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Wasserstoff als Kraftstoff für den Verbrennungsmotor

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Fachbericht | Wörter: 711 | Aufrufe: 11314 | Druckbare Version

Wasserstoff als Kraftstoff für den Verbrennungsmotor

MAN untersucht unterschiedliche Antriebskonzepte

Unter den verschiedenen Alternativen hat der Energieträger Wasserstoff langfristig ein hohes Potenzial, eine wesentliche Rolle in der Verkehrs- und Energiewirtschaft zu übernehmen – sei es mit Wasserstoffverbrennungsmotoren von MAN die auf ausgereifter Motorentechnik basiert oder als Energielieferant für den Brennstoffzellenantrieb, der bei MAN ebenfalls in der Entwicklung ist.

Gerade die Erdgasinfrastruktur, die MAN auch durch seine Gaskompetenz wesentlich mitaufgebaut hat, kann einen wertvollen Anteil an der Wasserstoffzukunft des Nahverkehrs haben. Nicht zuletzt das klassische Trolleybuskonzept – im Kompetenzzentrum des NEOPLAN-Werkes Pilsting angesiedelt – trägt gerade in hochbelasteten Innenstädten wesentlich zur Verbesserung der Umweltbedingungen bei und ist heute besonders in Mittel- und Osteuropa noch immer hochaktuell.

Im Verkehrssektor lässt sich mit dem Energieträger Wasserstoff die Umweltbilanz in Zukunft nachhaltig verbessern. Als Treibstoff für Fahrzeuge ist der Einsatz von Wasserstoff im Verbrennungsmotor durch sehr niedrige Emissionswerte gekennzeichnet. Vor dem Hintergrund weltweit steigender Mobilität muss jeder Verkehrsträger seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Vorrangiges Ziel ist dabei die deutliche Verminderung der Treibhausgase, hierbei insbesondere von Kohlendioxid.

Wasserstoff als kohlenstofffreier Energieträger ermöglicht einen Fahrbetrieb völlig ohne CO2-Emissionen. In Verbindung mit CO2-reduzierten bzw. –freien Technologien zur Wasserstofferzeugung ist eine deutliche Verminderung der CO2-Emission im Verkehr zu erreichen.

Bereits im Jahre 1996 präsentierte MAN den ersten Stadtbus mit Flüssigwasserstoff-Verbrennungsmotor. Es wurde ein Stadtbus entwickelt, der im Zeitraum von 1996 bis 1998 über insgesamt 42.000 Kilometer im Liniendienst in Erlangen und München eingesetzt wurde. Mitte 1999 startete MAN mit der Erprobung von drei Niederflur-Gelenkbussen mit Druckwasserstoffspeicherung und Verbrennungsmotor. Sie sind seitdem im Personentransport auf dem Vorfeld des Flughafens München im Einsatz und legten in dieser Zeit mehr als 400.000 Kilometer zurück.

Ende April 2004 hat ein weiterer MAN Wasserstoffbus seinen Betrieb für die BVG in Berlin aufgenommen. Der neue Bus verfügt über einen Wasserstoffverbrennungsmotor, der bereits alle heute festgelegten zukünftigen EU-Abgasgrenzwerte erheblich unterschreitet.

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