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Dach: Dach Industriehallen

Fachbericht | Wörter: 321 | Aufrufe: 5429 | Druckbare Version

Industrie- bzw. Fabrikhallen unterscheiden sich maßgeblich von herkömmlichen Wohn- oder Verwaltungsgebäuden. Industriehallen für Produktion und bzw. Lagerung besitzen für gewöhnlich eine Deckenhöhe von fünf, zehn oder mehr Metern, die benötigten Raumtemperaturen liegen anders als bei Wohn- oder Büroräumen bei maximal zwischen 15 und 18 Grad Celsius.

Diese beiden Faktoren, kombiniert mit einem einfachen Heizungssystem sind eine ideale Voraussetzung für die Einrichtung solarthermischer Anlagen. In Industrie- bzw. Fabrikhallen in Deutschland steckt daher noch ungeahntes Potenzial. Inzwischen gibt es bereits einige Neubauten, die ganz oder zumindest teilweise mit Solarenergie beheizt werden. Bei Industriehallen gibt es grundsätzlich zwei unterschiedliche Methoden, Solarenergie zu nutzen.

Die erste Möglichkeit ist die Anbringung der Sonnenkollektoren auf dem Flachdach der Halle. Die zweite und bisher häufiger genutzte Möglichkeit ist die Anbringung der Kollektoren an der Fassade des Gebäudes. Dies ermöglicht eine ganzjährige Energiegewinnung auch bei flacherem Sonnenstand im Winter, sowie eine zusätzliche Dämmung durch die Rückwand der Kollektoren. Außerdem bietet die Anbringung der Kollektoren an der Fassade eine witterungsbeständige Fassade.

Ein weiterer großer Vorteil von Industriehallen im Vergleich zu Wohn- oder Bürogebäuden ist, dass diese Hallen in aller Regel bereits über eine hervorragende Wärmedämmung verfügen. Die meist aus Wellblech bestehenden Wand- bzw. Deckenkonstruktionen sind in aller Regel mit mindestens 25cm starkem Material gedämmt. Die einzige Gefahrenstelle von Industriehallen ist meist der Fußboden, da der Betonboden häufig direkt auf das Erdreich aufgetragen wird.

Bei Neubauten sollte dringend auch auf den Wärmeverlust über den Fußboden geachtet werden. Dennoch kann sich der Fußboden auch als äußerst nützlich erweisen und zwar dann wenn in diesen eine Fußbodenheizung integriert wird. Die Bodenplatte kann als zusätzlicher Wärmespeicher genutzt werden, ein herkömmlicher Pufferspeicher ist dann nicht mehr notwendig.

Weiterhin sollte darauf geachtet werden, dass unkontrolliertes Öffnen von Hallentoren, zum Beispiel bei den Anliefer- und Abtransportvorgängen vermieden wird, um weiteren Wärmeverlust zu verhindern. Mit so genannten Ladedocks für LKWs oder mit Wärmeschleusen kann dieser Schwachstelle jedoch vorgegriffen werden.



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