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Innenausbau: Heizungssanierung

(1004 Wörter in diesem Text, 8380 mal gelesen)   Druckbare Version

Viele Eigenheimbesitzer, deren Heizanlage bereits mehrere Jahrzehnte alt ist, stehen in Zeiten ständig steigender Rohstoffpreise vor der Frage, mit welchem Heizsystem es langfristig weitergehen kann, Kosten jedoch gegenüber den bisherigen Heizkosten gespart werden können.

Eine Alternative stellt die sogenannte Pellet - Heizung dar. Inzwischen sind Pellets, die aus gepressten Alt- bzw. Resthölzern bestehen, nicht mehr ganz neu, sondern bereits mehrfach auf dem Markt etabliert. Auch die Heizanlagen finden in vielen Haushalten schon seit Jahren Verwendung. Die Funktionsweise der Pellet - Heizung ist einfach, der Heizkessel wird mit den soeben beschriebenen Pellets betrieben. Die Heizung funktioniert ebenfalls vollautomatisch, die Bedienung des Heizkessels unterscheidet sich nur unwesentlich von konventionellen Ölheizkesseln. Der neu gewonnene Raum, in dem bisher die großen Öltanks standen, kann problemlos als Lagerraum für Holzpellets genutzt werden. Die Holzpellets sind sehr gut zu lagern, dennoch ist darauf zu achten, dass der Raum trocken ist, um Energieverluste beim Heizen zu vermeiden. Laufende Kosten entstehen, außer für die übliche Wartung des Kessels nur für die Anschaffung weiterer Pellets. Die Anschaffung von Pellets ist dabei jedoch erheblich günstiger als die Füllung der großen Heizöltanks.

Bei den Heizungsarten unterscheidet man im Wesentlichen Öl- und Gasheizung, wie sie in deutschen Haushalten immer noch die Regel sind, Holz- und Pelletsheizung sowie Heizungen die mittels Sonne-, Wind-, und Biogas funktionieren.

Auch die Holzheizung kann, vor allem aus ökologischer Sicht, eine alternative Lösung bei einer Heizungssanierung darstellen, da Holz ein regenerativer Rohstoff ist. Bei Holzheizungen unterscheidet man zwischen Holzspezialheizkesseln, Kaminöfen und Holzkessel als Zusatzheizung. Alle drei Arten haben gemeinsam, dass sie die im Holz gespeicherte Energie optimal nutzen.

Die laufenden Kosten können mit einer Holzheizung weiterhin drastisch vermindert werden, da Holz unabhängig von der Entwicklung der Preise von Öl- oder Gas sind. Entscheidet man sich für eine Holzkesselheizung, so sollte man jedoch auf die Emissionen von Feinstaub achten, da die Rußerzeugung in aller Regel höher ist als bei konventionellen Öl- bzw. Gasheizungen.

Auch thermische Anlagen mit Heizungsunterstützung können eine Alternative zur herkömmlichen Gas- bzw. Ölheizung darstellen. Die thermischen Anlagen nutzen Solarenergie als Sonnenwärme zur Heißwasseraufbereitung. Die größten Vorteile solarthermischer Anlagen sind vorwiegend ökologische.

Eine Heizungssanierung kann schnell teuer werden, dennoch lässt sich keine pauschale Aussage über die Kosten treffen. Je nachdem, ob nur vorhandene Ausstattungen ausgetauscht bzw. erneuert werden oder ob ein gänzlich neues System angeschafft wird, fallen auch die Sanierungskosten aus.

Für die Anschaffung neuer Heizsysteme sollten durchaus zwischen 15.000 - 20.000 Euro einkalkuliert werden. Erheblich teurer sind auf Grund des damit verbundenen Aufwandes dagegen zum Beispiel Heizanlagen, die mit Erdwärme betrieben werden. Der bloße Austausch von Heizöltanks, Brenner und Kessel ist meist eher günstiger.

In den Haushalten der Einwohner der Bundesrepublik Deutschland schlummern in etwa vier Millionen Heizkessel, die bereits älter als zwanzig Jahre sind. Deren Eigentümer sind im Zeitalter von explodierenden Kosten für Öl und Gas stark belastet. Diese Zahlen des Bundesverbandes Solarwirtschaft (kurz: BSW) sind auch dem Bundesamt für Wirtschaft (kurz: BAFA) mit Sitz in Eschborn bekannt. Aus diesem Grund wurde die so genannte „Kesseltauschförderung“, die zum 30.06.2008 ausgelaufen ist, bis zum 31.12.2009 verlängert und sogar noch verbessert.

Zusätzlich zu der bisherigen Förderhöhe von 105 Euro für jeden Quadratmeter Kollektorfläche werden noch weitere Zuschüsse von Vater Staat in Höhe zwischen 250 und 750 Euro gewährt. Die Höhe des zusätzlichen Zuschusses ist abhängig vom jeweiligen Anlagentyp. Wird der alte Öl- bzw. Gaskessel ausgetauscht und dafür eine moderne Solarheizung installiert, so fördert der Staat dieses mit einem Zuschuss von 1.800 Euro für zehn Quadratmeter Kollektorfläche. Mit dieser Subvention will die Bundesregierung ihr Ziel, die Umwelt weniger zu belasten, baldmöglichst erreichen. Diese Maßnahme scheint auch zu wirken bzw. anzukommen. Bislang wurden beim Bundesamt für Wirtschaft bereits über 37.000 Anträge auf Förderung gestellt.

Experten raten bei einer geplanten Umstellung jetzt zu zugreifen, da der Zeitpunkt nie günstiger war. Außerdem empfiehlt sich die Umstellung grundsätzlich nicht während sondern noch vor der Heizsaison. Ab Anfang 2009 wird der Boom an Solaranlagen noch erheblich gesteigert, da die Gesetze vorsehen, Neubauten zwingend mit Solarheizungen auszustatten.

Eine weitere Möglichkeit, den hohen Energiekosten entgegenwirken zu können ist der Austausch der alten Öl- bzw. Gasheizung durch eine so genannte Solarwärmepumpe. Diese Anlage liefert ohne jeglichen Treibstoffeinsatz basierend auf der bewährten Solartechnik Strom, Wärme und Kälte praktisch zum Nulltarif. Neben geringen Instandhaltungskosten sind die einzig nennenswerten Kosten die Anschaffungskosten, die bei einer Wärmepumpe für ein Zweifamilienhaus bei ca. 30.000 Euro liegen. Steigen die Rohstoffpreise jedoch weiter wie bisher, so haben sich diese Kosten bereits in wenigen Jahren amortisiert. Bereits kleine Solarwärmepumpen können Zweifamilienhäuser rund um die Uhr vollständig mit Energie versorgen.

Auch zu konventionellen Industrieheizungen, die auf Grund der hohen Preissteigerungen für Öl und Gas nahezu unfinanzierbar geworden sind und den Unternehmer in den Ruin treiben können, gibt es bereits Alternativen. Staatlich geförderte Alternativen sogar, falls die Umstellung des Heizsystems komplett auf regenerative Energien erfolgt. Eine Möglichkeit ist die Biomasse – Heizanlage. Auch Wärmepumpesysteme oder gar Solarkollektoren, die auf dem Dach oder an der Fassade angebracht werden können, stellen eine Möglichkeit dar. Die laufenden Heizkosten werden durch eine Sanierung minimiert. Einzig und alleine die Anschaffungskosten schlagen zu Buche, die sich jedoch bei weiterem Heizkostenanstieg in bereits wenigen Jahren vollständig amortisiert haben.




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