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Ökologische konventionelle Dämmstoffe: Vergleich

Ökologische und konventionelle Dämmstoffe: ein Vergleich

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Ökologische und konventionelle Dämmstoffe: ein Vergleich

Die richtige Wahl des Dämmstoffs hat einen starken Einfluss auf die ökologische Wirkung einer Fassadendämmung. Die auf dem Markt befindlichen Dämmstoffe lassen sich grob in drei Klassen einteilen:
  • Erdölbasierte Dämmstoffe

  • Mineralische Dämmstoffe

  • Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen

Im folgenden sollen die verschiedenen Dämmstoffe jeweils anhand eines charakteristischen Vertreters vorgestellt werden.

Erdölbasierte Dämmstoffe

Der Löwenanteil der Fassaden wird mit erdölbasierten Dämmstoffen gedämmt. Typische Vertreter dieser Klasse sind Polystyrolplatten und Polyurethanschaumplatten. (Polystyrol ist vor allem unter dem Markennamen Styropor bekannt) Diese Dämmsysteme zeichnen sich durch ein sehr gutes Preis- / Leistungsverhältnis aus. Fachbetriebe, die Fassadendämmungen mit diesen Dämmstoffen ausführen, sind leicht zu finden und die Dämmplatten werden in industrieller Großserie hergestellt. Die große Anzahl ausführender Fachbetriebe und die Großserienproduktion sorgen für niedrige Preise.

Verarbeitungsweise am Beispiel geklebtes Polystyrol

Auf den tragfähigen, nichtsandenden Untergrund werden die Polystyrolplatten mittels Baukleber aufgeklebt. Zum Schutz vor mechanischen Einflüssen wird anschließend eine Armierungsschicht aufgebracht. Diese Schicht besteht aus der Armierungsmasse und dem Armierungsgewebe. Nach dem Durchtrocknen der Armierungsschicht erfolgt die Endbeschichtung in Putz oder Klinker. Polystyrolplatten sind der am meisten verbreitete Fassadendämmstoff. Die Verarbeiter dieses Dämmstoffes können auf eine jahrzehntlange Erfahrung zurückgreifen.

Mineralische Dämmstoffe

In dieser Klasse sind Glaswolle, Mineralwolle und seit kurzem Mineralschaum vertreten. Während Glas- und Mineralwolle vor allem als mehr oder weniger flexible Matten verarbeitet werden, wird Mineralschaum in Form von festen Platten geliefert. Glaswollmatten wird nachgesagt, dass Sie lungengängige Fasern absondern. Sie sind daher vom Markt so gut wie verschwunden Für die Produktion von mineralischen Dämmstoffen muss nicht auf die begrenzten Erdölreserven zurückgegriffen werden: Das Aufschäumen der Mineralschaumplatten etwa geschieht mittels natürlichem Eiweiß. Mineralische Dämmstoffe liegen preislich nur wenig über dem Niveau von erdölbasierten Dämmstoffen, aber die Auswahl an verarbeitenden Betrieben ist geringer.

Verarbeitungsweise am Beispiel Schienensystem und Mineralwollplatten

Die Anforderungen an den Untergrund sind bei dieser Ausführung im Vergleich mit geklebten Dämmsystemen geringer. An der zu dämmenden Wand wird ein Rastergitter aus Halteschienen angebracht. Die Befestigung der Schienen erfolgt mittels Bohren und Dübeln, ein minderwertiger Untergrund ist daher in gewissen Grenzen tolerabel. In das Gitter werden die Dämmmatten eingehängt, die weitere Verarbeitung – Armierung und Endbeschichtung – erfolgt analog den geklebten Systemen.

Nachwachsende Dämmstoffe

Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen sind in den verschiedensten Ausführungen verfügbar. Als Rohstoffe werden beispielsweise Papier, Kork, Schafwolle und Hanf eingesetzt. Eine Dämmung aus nachwachsenden Dämmstoffen ist ökologisch besonders wertvoll, die Ressourcen werden geschont und lange Transportwege vermieden. Nachwachsende Dämmstoffe sind noch vergleichsweise wenig verbreitet – entsprechend gering ist die produzierte Menge. Genauso vielfältig wie die verwendeten Rohstoffe sind die Ausführungen der Dämmsysteme. Von flexiblen Matten über feste Platten bis hin zu losen Flocken bzw. Fasern ist alles Denkbare vertreten.

Verarbeitungsweise am Beispiel: Zelluloseflocken

Zelluloseflocken werden aus Altpapier hergestellt und in vorhandene Hohlräume im Bauwerk eingeblasen. Die Außenwand vieler Wohngebäude ist in zweischaliger Bauweise ausgeführt. Bei zweischaligem Mauerwerk ist eine Dämmung mittels Zelluloseflocken die erste Wahl. In diesem Fall werden einfach Löcher in die Außenwand gebohrt, durch die die Zelluloseflocken eingeblasen werden. Wichtig ist vor allem, dass der Hohlraum vollständig ausgefüllt wird: Das Einblasen erfolgt in mehreren Phasen, zwischen denen immer wieder kontrolliert wird, ob die Dämmflocken den Hohlraum vollständig ausfüllen. Nach dem vollständigen Einblasen der Flocken werden die Bohrlöcher versiegelt, und die Dämmung ist fertig. Bei kleineren Gebäuden oder Reihenhäusern ist es möglich, an einem Tag alle Außenwände zu dämmen. Größere Gebäude sind meist innerhalb einer Woche gedämmt. Durch die einfache Verarbeitungsweise und den verhältnismäßig günstigen Preis des Rohstoffs ist das Einblasen von Zelluloseflocken in zweischaliges Mauerwerk die mit Abstand günstigste Methode, eine Außenmauer zu dämmen.

Weitere Informationen zum Thema Dämmstoffe und ökologisches Bauen erhalten Sie im Internet auf der Seite www.co2sparhaus.de oder beim Textautor Andreas Imhoff unter 040-52734780.



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 Kommentar(e)


 Kommentar vom 02.03.2011 10:56 Uhr, von Georg Vecker Kommentar bearbeiten
 Empfehlung: empfehlenswert
 Status: freigegeben


Die Informationen sind gut übersichtlich dargestellt. Was fehlt ist die Info, wie Häuser mit nur einer Fassadenschicht/ Mauerwerk/ Natursteinhaus mit ökologischer Dämmung versehen werden können- schade!





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