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Dach: Dämmung

Fachbericht | Wörter: 403 | Aufrufe: 6444 | Druckbare Version

Die richtige Dachdämmung trägt enorm zur Energieeinsparung bei, da Dämmung nicht nur vor Feuchtigkeit sondern auch vor Hitze und Kälte schützt. Die Dachschräge ist weitaus mehr als alle restlichen Gebäudebestandteile den Witterungseinflüssen ausgesetzt. Der richtigen Dämmung kommt damit große Bedeutung zu. In Zeiten ständig steigender Energiekosten ist damit ein Schutz gegen Kälte besonders wichtig.

Bei der Wahl des richtigen Dämmstoffes ist außerdem zu beachten, dass dieser möglichst den Schallschutz verbessert und den höchsten Anforderungen des Brandschutzes erfüllt. Um sowohl im Winter als auch im Sommer möglichst viel Energie sparen zu können sollten Dämmmaterialien ausgesucht werden, deren U - Wert möglichst unterhalb der Grenze von 0,22 liegt. Je niedriger dieser Wert, desto besser ist der Wärme- bzw. der Kälteschutz. Auch die Dicke des Materials ist ein weiteres entscheidendes Kriterium für den Wärmeverlust und damit für den Energieverbrauch. Als Dämmstoffe kommt zum Beispiel Mineral- bzw. Glasfaser in Frage, da Glas- bzw. Steinwolle als nicht brennbar gilt. Glaswolle gibt es bereits unter Berücksichtung ökologischer Faktoren, sie kann bis zu 70 Prozent aus Altglas bestehen.

Weitere Dämmstoffe sind zum Beispiel Polyurethan - Hartschaum oder Polisterol. Diese bestehen jedoch auf Erdölbasis und sind daher nicht ökologisch. Als ökologische Dämmstoffe gelten dagegen Blähton, Blähperlit, Schaumglas, Zellulosefasern, Holzwolle, Holzweichfaserplatten, Baumwolle, Schafswolle, Kork, Kokofaser, Schilf und Stroh, Flachs, Hanf oder Späne. Jeder Dämmstoff hat dabei seine Eigenheiten sowie spezifische Vor- und Nachteile die mit den individuellen Vorstellungen abzustimmen sind.

Bei der eigentlichen Dämmart von Dächern unterscheidet man zwischen „unter“, „auf dem“, oder „zwischen“ den Sparren. Empfehlenswert ist grundsätzlich eine „auf den Sparren“ Dämmung kombiniert mit einer Dämmung zwischen den Sparren. Der Vorteil einer Dämmung auf den Sparren ist, dass dadurch Wärmebrücken vermieden werden. Zur Sicherheit sollte jedoch auch grundsätzlich zwischen den Sparren gedämmt werden.

Eine Dachdämmung kann in der Regel problemlos in Eigenregie durchgeführt werden. Dennoch müssen sämtliche Anforderungen der Energie - Einsparverordnung (EnEV) beachtet werden. Im ersten Schritt muss zwingend zwischen Dach und Dämmung eine diffusionsoffene Unterspannfolie angebracht werden. Zur Ermittlung, wie viel Dämmmaterial benötig wird, sollten sodann die Sparrenabstände vermessen werden. Der Dämmstoff kann dann zugeschnitten und angebracht werden. Eine Verkeilung wird empfohlen. Grundsätzlich empfiehlt sich auch die Anbringung einer so genannten Dampfbremsfolie. Bevor die Verkleidung über die Dämmung angebracht wird, sind in aller Regel Holzlatten zu befestigen, um die Verkleidung reibungslos anbringen zu können. Die Fugen zwischen den Verkleidungsteilen sind mit speziellen Produkten zu verspachteln. Im letzten Schritt kann die Verkleidung dann optisch aufbereitet werden (tapezieren, anstreichen, u.a.).



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