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Der richtige Weg zu Fördermitteln

Fachbericht | Wörter: 363 | Aufrufe: 6824 | Druckbare Version

Der richtige Weg zu Fördermitteln

Leitfaden: Was alles zu beachten ist

Bund, Länder, Kommunen oder Energieversorgungsunternehmen bieten eine ganze Reihe attraktiver Programme, mit denen Energiesparmaßnahmen in Neu- und Altbauten gefördert werden. Wie man Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen optimal ausschöpft, fasst der Initiativkreis Erdgas & Umwelt im folgenden Leitfaden zusammen.

Ob der alte Heizkessel durch eine moderne Gas-Brennwertheizung ersetzt wird oder Solarkollektoren ihren Beitrag zur Warmwasserbereitung leisten – die öffentliche Förderung sollte stets in die Planung einbezogen werden. „Der erste Schritt hierzu ist die genaue Information über alle Fördermöglichkeiten“, rät der Initiativkreis Erdgas & Umwelt. Zur umfassenden Sanierung gehört oft auch das Ersetzen alter Rippenheizkörper durch moderne Heizkörper oder durch eine Fußbodenheizung. Gas-Brennwertheizungen passen sich durch ihren großen Modulationsbereich dem wechselnden Wärmebedarf flexibel an, ganz gleich, ob Heizkörper oder Fußbodenheizungen zum Einsatz kommen.

Welche Programme gibt es? Die wichtigsten Adressaten auf Bundesebene sind die KfW Förderbank und das Bundesamt für Wirtschaft. Dazu kommen Landes- sowie häufig auch regionale oder lokale Fördermöglichkeiten. Schließen sich einzelne Programme gegenseitig aus? Vor allem Zuschüsse sind häufig nicht beliebig kumulierbar. Stehen noch genügend Mittel zur Verfügung? Manche Fördertöpfe sind im Lauf eines Jahres ausgeschöpft und können erst im Folgejahr wieder in Anspruch genommen werden. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Passt das Förderprogramm zur geplanten Maßnahme? Zu beachten sind Förderhöchstgrenzen, technische Mindestanforderungen, das Mindestalter der Immobilie oder auch Einkommensobergrenzen. Wichtig ist auch, ob das Programm nur für selbstgenutzte oder auch für vermietete Wohnungen gilt.

Welche Zinssätze und sonstigen Bedingungen gelten aktuell für die Förderdarlehen? Hier bietet das CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW in der Regel die besten Konditionen. Unter anderem wird bei Erreichen des Neubaustandards ein 15-prozentiger Restschuldenerlass gewährt. Deckt dieses Programm nicht die kompletten zuwendungsfähigen Kosten ab, können weitere Programme in Anspruch genommen werden.

Wann kann man mit den Arbeiten beginnen? Vorsicht: Oft darf der Startschuss für die Energiesparmaßnahmen erst nach Bewilligung des Förderantrags fallen. Manchmal genügt auch der Eingang des Antrags bei der Bewilligungsbehörde.

Wird die Verwendung der Mittel kontrolliert? In der Regel werden Verwendungsnachweise gefordert, die innerhalb einer bestimmten Frist eingereicht werden müssen.

Eine Liste aktueller Förderprogramme hält der Initiativkreis Erdgas & Umwelt für alle Interessenten bereit – unter www.ieu.de oder bei der Hotline 0 18 02/34 34 52 (6 Cent pro Gespräch)

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Quelle: IEU, 02.05.2005

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