Wie man den Wasserverbrauch wirksam senkt
Regenwasser nutzen und sparen
Bei der Toilettenbenutzung fließen pro Person täglich etwa 24 Liter in
die Kanalisation. Dieses Wasser muß beim örtlichen Wasserversorger eingekauft werden.
Wer Regenwasser sammelt und im Haushalt einsetzt, kann sparen. Der Zentralverband Sanitär
Heizung Klima(ZVSHK) hat ermittelt, wieviel Wasser man mit einer Regenwassernutzungsanlage
gewinnt.
Abb.: Wer Regenwasser nutzt, spart.

Quelle: ZVSHK
Anlagen zur Nutzung von Regenwasser fangen das Wasser, das über die
Dachflächen eines Gebäudes fließt, in einem Behälter aus Kunststoff, Beton oder Stahl
auf. Die Sammelstelle befindet sich entweder im Gebäude oder in frostfreier Tiefe
außerhalb des Hauses. Ein Filter sorgt dafür, dass nur sauberes Wasser in den Speicher
fließt. Dieses wird mittels einer Pumpe durch Leitungen zu den Verbrauchsstellen
befördert, beispielsweise einer Toilette.
Nach Auskunft des ZVSHK lassen sich mit einer Anlage zur Nutzung von
Regenwasser im Haushalt pro Person und Tag etwa 42 Liter Wasser einsparen. 24 Liter
beansprucht die Toilettenspülung, zehn Liter werden für das Wäschewaschen benötigt und
acht Liter fließen beim Putzen durch die Leitungen. Wer außerdem den Garten bewässert,
spart jährlich pro Quadratmeter Fläche 60 Liter ein.
Die Planung und Installation einer Regenwassernutzungsanlage ist Aufgabe
des Sanitär- und Heizungsfachmanns. Verschiedene technische Anforderungen sind zu
erfüllen, damit die zuständige Abwasserbehörde die Inbetriebnahme bewilligt. Einige
Kommunen verlangen separate Wasserzähler, damit das verbrauchte Regenwasser unabhängig
erfasst werden kann.
Adressen von qualifizierten Innungsbetrieben gibt es auf der Homepage des
ZVSHK unter www.wasserwaermeluft.de oder bei der Gebäudetechnik-Hotline unter 0 18 05 /00
43 99 (12 Cent pro Gespräch).
Sankt Augustin, 08.07.2003