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Biosprit: Welche Studie sagt die Wahrheit?

Fachbericht | Wörter: 210 | Aufrufe: 10754 | Druckbare Version

Biosprit: Welche Studie sagt die Wahrheit?

Die im Juli 2005 in Spiegel Online zitierte US-Studie zur Ökobilanz von Biodiesel und Bioethanol sorgt in Fachkreisen für Diskussion.

Experten weisen daraufhin, dass die im Spiegel-Pressebericht wiedergegebenen Autoren David Pimentel, Professor für Ökologie und Landwirtschaft an der Cornell Universität, und Tad Patzek von der Berkeley Universität in Kalifornien seit den neunziger Jahren im zweijährigen Rhythmus Ökobilanzvergleichsstudien zu Biokraftstoffen veröffentlichen. Wiederholt kamen die amerikanischen Experten zu dem Ergebnis, Bioethanol beziehungsweise Biokraftstoffe generell würden eine negative Energie- und Klimagasbilanz aufweisen.

Die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) führt diese Ergebnisse auf methodische Mängel zurück. Die Autoren würden sich nicht an den internationalen Regeln zur Erstellung von Ökobilanzen orientieren, wirft die UFOP den beiden Wissenschaftlern vor. Zudem würden sie Daten zugrunde legen, die üblicherweise nicht in Ökobilanzen verwendet werden. So zum Beispiel die Nahrungsmittelaufnahme der Landwirte oder Basisdaten für die Stickstoffdüngerproduktion aus den siebziger Jahren.

Die UFOP weist auf eine Gemeinschaftsstudie mit der Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen hin. Gemeinsam mit Vertretern der Fahrzeugindustrie und der Landwirtschaft hat eine Arbeitsgruppe Ergebnisse einer internationalen Bestandsaufnahme über Ökobilanzen bei Biokraftstoffen ausgewertet.

Die Studie, die das Institut für Energie und Umwelt erarbeitet hat, stehe im Gegensatz zur Studie von Pimentel und Patzek als kostenloser Download im Internet zur Verfügung.

Download bei energieportal24.de

Quelle: DGS


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