
Förderung
Erneuerbarer Energien
Wer Maßnahmen zur Energieeinsparung bzw. zur Nutzung
erneuerbarer Energien trifft, sieht sich zunächst für
gewöhnlich größere Investitionen gegenüber. Diese
finanziellen Belastungen muss man allerdings nicht alleine
schultern. EU, Bund, Länder, Gemeinden und sogar einige
Energieversorger unterstützen umweltfreundlicher
Energietechnologien mit zahlreichen Förderprogrammen. Wir
möchten Ihnen nun die wichtigsten dieser Programme kurz
vorstellen.
Förderprogramme des Bundes
Marktanreizprogramme
Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ist das
sogenannte Marktanreizprogramm beheimatet. "Das Ziel der
Förderung ist, den Absatz von Technologien der erneuerbaren
Energien im Markt durch Investitionsanreize zu stärken und deren
Wirtschaftlichkeit zu verbessern." So heißt es in einer
Erklärung des Bundesamts.
Im Rahmen des Marktanreizprogrammes werden folgende Vorhaben
gefördert:
1) Solarkollektoranlagen bis max. 40 m2
Gesamtbruttokollektorfläche
- zur Warmwassererzeugung
- zur Raumheizung
- zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung
- zur Bereitstellung von Prozesswärme
- zur solaren Kälteerzeugung
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2) Anlagen zur Verbrennung von fester Biomasse für die
thermische Nutzung
3) Anlagen zur Nutzung der Tiefengeothermie für die
thermische Nutzung und zur kombinierten Strom- und
Wärmeerzeugung (KWK) ohne Übernahme des Bohr- und
Fündigkeitsrisikos
4) Besonders innovative Technologien zur Wärme- und
Kälteerzeugung aus erneuerbaren Energien nach Maßgabe dieser
Richtlinien
Antragsberechtigt sind Privatpersonen, freiberuflich Tätige,
kleine und mittlere private gewerbliche Unternehmen nach
Definition der EU sowie Unternehmen, an denen mehrheitlich
Kommunen beteiligt sind und die gleichzeitig die
KMU-Schwellenwerte unterschreiten. Außerdem können Kommunen und
weitere juristische Personen des öffentlichen Rechts sowie
gemeinnützige Investoren ebenfalls Anträge stellen.
Nähere Informationen zu diesem Programm sowie einige wichtige
Downloads zum Thema finden Sie
auf der Internseite des Bundesamts
KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm
Das Ziel dieses Programms ist ein deutlich verminderter CO
2-Ausstoß. Das kann beispielsweise durch den Austausch
veralteter Heizungstechnik geschehen. Das in einer Information
der KfW-Förderbank: &bdquoDas CO2-Gebäudesanierungsprogramm
eignet sich für alle, die den Energieverbrauch ihres Altbaus
entscheidend senken und damit einen aktiven Beitrag zum
Klimaschutz leisten möchten - und das zu außerordentlich
günstigen Konditionen.&ldquo Gefördert wird dabei jeder,
der in eine abgeschlossene Wohneinheit investiert, die selbst
genutzt oder vermietet wird (das können also Privatpersonen,
Unternehmen, Gemeinde, Kreise etc. sein). Nähere Informationen
zu diesem Programm und auch die aktuellen Vordersitze und
-konditionen finden sich im Internet auf der Seite der
KfW Förderbank.
Wohnraum Modernisieren
Das Programm "Wohnraum Modernisieren" stellt
denjenigen, die ihr Eigentum modernisieren möchten,
zinsgünstige Kredite zur Verfügung. Dabei steht für die
meisten "normalen" Maßnahmen eine sogenannte
Basisförderung zur Verfügung. Besonders gute Konditionen
erhalten so genannte "Öko-Plus-Maßnahmen". Dazu
zählen die Dämmerung der Außenhülle, die Erneuerung der
Heizungstechnik auf Grundlage erneuerbarer Energien,
Kraft-Wärme-Kopplung und Nah-/Fernwärme. Privatpersonen,
Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften, Gemeinden, Kreise,
Gemeindeverbände, sonstige Körperschaften und Anstalten des
öffentlichen Rechts sind antragsberechtigt. Die KfW-Förderbank
stellt im
Internet weitere wichtige
Informationen zu diesem Programm zur Verfügung.

Solarstrom
Erzeugen
Dieses Förderprogramm soll insbesondere dem Bau kleinerer
Fotovoltaikanlagen unterstützen. Der Kredithöchstbetrag liegt
bei 50.000 EUR. Es steht mit Ausnahme von Kommunen allen
Antragstellern offen. Der Zinssatz beträgt bei einer Laufzeit
des Kredites von 10 Jahren, 2 tilgungsfreien Anlaufjahren und
einer Zinsbindung von 10 Jahren nom. 3,75 % p. a. und eff. 4,57 %
p.a. Weitere Informationen hierzu bietet die KfW-Förderbank.
Ökologisch Bauen
Wer einen Neubau als Passivhaus, KfW-Energiesparhaus 40 oder
KfW-Energiesparhaus 60 plant, findet in diesem Programm
Unterstützung. Außerdem wird hier der Einbau einer Heizung auf
Basis erneuerbarer Energien, auch wenn der Neubau kein
KfW-Energiesparhaus oder Passivhaus ist, gefördert. In Anspruch
nehmen kann dieses Programm jeder, der in den Neubau von
Wohngebäuden investiert. Je nach Laufzeit des Darlehens umfasst
das Programm bis zu fünf tilgungsfreie Anlaufjahre. Weitre
wichtige Informationen und die aktuellen Fördersätze finden Sie
hier.
Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG)
Einen wichtigen Pfeiler bei der Finanzierung von Maßnahmen zur
Förderung erneuerbarer Energien stellt das Erneuerbare
Energien-Gesetz (EEG) dar. Dieses Gesetz regelt unter anderem die
Preise, die ein Anlagenbetreiber für die Einspeisung des Stromes
aus erneuerbaren Energien erhält. Eine gute Übersicht darüber
findet sich im Internet auf den Seiten des Internationalen Wirtschaftsforums Erneuerbarer
Energien (IWR).
Förderprogramme der Bundesländer
Auch die einzelnen Bundesländer bieten bisweilen attraktive
Förderprogramme, die auch teilweise mit den Bundesprogrammen
kombiniert werden können. Alle relevanten Programme hier
aufzuzählen, würde diese Übersicht sehr unübersichtlich
machen. Daher haben wir Ihnen hier einige Links zu den einzelnen
Bundesländern zusammengestellt (leider gibt es bei den einzelnen
Angeboten große qualitative Unterschiede).
Förderprogramme der EU
Die Europäische Union hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt,
in Sachen Umweltpolitik, CO2-Vermeidung und Förderung
Erneuerbarer Energien weltweit eine Vorreiterrolle einzunehmen.
Das will man sich in Brüssel Einiges kosten lassen. Eines der
Instrumente, mit denen man das hierzu benötigte Geld
bereitstellen möchte, ist das Förderprogramm
"Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation
(CIP)". Die Ziele des Programms hat die EU-Kommission so
definiert:
- die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen,
insbesondere von KMU,
die Förderung aller Formen von Innovationen, unter
besonderer Berücksichtigung von Umwelt-Innovationen,
die beschleunigte Entwicklung einer wettbewerbsfähigen,
innovativen und umfassenden Informationsgesellschaft
sowie
die Verbesserung der Energieeffizienz und der Nutzung
neuer und erneuerbarer Energiequellen.
Näheren Informationen zu diesem Programm und den Förderbedingungen liefert die Förderdatenbank des Wirtschaftsministeriums.
Förderprogramme der Kommunen
Auch viele Kommunen haben mittlerweile eigene Förderprogramme
für Erneuerbare Energien aufgelegt. Sie alle können an dieser
Stelle nicht aufgezählt werden. Einen ersten kleinen Überblick
bietet die Broschüre "Geld vom Staat für
Energiesparen und erneuerbare Energien" des
Bundesumweltministeriums.