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Innenausbau: Kontrollierte Be- und Entlüftung

Fachbericht | Wörter: 375 | Aufrufe: 22528 | Druckbare Version

Um weitere Energiekosten sparen zu können, sollte an Stelle einer herkömmlichen Raumbelüftung durch Fenster über eine kontrollierte Be- und Entlüftung nachgedacht werden. Durch eine konventionelle Fensterbelüftung können häufig unbewusst hohe Energiekosten entstehen. Die häufigsten Fehler sind das so genannte „Dauerkippen“, dass enorme Energiekosten verursacht, sowie zu viel oder wenig Lüften, um die Raumtemperaturen zu kompensieren.

Außerdem trägt falsche Fensterbelüftung häufig zur Schimmelbildung in Wohnräumen bei. Laut Statistik ist in neun von zehn Fällen eine falsche Belüftung an Schimmelbefall in Wohnräumen die Ursache. Eine kontrollierte Be- und Endlüftung hat außer den genannten noch weitere Vorteile, wie zum Beispiel, keine Lärmbelästigung durch offene Fenster, keine Allergiegefahr durch herein fliegende Pollen, keine Zugluft da die Lüftungsanlage kontinuierlich mit vorgewärmter Frischluft versorgt wird und keine Einbruchgefahr bei zum Beispiel Parterrewohnungen.

Die Nachrüstung einer Lüftungsanlage in Wohnhäusern ist nicht ganz einfach und regelmäßig mit hohen Kosten verbunden. Bei einem Neubau hingegen sind die Anschaffungskosten auf Grund der Energiekosteneinsparung schnell amortisiert. Bei Neubauvorhaben sollte eine Lüftungsanlage jedoch direkt in die Planungsphase mit einbezogen werden, um spätere Mehrkosten zu verhindern.

Das Prinzip einer kontrollierbaren Be- und Entlüftung ist denkbar einfach. Von den so genannten Zuluftbereichen, zum Beispiel Wohnzimmer, Schlafzimmer, Arbeitszimmer, ggf. Kinderzimmer, u.a. strömt die Luft über die Zwischentüren in den so genannten Abluftbereich wie zum Beispiel Küche, WC oder Bad. Ein weiterer großer Vorteil der kontrollierten Be- und Entlüftung ist, dass im Sommer kein zusätzliches Klimagerät angeschafft werden muss, da mit der Lüftungsanlage durch indirekte Verdunstkühlung gleichzeitig gekühlt werden kann. Das kalte Wasser wird dabei in die Abluft eingenebelt, der Wärmetauscher wird gekühlt. Entgegen weitläufiger Meinungen ist eine Lüftungsanlage auch äußerst geräuscharm, da die Ventilatorengeräusche durch Schalldämpfer und auch den Wärmetausch gedämmt werden.

Das Lüftungsgerät an sich braucht dagegen etwas Platz. Es empfiehlt sich als Standort einen Kellerraum, idealer weise den Heizungsraum auszuwählen. Statistiken zur Folge können durch den Einbau einer Belüftungsanlage zwischen 30 und 50 Prozent der Energiekosten gespart werden. Die Anschaffungskosten bei Berücksichtigung einer Anlage bei einem Neubau haben sich damit in spätestens zehn Jahren amortisiert. Auch der Stromverbrauch ist nur unwesentlich höher, da moderne Lüftungsanlagen kaum mehr Strom verbrauchen als eine konventionelle Glühbirne. Die laufenden Kosten für die Lüftungsanlage sind außerdem gering, da je nach Hersteller und Gerätetyp nur ca. alle sechs Monate der Filter gewechselt werden sollte.



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