
Tipps Tricks HeizungssanierungTipps und Tricks zur Heizungssanierung(795 Wörter in diesem Text, 11384 mal gelesen) 
Die Einführung des Energieausweises motiviert Hausbesitzer verstärkt
dazu, über die Modernisierung und Sanierung von Gebäuden
nachzudenken. Darüber hinaus soll das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz
(EEWärmeG) ab 2009 Bauherren von Neubauten zur Nutzung
erneuerbarer Energien verpflichten. So müssen künftig 14
Prozent des Wärmebedarfs eines neuen Hauses alternativ erzeugt
werden – wobei davon ausgegangen wird, dass dies in der
Regel durch die Nutzung von Solarkollektoren erzielt wird. Fördergelder
und günstige Kredite unterstützen solche Sanierungs- oder
Modernisierungsvorhaben umfassend. Arbeiten im Bereich der Wärmedämmung
stehen gemeinsam mit Modifikationen an der bestehenden
Heizungsanlage weit oben auf der Liste bevorzugter Bauprojekte.
Im Zuge einer Heizungssanierung lässt sich durch die Kombination
mit einer Solaranlage, deren Kollektor Sonnenwärme aufnimmt, die
Energiebilanz verbessern. Bei älteren Gebäuden muss hierbei der
vorhandenen Kamin geprüft werden. Abgase aus modernen Anlagen
sind wesentlich kühler als das früher der Fall war, was dazu führt,
dass sie im Kamin kondensieren und dort das Mauerwerk angreifen.
Energieausweis
Die Neufassung der Energieeinsparungsverordnung wurde 2007 durch
die Bundesregierung verabschiedet. Zentraler Bestandteil: Ab 2008
müssen für sämtliche Wohngebäude Energieausweise erstellt
werden.
Diese enthalten die Werte für Strom und Heizungsverbrauch. Der
Hausbesitzer muss sie Mietern und Käufern vorlegen. Der
Energieverbrauch soll dadurch transparent werden.
Die Regierung geht davon aus, dass durch die neue Verordnung mehr
Eigentümer Sanierungsmaßnahmen durchführen. Wer sein Gebäude
nicht auf einen optimalen Energiestatus bringt, hat bei Verkauf
oder Vermietung künftig schlechte Karten.
Ist man Eigentümer von vier oder mehr Wohneinheiten, dann hat
man die Wahl: Der Energieausweis kann sowohl auf Basis des realen
Verbrauchs erstellt werden als auch über berechnete Werte.
Heizungssanierung
In den meisten Fällen ist die Sanierung einer Heizungsanlage
weniger aufwändig als man denkt. Es muss allerdings ein Konzept
her: Bleibt die alte Anlage erhalten und wird nur in Teilen
erneuert? Wird neue, regenerative Technik hinzugefügt, um künftig
mehr Energie einzusparen? Oder wird die ganze Heizungsanlage
ersetzt, weil sie nicht mehr zeitgemäß ist und zuviel Energie
verbraucht.
Kombiniert der Eigentümer seine Heizung mit einer Solaranlage,
dann spart er nicht nur bis zu 16% Kraftstoffe ein. Sonne steht
unbegrenzt zur Verfügung und der Staat fördert regenerative
Energien. Durch Sonne erwärmtes Wasser wird dann zum Heizen oder
zur Brauchwassererwärmung verwendet. Oft kann die Solartechnik
einer bestehenden Anlage hinzugefügt werden, ohne dass diese
komplett ausgetauscht werden muss.
Brennwertkessel sind eine weitere Möglichkeit zur
Effizienzsteigerung der ganzen Anlage. Bei dieser modernen
Technik wird auch die Wärme der Abgase genutzt. Das macht bei Ölheizungen
eine Steigerung der Leistung bei gleichem Verbrauch von 6%, bei
Gasheizungen sogar bis zu 11% aus.
Aufmerksamkeit ist allerdings geboten, wenn ein moderner Kessel
zum Einsatz kommt. Der Durchmesser alter Kamine ist häufig zu
groß, die Abgase des neuen Kessels dagegen nicht heiß genug.
Die Folge: Abgase erreichen nicht mehr den Kaminausgang und
kondensieren stattdessen im Abzug. Das Mauerwerk im Kamin wird
angegriffen und durchfeuchtet. Man spricht von Versottung. Eine
Kaminsanierung sorgt hier für Abhilfe.
Veraltete Heizkörper stellen oft eine Schwachstelle der
Heizungsanlage dar. Geringe Effizienz in Kombination mit dem
Risiko der Durchrostung ist das Hauptproblem. Moderne Radiatoren
erbringen in beiden Belangen eine überzeugende Verbesserung.
Bei allen Veränderungen der Heizungsanlage müssen auch die Dämmwerte
eines Gebäudes einbezogen werden. Je höher die Leistung einer
neuen Anlage, desto größer der Verlust durch schlechte
Isolierung. Fenster und Türen sind hier ebenso Schwachstellen,
wie Kältebrücken, Hohlräume und fehlende Dämmung an Dächern,
Fassaden und Zwischendecken. Nachträgliche Dämmung muss in das
Sanierungskonzept einbezogen werden.
Kosten
Während die Kosten für eine umfassende Heizungssanierung den
Eigentümer zunächst abschrecken, relativieren sich diese bei
genauer Betrachtung. Brennwertkessel, Solaranlage, nachträglich
Dämmung und Kaminsanierung sind kostspielig, sparen kombiniert
allerdings auch oft die Hälfte der bisherigen Energiekosten ein.
So lassen sich Sanierungen schnell refinanzieren.
Die konkreten Preise hängen dabei von der Größe einer Anlage
und dem Ausmaß der Veränderungen ab. Fachbetriebe ermitteln im
persönlichen Gespräch die Anforderungen und machen sich ein
Bild von der jetzigen Situation. So gelangt der Eigentümer
schnell zu einer Kosteneinschätzung, die durch Förderungsmaßnahmen
zusätzlich reduziert wird.
Fördermöglichkeiten
Der Staat und die Kommunen fördern Sanierungsmaßnahmen, die zur
Energieeinsparung führen. Insbesondere dann, wenn regenerative
Energie mit einbezogen wird, stehen weitere Förderungen zur Verfügung.
Die KfW unterstützt Sanierungen durch zinsbegünstigte
Langzeitkredite, wenn die Maßnahme dazu beiträgt, Energie zu
sparen.
Fachbetriebe aus den Bereichen Heizungsbau und Bautenschutz sind
erste Ansprechpartner. Die Unternehmen sind neben den nötigen Maßnahmen
auch mit Förderungsprogrammen vertraut. So kann die Sanierung in
Bezug auf öffentliche Unterstützung optimiert werden.
Weitere Informationen zu
Fördermöglichkeiten finden Sie in unseren Links.
Förderungen für Erneuerbare Energien
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