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Sparsamer Heizkomfort mit Infrarotheizungen

Fachbericht | Wörter: 519 | Aufrufe: 12759 | Druckbare Version

Die Infrarotheizungen eignen sich besonders gut, um große Räume zu beheizen. Bei der erbrachten Heizleistung spricht man von Strahlungswirkungsgrad. Das ist naheliegend, denn mit Infrarotheizungen werden nicht die kompletten Räume beheizt, sondern es werden nur die Körper erwärmt, die in der Lage sind, die Strahlung absorbieren zu können. Dadurch können größere Einsparungen bei der notwendigen Energie erzielt werden, die den Heizsystemen zugeführt werden muss. Einer der sich dort auswirkenden Faktoren ist, dass die Raumluft nicht mit aufgeheizt wird. Deshalb arbeiten diese Heizsysteme besonders in großen Lagerhallen, Ausstellungsräumen und ähnlichen Gebäuden sehr effektiv.

Einer der großen Vorteile der Infrarotheizungen ist ihre extrem hohe Effizienz. Im Gegensatz zu anderen Wärmequellen benötigen sie kein Trägermedium, um die Wärmeenergie bis dorthin zu verteilen, wo sie benötigt wird. Die Effizienz der Infrarotheizung wird als Strahlungsfaktor angegeben. Ältere Systeme brachten es auf etwa 50 Prozent, moderne Systeme können einen Strahlungsfaktor von 80 Prozent erreichen.

Eine Form der Infrarotheizungen sind die so genannten Hellstrahler. Dort findet unmittelbar eine Verbrennung statt. Dazu wird Flüssiggas oder Erdgas eingesetzt. Die an den Geräten sichtbar stattfindende Verbrennung gab ihnen auch den Namen. Bei der Verbrennung werden Oberflächentemperaturen von bis zu 950 Grad Celsius erreicht und die dabei frei gegebene Infrarotstrahlung wird über Reflektoren verteilt. Ein Teil der Strahlung wird zurück auf die Keramikplatten geleitet, auf denen die Verbrennung stattfindet. Dadurch erreicht man eine Potenzierung der erzielbaren Wärmeenergie. Eine solche Lösung stellt die moderne Delta Mischkammer dar, in der über die Rückführung eines Teils der Strahlung das Gasgemisch erwärmt wird, das dann später verbrannt werden soll. Dadurch kann dieser Prozess deutlich optimiert werden. Für die Hellstrahler ist keine Installation eines Abgassystems notwendig. Es muss nur für eine bestimmte Menge an Frischluft gesorgt werden. Hellstrahler sind deshalb auch deutlich umweltfreundlicher als Dunkelstrahler.

Eine weitere Form der Infrarotheizung stellen die Dunkelstrahler dar. Hier findet der Verbrennungsprozess in einem geschlossenen Rohrsystem statt. Weil man davon optisch nichts mitbekommt, werden sie Dunkelstrahler genannt. Auch hier wird mit einer Kombination aus Brenner und Reflektor gearbeitet. Der eigentliche Brenner steckt in einem Rohr. Mit Hilfe eines Ventilators und einem Saugsystem am anderen Ende des Rohrs wird die Flamme des Brenners extrem in die Länge gezogen. Über diesem Brennerrohr befindet sich der Reflektorschild. Er dient dazu, die abgegebene Wärmestrahlung genau in die Richtung zu lenken, wo sie benötigt wird. Die Rohrsysteme können bis zu 650 Grad heiß werden. Ähnliche Wirkungsgrade wie bei den Hellstrahlern sind aber mit ihnen mit den derzeitigen Materialien und Technologien nicht zu erreichen. Ein weiterer Nachteil der Dunkelstrahler ist, dass man bei der Planung auch an ein geeignetes Abgassystem denken muss.

Diese lokal gezielt einsetzbare Wärmestrahlung bringt Einsparungseffekte vor allem in den Gebäuden mit sich, die schlecht oder gar nicht isoliert sind. Auch bei der Beheizung besonders hoher Räume profitiert man bei den Heizkosten davon, dass die Luft als Trägermedium nicht benötigt wird, auch gar nicht dazu dienen könnte, weil sie die Infrarotstrahlung nicht absorbieren kann. Die Beheizung der Umgebungsluft schluckt bei anderen Heizsystemen einen erheblichen Teil der Energie.

Darüber hinaus lassen sich mit der Infrarotheizung gut auch einzelne Bereiche eines größeren Raumes zielgerichtet aufheizen, was wiederum erhebliches Potential an Einsparungen bei den Heizkosten mit sich bringt.



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