Sonnenstrom vom ScheunendachSonnenstrom vom ScheunendachSeite: 1/4 (1550 Wörter in diesem Text, 9409 mal gelesen) 
Sonnenstrom vom Scheunendach
Für viele Landwirte sind Solarstromanlagen ein wichtiger Nebenerwerb
Im Badezimmer neben dem Waschbecken steht eine Flasche Eutermilch Spezial. "Das ist gut für die Hände." Die Waschmaschine ist mit weißen Stofftüchern gefüllt. Damit tupfen Rudolf Neyses und seine Tochter Daniela die Euter der Kühe ab. In der Ecke des Waschraums steht ein Eimer mit Rindersperma, gekühlt mit flüssigem Stickstoff. "Wir haben beide einen Besamungslehrgang gemacht." Hier in der Südeifel nahe der luxemburgischen Grenze, abgeschieden inmitten von Wäldern und Feldern, liegt der Biesdorfer Hof von Rudolf, Annelie und Daniela Neyses, der sich seit 1900 im Familienbesitz befindet. "Landwirtschaft ist kein Beruf," sagt Daniela Neyses, die auf dem elterlichen Hof eine eigene Wohnung hat. "Es ist eine Lebenseinstellung."
Ihren Lebensunterhalt verdienen die Neyses mit dem Milchviehbetrieb. Jede der 85 Kühe liefert täglich rund 30 Liter Milch. Außerdem vermietet Familie Neyses Zimmer an bis zu zehn Feriengäste. Sie können hier wandern, Rad fahren oder reiten und ihren Urlaub auf dem Bauernhof verbringen.
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Daniela, Rudolf und Annelie Neyses (von links) auf dem Dach der Maschinenhalle, auf der 11,52 kW installiert wurden.
Seit letztem Jahr hat Familie Neyses ein weiteres Standbein: Auf den Dächern von Maschinenhalle, Schmiede und Schweinestall wurden insgesamt 140 Solarmodule installiert. Die drei Teilanlagen sind nach Südwesten ausgerichtet. Ihre Gesamtleistung beträgt 22,4 Kilowatt. Fünf SolarMax-Stringwechselrichter der Sputnik Engineering AG wandeln den Gleichstrom der Solaranlage in Wechselstrom um. "Über die landwirtschaftlichen Fachzeitschriften sind wir darauf aufmerksam geworden, dass es sich rentiert, eine Photovoltaikanlage zu installieren," erklärt Daniela Neyses.
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