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HZwei: CUTE + ECTOS + 14 Busse = HyFLEET:CUTE

Fachbericht | Wörter: 481 | Aufrufe: 13532 | Druckbare Version

CUTE + ECTOS + 14 Busse = HyFLEET:CUTE

Wasserstoff-Busse als Versuchsträger der Zukunft

(SG) CUTE und ECTOS können als Erfolge verbucht werden. Beide EU-Projekte haben ihre Ziele erreicht und in den vergangenen vier Jahren für eine gute Resonanz in der Öffentlichkeit gesorgt. Und damit dieser positive Schwung nicht gleich wieder verloren geht, werden sowohl das Clean Urban Transport for Europe Vorhaben als auch das Ecological City Transport System Programm fortgesetzt, dieses Mal in kombinierter Form und mit Berliner Beteiligung unter dem Titel HyFLEET:CUTE.

HyFLEET:CUTE steht frei übersetzt für Wasserstoff-Busflotte und ist ein EU-Projekt, das an CUTE und ECTOS anknüpft. Aber neben der Laufzeitverlängerung der bereits seit Ende 2001 betriebenen Brennstoffzellenbusse wird zusätzlich noch eine neue Flotte mit verbrennungsmotorisch betriebenen Bussen auf die Straße gebracht. 14 Busse des Typs MAN Lion’s City – vier mit Saugmotor und zehn mit Turbo-Aufladung – sollen vier Jahre lang auf den Hauptstadtstraßen im Alltag getestet werden. Und zusätzlich zu der neuen Tankstelle bekommen sie in Berlin-Spandau auf dem BVG-Busbahnhof ihre eigene, speziell ausgestattete Wartungshalle.

Bild: HYFLEET_CUTE_BUS_BERLIN.jpg Ein HyFLEET:CUTE-Bus vor dem Brandenburger Tor in Berlin

Bei den zur Anwendung kommenden MAN-Motoren handelt es sich um Reihensechszylinder, die nach dem 4-Takt-Otto-Prinzip arbeiten und weitgehend den ähnlich aufgebauten Erdgasmotoren entsprechen. Die Wasserstoff-Verbrennungsmotoren unterschreiten bereits heute alle festgelegten zukünftigen EU-Abgasgrenzwerte und erfüllen die EEV-Norm. Die Marktreife für den Wasserstoff-Verbrennungsmotor erwartet die MAN Nutzfahrzeuge AG bereits in den nächsten Jahren, weshalb die NEOMAN Bus GmbH bereits jetzt europaweit auf der Suche nach weiteren Kunden ist.

Mit den Erkenntnissen aus diesem Berliner Projekt soll ein wesentlicher Schritt in Richtung Praxistauglichkeit sowie Serienreife erzielt werden. Wolfgang Fahrnberger, Vorsitzender der Geschäftsführung der NEOMAN Bus GmbH, erklärte dazu: „Wir sehen in dieser Technologie einen konsequenten und mittelfristig realisierbaren Einstieg in die Zukunft der emissionsfreien Antriebe im so wichtigen Nahverkehr.“

CUTE läuft weiter

Die bisher im Betrieb befindlichen CUTE-Busse werden parallel dazu weiterbetrieben. Seit Januar dieses Jahres betreiben sieben Metropolen insgesamt 27 Brennstoffzellenbusse. Stuttgart und Stockholm haben jeweils ihre drei Busse an Hamburg abgetreten und Porto ist ausgestiegen, so dass Amsterdam, Barcelona, Hamburg, London, Luxemburg, Madrid und Reykjavik noch weiterhin dabei sind. „Wir freuen uns, dass die Busse weitere zwölf Monate bei unseren Kunden im Einsatz sind. Dadurch können die Erfahrungen aus dem Betrieb der vergangenen zwei Jahre gefestigt und verifiziert werden“, erklärt Wolfgang Diez, Leiter des Geschäftsbereichs DaimlerChrysler Omnibusse.

Insgesamt 31 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik haben sich dieses Mal zusammengeschlossen, um die Wasserstofftechnologie voranzutreiben. Deren neu definiertes Ziel ist die Entwicklung sowie der Aufbau eines Brennstoffzellenbus-Versuchsträgers für die Nachfolgegeneration. „Saubere und effiziente Antriebstechnologien werden zunehmend fester Bestandteil im öffentlichen Nahverkehr. Die Fortsetzung des Busprojekts leistet dazu einen wichtigen Beitrag“, sagt Herbert Kohler, Leiter der Forschungsdirektion Fahrzeugaufbau und Antrieb und DaimlerChrysler-Umweltbevollmächtigter.

Gefördert wird diese Projektfortsetzung von der Europäischen Kommission im Rahmen des nunmehr 6. EU-Forschungsrahmenprogramms. Ein spezieller Kongress wird alle bisherigen Ergebnisse des CUTE-Projektes nochmals zusammenfassen (10. bis 11. Mai 2006 in Hamburg).

Quelle: HZwei, April 2006, www.hzwei.

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Autor: Sven Geitmann


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