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Wie man Strom spart und dabei nicht nur den Geldbeutel, sondern auch gleichzeitig die Umwelt schont.

Fachbericht | Wörter: 1221 | Aufrufe: 8927 | Druckbare Version

Wie man Strom spart und dabei nicht nur den Geldbeutel, sondern auch gleichzeitig die Umwelt schont, wissen die meisten. An der Umsetzung in die Praxis hapert es bei vielen, ist man doch häufig zu bequem und möchte auf den gewohnten Komfort nicht verzichten. Auch veraltete Haushaltsgeräte verursachen häufig hohe Stromkosten, so dass sich die Anschaffung neuer Geräte durchaus lohnen kann. Doch wie macht man die größten Stromfresser im Haushalt aus? Reicht es, beim Kauf eines neuen Haushaltsgeräts die Energieeffizienzklasse „B“ auszuwählen? Und lohnt es sich eigentlich, Standby-Geräte nach Benutzung immer auszuschalten? Sind Energiesparlampen tatsächlich immer die bessere Alternative? energieportal24.de ist diesen Fragen auf den Grund gegangen...

Energieeffizenzklassen

Für Elektrobacköfen, Geschirrspülmaschinen, Kühl- und Gefriergeräte, Leuchtmittel, Wäschetrockner, Waschtrockner, Waschmaschinen und Raumklimageräte wurden im Jahr 1994 die Energieeffizienzklassen A-G eingeführt. Diese müssen auf allen entsprechenden Geräten gut sichtbar ausgezeichnet sein, so dass der Verbraucher die Energieeffizienz bei seiner Kaufentscheidung berücksichtigen kann. Dabei steht A für den niedrigsten und G für den höchsten Verbrauch. Seit 1994 wurden die Geräte immer effizienter, so dass im Jahr 2003 im Bereich der Kühl- und Kühl- und Gefrierkombinationen zusätzlich die Klassen A+ und A++ eingeführt wurden, wobei die Klasse A++ für einen in etwa 45 % geringeren Verbrauch steht als die Klasse A. Ein Gerät der Klasse „B“ kann insofern durchaus das am wenigsten effiziente Gerät seiner Kategorie sein.

Stromfresser im Haushalt

Wer seine Stromfresser gezielt ausfindig machen möchte, sollte sich ein Energiemessgerät anschaffen, welches zwischen die Steckdose und das zu testende Gerät geschaltet wird und den Stromverbrauch ermittelt. Ein solches Gerät entlarvt auch die Übeltäter, die selbst im ausgeschalteten Zustand noch Strom verbrauchen und am besten mit einer ausschaltbaren Steckdose außer Gefecht gesetzt werden können.

Kühlgeräte und Kühl-/ Gefrierkombinationen verbrauchen ein Fünftel der Energiekosten eines Durchschnittshaushalts. Durch verschiedene Maßnahmen lässt sich der Verbrauch dieser Geräte verringern:

  • Je kälter die Umgebungstemperatur, umso weniger Energie muss das Gerät aufbringen. Demnach sollten die Geräte in kühlen Räumen, fernab von Heizung und Sonneneinstrahlung, also am besten im Keller, positioniert werden. Auch ist darauf zu achten, dass die Wärme aus dem Gerät ungehindert austreten kann, dass die Belüftungsgitter nicht verdeckt sind und regelmäßig gereinigt werden.
  • Tauschen Sie defekte Türdichtungen sofort aus.
  • Vermeiden Sie häufiges und langes Öffnen der Türen. Schaffen Sie Übersicht in den Geräten, um langes Suchen zu vermeiden.
  • Regeln Sie die Temperatur nicht zu weit hinunter: Im Allgemeinen reichen 7° C im Kühlschrank und minus 18° C im Gefriergerät aus. Wird der Kühlschrank um nur 1° C kälter eingestellt, steigt der Verbrauch des Geräts um 6 %.
  • Nur kühle Getränke und Speisen in die Geräte stellen

Auch Waschmaschinen, Waschtrockner und Wäschetrockner verzehren einen großen Anteil der Stromkosten.

  • Auch hier gilt: Schalten Sie die Geräte nur bei voll ausgenutzter Kapazität ein
  • Reinigen Sie regelmäßig die Flusensiebe
  • In der Regel ist ein Waschgang bei 30 oder 40° C ebenso effektiv wie bei 90° C.
  • Auch der Vorwaschgang ist meist nicht notwendig.
  • Sofern Sie einen Wäschetrockner benutzen, so achten Sie darauf, dass die Wäsche vorher gut geschleudert wurde (bei mindestens 1. 200 Umdrehungen) und trocknen Sie Ihre Wäsche so oft es geht auf der Leine.
  • Ablufttrockner verbrauchen weniger Energie als Kondenstrockner.
  • Sofern Ihr Warmwasser nicht auf elektrischem Wege erzeugt wird und aus Ihrem Warmwasserhahn schnell warmes Wasser kommt, kann es sich lohnen, die Geschirrspülmaschine und die Waschmaschine direkt an das Warmwasser anzuschließen, denn für das Aufheizen des Wassers benötigen diese Geräte die meiste Energie.
  • Nutzen Sie beim Bügeln die Nachwärme des Bügeleisens und schalten Sie es einfach 10 Minuten früher aus.

Obwohl Standby-Geräte einen relativ geringen Anteil am Stromverbrauch eines Durchschnittshaushalts haben, schonen Sie Ihren Geldbeutel, wenn Sie diese Geräte bei Nichtbenutzung ausschalten. Dies funktioniert am einfachsten mittels einer Steckdosenleiste mit An-/ und Ausschalter, die leicht zugänglich sein sollte. Gewöhnen Sie sich jeden Abend an, den Schalter an der Steckdose auszuschalten. Berücksichtigen Sie vor dem Kauf von Standby-Geräten auch den Stromverbrauch im Standby-Betrieb. Ziehen Sie den Stecker von Akku-Ladegeräten, Netzteilen, Druckern etc. generell bei Nichtbetrieb aus der Steckdose, sie verbrauchen ansonsten weiterhin Strom.

Schalten Sie Ihren PC oder Laptop aus, sofern Sie ihn länger nicht benutzen. Bei kurzen Pausen (bereits ab 15 Minuten) lohnt es sich, den Rechner in den Standby-Modus zu versetzen werden. Auf Knopfdruck ist der Rechner und alle zuvor gestarteten Programme anschließend wieder betriebsbereit.

Auch beim Kochen lässt sich Energie sparen:

  • Benutzen Sie grundsätzlich Töpfe, die zur Größe der Plat
    te passen, niemals zu kleine Töpfe und kochen Sie immer mit Deckel.
  • Füllen Sie nur wenig Wasser in den Topf, dies hat auf die Garzeit keinen Einfluss.
  • Schalten Sie die Platte etwas früher ab und nutzen Sie die Nachwärme
  • Kochen Sie Gerichte mit längeren Garzeiten mit dem Schnellkochtopf, so sparen Sie nicht nur Zeit und Strom, sondern bereiten Ihre Mahlzeiten auch vitaminreicher zu.

Beleuchtung

Tauschen Sie Ihre Glühbirnen insbesondere in Räumen, in welchen das Licht über eine längere Zeit eingeschaltet ist, durch Energiesparbirnen aus. Diese sind zwar in der Anschaffung teurer als herkömmliche Glühbirnen, jedoch verbrauchen sie bis zu 80 % weniger Strom und haben eine etwa zehn mal so lange Lebenserwartung. Dass Energiesparlampen kaltes Licht machen, trifft heute längst nicht mehr auf alle Energiesparlampen zu. Moderne Energiesparlampen sind ebenso komfortabel wie herkömmliche Leuchtmittel. Beachten Sie jedoch, dass Energiesparbirnen nicht im Hausmüll entsorgt werden dürfen sondern als Sondermüll zu behandeln sind.

Nicht zuletzt kann der Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter für eine deutlich geringere Stromrechnung sorgen. So freut sich nicht nur das Konto, sondern auch die Umwelt.



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