Solaranlagen und Gas-Brennwertheizung
Verbesserte Fördermöglichkeiten jetzt nutzen!
Sommerzeit ist Kollektorzeit: In den Sommermonaten bringen Solarkollektoranlagen ihren
größten Nutzen. Sie werden vor allem zur Erwärmung von Warmwasser eingesetzt. In
Deutschland kann eine solche Anlage bis zu 60 Prozent des jährlichen Energiebedarfs für
die Warmwasserbereitung decken. Die restlichen 40 Prozent und die Energie für die Heizung
müssen mit einem anderen Energieträger erfolgen. Grob rechnet man mit rund 1 bis 1,5
Quadratmeter benötigter Kollektorfläche pro Person.

Quelle: ASUE
Ideal ist eine Kombination mit einer Erdgas-Brennwertheizung. Denn die Brennwertheizung
erreicht besonders hohe Wirkungsgrade, weil sie die Wärme im Abgas mit nutzen kann.
Besonders vorteilhaft ist es, Brennwertgeräte auf dem Dachboden zu installieren, denn
dann kann die Solaranlage sehr einfach mit dem Warmwasser-Speicher verbunden werden.
Hausbesitzer, die Solaranlagen installieren lassen, können dafür Fördermittel
beantragen. Informationen über die Fördermöglichkeiten in der Region geben die
Umweltbehörden oder die Energieversorger. Die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und
umweltfreundlichen Energieverbrauch weist aktuell besonders auf das Marktanreizprogramm
des Bundes hin. Der darin für Solarkollektoren festgelegte Fördersatz je begonnenem
Quadratmeter errichteter Kollektorfläche beträgt seit Februar 2003 125 Euro (davor 92
Euro). Anträge hierfür können bis zum 15.10.2003 beim Bundesamt für Wirtschaft und
Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Eschborn eingereicht werden. Vor Eingang des Antrags dürfen
jedoch keine der Ausführung des Vorhabens zuzurechnenden Lieferungs- oder
Leistungsverträge abgeschlossen werden. Kostenvoranschläge und Planungsleistungen sind
dagegen zulässig. Die Zuschüsse des BAFA für Solarkollektoranlagen dürfen nicht mit
Zulagen, Investitionskosten- oder Betriebskostenzuschüssen des Bundes, der Bundesländer
oder der Kommunen kombiniert werden (Kumulierungsverbot); dies gilt auch für die so
genannte Ökozulage, die vom Finanzamt im Rahmen des Eigenheimzulagegesetzes gewährt
wird.
Nähere Informationen erteilt das
BAFA
Telefon (06196) 908-625
E-Mail solar@bafa.de
Antragsformulare können im Internet unter www.bafa.de abgerufen werden. Wer von einer
anderen Heizenergie auf Erdgas umsteigt, kann darüber hinaus oft noch zusätzliche
Zuschüsse bei seinem Gasversorger beantragen. Für alle, die beispielsweise eine alte
Ölheizung ausmustern, kann also der Umstieg auf „Erdgas plus Solar“ eine
besonders lohnenswerte Alternative sein.