Mit Flüssiggas abheben - BallonfahrenMit Flüssiggas abheben - BallonfahrenSeite: 1/4 (1235 Wörter in diesem Text, 6346 mal gelesen) 

Foto: Sven Geitmann
Mit Flüssiggas abheben
Eine saubere Sache in ungeahnter Höhe – Ballonfahren
Mit einem überdimensionierten Luftballon durch die Luft schweben – das ist der Traum so mancher Kinder und auch vieler Erwachsener. Allein mit heißer Luft in zuvor ungeahnte Höhen emporsteigen und der Gravitation ein Schnippchen schlagen. Das wäre schön. Die Herren und Damen der Lüfte, die Ballonfahrer, kommen diesem Idealbild sehr nah, aber ganz ohne Hilfsmittel kommen auch sie nicht aus. Sie sind angewiesen auf einen Stoff, der die Luft erwärmt und um den es hier im Folgenden gehen soll: Propangas.
Die heutigen Heißluftballons fahren mit Hilfe von Propangas. Durch die Verbrennung dieser Kohlenwasserstoffverbindung wird Luft erwärmt. Diese steigt im Inneren der Stoffhülle auf und hebt den Ballon samt Korb empor. Aber wie sieht so eine Ballonfahrt im Einzelnen aus?
Der Wunsch des Menschen, fliegen zu wollen, lässt sich weit zurückverfolgen und war zunächst ein Weg vieler ambitionierter aber erfolgloser Versuche. Einer der ersten tatsächlich geglückten Versuche fand im Jahr 1783 statt. Den Brüdern Joseph Michel und Jacques Etienne Montgolfier gelang zum ersten Mal eine Ballonfahrt – zunächst unbemannt, dann mit Hahn, Ente und Hammel und schließlich mit Menschen.
Abb. 1: Die ersten Ballons wurden in Anlehnung an den Luftfahrtpionier Joseph Montgolfier und seinen Bruder zunächst auch Montgolfieren genannt.

Quelle: Bröckelmann
Seitdem hat sich an der grundlegenden Konstruktion eines Heißluftballons kaum etwas geändert. Oben befindet sich ein riesiger Ballon. Die am häufigsten am Himmel zu erblickenden Modelle verfügen über ein Volumen von 3.000 bis 6.000 Kubikmeter. Früher war dessen Hülle noch aus Papier. Bei heutigen Sportballons wird stattdessen mit Polyurethan beschichtetes Nylon benutzt. Unten befindet sich nach wie vor ein geflochtener Weidenkorb. Und genau dazwischen brennt das Feuer, das für die notwendige heiße Luft sorgt. Früher verbrannte man hier Stroh und Schafswolle in einem offenen Feuer, heute gibt es TÜV-geprüfte Propanbrenner.
Die Gesamthöhe derartiger Sportballons beträgt 22 bis 30 Meter, das Gesamtgewicht etwa 500 bis 800 Kilogramm. Um dieses riesige Sportgerät in die Luft befördern zu können, wird ein Propanbrenner eingesetzt, der eine Leistung von rund 2.000 Kilowatt aufweist. Zur Sicherheit ist in der Regel noch ein zweiter Brenner vorhanden, falls der Eine wider Erwarten versagt. Mit deren Hilfe können insgesamt bis zu 1.200 Kilogramm angehoben werden. Aber wie bekommt man solch ein Monstrum in die Höhe?
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