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Innenausbau: Klimatechnik

Fachbericht | Wörter: 606 | Aufrufe: 4721 | Druckbare Version

Klimageräte sind unbestritten die stärksten Energiefresser unserer Zeit. In Zeiten stetig steigender Rohstoffpreise sollte, wenn möglich, gänzlich auf den Einsatz von Klimageräten in Privathaushalten verzichtet werden. Dies ist sowohl ökonomisch als auch ökologisch sinnvoll. Wer dennoch auf den Einsatz eines Klimagerätes nicht verzichten kann oder möchte, sollte sich langfristig auf die Suche nach einer Alternative machen. Moderne Heiz- oder Belüftungsanlagen bieten zwischenzeitlich nicht nur die Möglichkeit zur Erwärmung, sondern auch zur Abkühlung.

Zu prüfen wäre also, ob langfristig der Einbau einer Belüftungsanlage in Betracht käme. Durch Zuführung von kaltem Wasser erzeugt diese kalte Raumluft. Die Niedrigtemperaturen eines Klimagerätes können in aller Regel dennoch nicht gänzlich erreicht werden.

Eine andere Alternative ist das Kühlen durch Erdwärme. Bei Neubauten sollte diese Möglichkeit in Verbindung mit einer Erdwärmepumpe geprüft werden. Bei bereits bestehenden Gebäuden sind die Umbaumaßnahmen in aller Regel jedoch so umfangreich, dass sich ein Umbau aus wirtschaftlicher Sicht nicht lohnt. Um Energiekosten trotz Klimagerät sparen zu können, bleibt nur der eine Tipp, das Gerät nicht anzuschalten, wenn es die Außentemperaturen nicht zwingend erfordern.

Die Preise für Rohöl haben derzeit ihren absoluten Höchststand erreicht, da die fossilen Brennstoffe immer knapper werden. Dies wirkt sich erheblich auf Energie und Heizkosten aus. Vor allem Haus- und Eigenheimbesitzer haben die Möglichkeit, auf günstigere Alternativen zu den konventionellen Öl- und Gasheizungen umzusteigen. Eine dieser Alternativen ist Energie aus Erdwärme zu gewinnen. Dazu sind jedoch Wärmepumpanlagen notwendig. Deren Nachrüstung ist bei bereits vorhandenen Heizsystemen jedoch äußerst kostenintensiv und nur in Ausnahmefällen empfehlenswert.

Bei Neubauten macht es finanziell gesehen dagegen nur wenig Unterschied, für welches Heizsystem sich entschieden wird. Das Prinzip ist dabei einfach, die Erdwärmepumpe befördert die in den oberen Erdschichten gespeicherte Wärme, die in der Regel je nach Standort bis zu fünfzehn Grad Celsius beträgt, mit Hilfe eines Wärmetauschers an die Oberfläche. Dazu müssen jedoch Erdkollektoren und Kunststoffrohre aufwendig wenige Meter tief in das Erdreich verlegt werden. Dieser Teil des Erdreiches, der sich über den Kollektoren befindet, sollte nach Möglichkeit jedoch nicht bebaut werden, um die natürliche Wärme ideal ausnützen zu können.

Für das Erdreich hat die Entwärmung keine Nachteile, da sich dieses durch Sonneneinstrahlung und Niederschläge auf ganz natürliche Weise regeneriert. Mit Wärmepumpeanlagen können nachweislich bis zu 75 Prozent der Energiekosten eingespart werden, da ca. drei Viertel der Energie gratis aus der Erdwärme geliefert wird. Diese Wärmepumpeanlage kann nach demselben Prinzip auch zum Kühlen verwendet werden. Auch hier fallen die Kosten deutlich geringer aus als bei herkömmlichen Klimageräten, die vor allem viel Strom verbrauchen. Auch aus ökologischer Sicht betrachtet ist eine Erdwärmepumpe sinnvoller als ein Klimagerät.

Weitere Vorteile einer Erdwärmepumpe sind deren Sicherheit und Zuverlässigkeit, sowie deren Energieeffizienz. Zu beachten ist jedoch, dass sich eine Wärmepumpeanlage nicht immer und nicht überall lohnt, da die nutzbare Erdwärme von der Beschaffenheit des Erdreiches abhängt. Vor einer Anschaffung sollte demnach unbedingt der Boden von einem Spezialisten, zum Beispiel von einem Geologen oder von Bohrfirmen auf seine Beschaffenheit untersucht werden.

Das Prinzip der Kühlung durch Erdwärme funktioniert ebenfalls bei modernen Industriebetrieben. Hierfür gibt es schon zahlreiche Beispiele. Dennoch gilt auch hier, dass sich die Anschaffung nur im Falle eines Neubaus lohnt, da die Umrüstung bei weitem zu kostenintensiv und damit zu unwirtschaftlich wäre. Aus ökologischer Sicht ist ein Wechsel natürlich auf alle Fälle sinnvoll.

Neben dieser Kühlmöglichkeit gibt es natürlich die Anschaffung konventioneller Klimageräte, die sich auf Grund der hohen Energiekosten jedoch nur lohnt, wenn lediglich punktuell gekühlt werden soll. Müssen dagegen eine Vielzahl an Produktionsmaschinen gekühlt werden, so empfiehlt sich die Anschaffung eines hochwertigen Kühlwasser – Rückkühlers. Diese modular aufgebauten Anlagen gibt es für eine optimale Energienutzung für jede individuelle Situation angepasst. Das Leistungsspektrum der Geräte beträgt ab ca. 800 Watt bis ca. 160.000 Watt Kälteleistung.



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