Wie steigende Spritpreise uns kalt lassen könnenWie steigende Spritpreise uns kalt lassen könnenSeite: 1/2 (837 Wörter in diesem Text, 7064 mal gelesen) 
Wie steigende Spritpreise uns kalt lassen können
Steigende Benzin- und Dieselpreise an deutschen Zapfsäulen sorgen bundesweit
für z. T. heftige Diskussionen. Die aktuelle Preisentwicklung für Kraftstoffe
kann jedoch auch Anlass sein, über die enormen Energieeinsparpotenziale beim
eigenen Auto nachzudenken. Der Bundesverband Solare Mobilität (bsm) verweist in diesem Zusammenhang insbesondere auf alternative Antriebssysteme und
Kraftstoffe, mit denen durch verminderten Primärenergieverbrauch auch aktiv
Klimaschutz betrieben werden kann.
Der derzeitige Erdöl-Markt zeichnet sich vor allem durch kontinuierlich
steigende Preise aus, bedingt durch eine Verknappung des Angebots und
weltweit steigende Nachfrage. Dadurch wird der deutsche Verbraucher
zukünftig nach wie vor keinerlei Einfluss auf die Preisgestaltung haben.
Nichtsdestotrotz kann jeder Autofahrer den eigenen Energieverbrauch
beeinflussen und damit letztlich auch die Kosten für die persönliche
Mobilität senken und zum Klimaschutz beitragen.
"Bewusstes Autofahren setzt auf alternative Antriebskonzepte und erneuerbare
Primärenergien," erklärt Roland Reichel, Vorsitzender des Bundesverbandes
Solare Mobilität, und nennt konkrete Beispiele: "Generell kann man sagen,
dass grosse Autos mehr Energie verbrauchen als kleine. Der Rollwiderstand
hängt prinzipiell vom Gewicht und der Reifenqualität ab, der Luftwiderstand
hängt von der Größe und der Bauform des Fahrzeugs ab. Beide Fahrtwiderstände
sind naturgemäß bei kleinen leichten und windschnittigen Fahrzeugen
geringer. Aber auch die Antriebsart bestimmt den Energieverbrauch.
Elektroantriebe haben mit 60 bis 90 % die höchsten Wirkungsgrade, Diesel-
und Pflanzenölmotore kommen auf Wirkungsgrade bis 40% und Benzinmotoren
haben die schlechteste Energieausnutzung von 15 bis 35 %, jeweils gemessen
vom Tanken bis zum Rad. Elektroantriebe haben noch zusätzlich die Vorteile
der besseren Wirkungsgrade im Teillastbetrieb, der typisch für Stadtfahrten
und Kurzstrecken ist. Gute Elektroantriebe können die Bremsenergie
zurückgewinnen, was sich ebenfalls positiv auf die Abnutzung der
Bremsscheiben auswirkt."
Die Ergebnisse von fast 20jährigen Verbrauchsmessungen des bsm und
kooperierender Gruppen zeigen, dass Elektrofahrzeuge konkurrenzlos niedrige
Verbrauchswerte aufweisen. So verbraucht z.B. ein Citroen SAXO im Test immer
unter 20 kWh pro 100 km, was energetisch besser ist, als ein 2 Liter-Auto.
Aktuelle Leicht-Elektromobile begnügen sich mit rund 5 bis 6 kWh auf 100 km,
was dem Energieinhalt von etwa 0,5 bis 0,6 Liter Sprit entspricht. Da mit
Strom gefahren wird, können Elektrofahrzeuge alle erneuerbaren
Primärenergiequellen, die in Strom umwandelbar sind, nutzen, wie z.B. die
bereits erwähnten Sonne-, Wind- und Wasserkräfte.
Das Einsparpotenzial an Treibstoff, Schadstoffen und dem klimaschädlichen
CO2 ist bei Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen am
höchsten. Im Idealfall kann völlig abgasfrei gefahren werden, wenn nur Strom
aus Sonnen-, Wind- und Wasserkraft verwendet wird.
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