im Jahr 2030 zehn Millionen Haushalte mit Strom aus Windkraft versorgen, vor allem durch Offshore-Windparks.“ Dr. Thomas Neuber, Vorstandsmitglied der EWE AG, sagte: „Um die Energieversorgung von morgen mit zu gestalten, wird sich EWE auch weiterhin für die erfolgreiche Offshore-Zukunft engagieren.“ Sven Utermöhlen, Geschäftsführer der E.ON Climate & Renewables Central Europe GmbH, sagte: „alpha ventus spielt eine Schlüsselrolle – dieses Pionierprojekt ist ein wichtiger Schritt in größere Wassertiefen und Küstenentfernungen, die wir vor allem für Offshore in Deutschland werden meistern müssen.“


Autor: Sven Geitmann
Foto: alpha ventus

http://www.alpha-ventus.de



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