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Fenster neu - Wand feucht?

Fenster neu - Wand feucht?

(319 Wörter in diesem Text, 4093 mal gelesen)   Druckbare Version

Bild: aboutpixel.de Schimmel
Bild: aboutpixel.de
Ein wichtiger Aspekt beim Austausch von Fenstern in Altbauten ist, dass dieser Austausch gründlich geplant werden muss. Bei Falscher Planung besteht ein erhebliches Risiko von Schimmelpilzbildung an den Außenwänden.

Der U-Wert kann problematisch sein

Bild: aboutpixel.de Häuserreihe
Bild: aboutpixel.de
Die Problematik besteht darin, dass bei falscher Planung, der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient, früher K-Wert, übliches Maß für die Wärmedämmeigenschaften von Bauteilen) des Fensters höher liegt als der U-Wert der Außenwände. Als Folge dieser Maßnahme, wird der kälteste Punkt der Gebäudeaußenfläche nicht mehr am Fenster zu suchen sein, sondern an den Außenwänden. Dadurch verlagert sich der Ort für an den das Tauwasser (z.B. beim Kochen, Duschen...) ausfällt, vom Fenster an die Wand, da der Taupunk dort als erstes unterschritten wird. Somit beschlagen nicht zuerst Ihre Fenster, sondern die Feuchtigkeit setzt sich an der Oberfläche der Wände ab. Als Folge dieser Maßnahme besteht ein erhebliches Risiko von Schimmelbildung, z.B. hinter Schränken, welche an den Außenwänden platziert wurden, da dort die Oberflächentemperatur noch geringer ist als an den offen zugänglichen Außenwandflächen.

Analyse der Außernwand hilft

"Leider" sind Sie durch die Vorgaben der EnEV dazu gezwungen, mindest U-Werte für das Gesamte Fenster (Rahmen + Scheibe) einzuhalten. Dies ist auch sehr sinnvoll um eine möglichst hohe Energieeinsparung zu erzielen und zusätzlich damit die Umwelt zu schonen. Dennoch sollte der Fensteraustausch nur in Verbindung mit einer Analyse der Außenwand geschehen, um spätere Risiken möglichst gering zu halten. Eine U-Wert Ermittlung der Außenwände ist daher sehr zu empfehlen. Die U-Wert-Ermittlung der Außenwände ist nicht sehr Kostenintensiv und kann auch ohne einen Vor-Ort-Termin durch einen Energieberater berechnet werden. Geben Sie die Daten Ihrer Außenwände (Mauerdicke, verbauter Stein...) an uns weiter. Je genauer Ihre Angaben zur Außenwand sind, desto genauer ist die Anschließende U-Wert Berechnung durch den Energieberater. Und Sie minimieren das Schimmelrisiko deutlich.



Text: Energieberatung Hess, Drolshagen




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 Kommentar(e)


 Kommentar vom 17.01.2010 19:59 Uhr, von Tischlerei Rieken Kommentar bearbeiten
 Empfehlung: keine Angabe
 Status: freigegeben


Hallo, haben ein ältere Stadtvilla mit dem Baujahr 1887 gekauft. Wir planen ein Fensteraustausch mit Holzfenster 80 mm und 3-fach Glas K-Wert 0,6. Der Wandaufbau ist mit dem Aufbau von außen :
Putz 1.0 cm
Mauerziegel 11 cm
Hohlschicht 7,0 cm
Mauerziegel 11 cm
Innenputz 1,0 cm
Gesammtwandstärke 30,0 cm
Mit den Fensteraustausch planen wir eine Innendämmung mit Kalzium Silcat Platten einschl. der Laibungsplatten.
Unsere Frage:
Taupunktkurve ?? Ist es sinnvoll so zu sanieren?? Was ist zu beachten bzw. bei der Sanierung zu empfehlen.
Vielen Dank im vorraus.
Gerhard Rieken




 Kommentar vom 15.03.2010 16:28 Uhr, von Thomas Heufers Kommentar bearbeiten
 Empfehlung: keine Angabe
 Status: freigegeben


Unter folgendem Link können die Bauteile angelegt und das Taupunktverhalten der gesamten Wand aufgezeigt werden.
http://ecotec-energiesparhaus.de/u-wert-rechner.php




 Kommentar vom 05.05.2010 14:00 Uhr, von Stefan Swiderek Kommentar bearbeiten
 Empfehlung: neutral
 Status: freigegeben


Das die Wände nach einer Fenstererneuerung öfters Schimmel ansetzten liegt nicht am U-Wert der neuen Fenster. Die neuen Fenster sind im Regelfall Luftdicht eingebaut, dadurch muss man dann öfters mal lüften da es nicht mehr durch die Ritzen ziehen kann. Darauf müssen die Bewohner hingewiesen werden. Diese müssen Ihr Lüftungsverhalten verändern.
MfG Stefan Swiderek





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