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Wärmepumpen - günstig Heizen mit der Kraft der Sonne

Fachbericht | Wörter: 388 | Aufrufe: 8753 | Druckbare Version

Wärmepumpen - günstig Heizen mit der Kraft der Sonne

Was im Berliner Reichstag seit Jahren funktioniert, gilt mittlerweile auch als Insidertipp fürs eigene Heim: Wer den alten Heizkessel einer Öl- oder Gasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt, vermeidet nicht nur klimaschädliche Abgase, sondern kann auch seine laufenden Heizkosten kräftig drücken.

In der Schweiz heizt bereits in 40 Prozent der Neubauten eine Wärmepumpen-Anlage, gekoppelt mit einer Fußboden- oder Wandheizung. Auch Schweden und Norweger begeistern sich für diese Technik

In Deutschland freut sich die Branche zwar seit 2000 über ein jährliches Absatzwachstum zwischen 15 und 20 Prozent. Allerdings bisher auf niedrigem Niveau: Knapp 10.000 Wärmepumpen-Heizungsanlagen sind 2003 bundesweit verkauft worden - von insgesamt 800.000 installierten Heizungen. In den kommenden zehn Jahren, so Marktbeobachter, könnte der Anteil im Neubaubereich allerdings auf zehn Prozent emporschnellen.

Schwungrad für den Wärmepumpen-Absatz sind derzeit vor allem steigende Öl- und Gaspreise. Schließlich stammen bei Wärmepumpen-Heizanlagen 75 Prozent der Energie kostenlos und zuverlässig aus der Umwelt. Lediglich der elektrischen Antrieb des sogenannten Verdichters verbraucht Energie. Doch durch ihn wird die Nutzung der gespeicherten Sonnenenergie im Boden, Grundwasser oder in der Luft erst möglich.

Die ausgereifte Technik, die im Prinzip schon seit knapp 150 Jahren bekannt ist und in jedem Kühlschrank zum Einsatz kommt, lässt die Betriebs- und Energiekosten im Vergleich zu Öl- und Gasheizungen um mehr als die Hälfte sinken. Hinzu kommt: Der Platz für den Ölkessel kann besser genutzt werden, passé die Angst vor steigenden Brennstoffkosten oder Gefahren, die von Brennstoffen in den eigenen vier Wänden ausgehen. Und der Erdatmosphäre bleiben beim Austausch einer alten Heizung gegen eine neue Wärmepumpe tonnenweise klimaschädliches Kohlendioxyd erspart. Allein in einem mittelgroßen Einfamilienhaus mit einem Wärmebedarf von rund 30.000 Kilowattstunden im Jahr sind drei bis sechs Tonnen CO2-Einsparung möglich.

Die Anschaffungskosten für eine Wärmepumpen-Heizunganlagen liegt mit 7.000 bis 20.000 Euro zwar etwas über denen für einen leistungsgleichen modernen Heizkessel mit Öl- oder Gasfeuerung. Niedrigere Kosten für den laufenden Betrieb sorgen dafür, das sich eine Wärmepumpen-Heizung - kalkuliert mit heutigen Energiepreisen - innerhalb von zehn Jahren amortisiert. Zusätzlich locken KfW-Förderprogramme des Bundes, finanzielle Anreize einiger Länder sowie Sonderkonditionen von Energieversorgern für Wärmepumpen-Strom.

Wer heute schon Wärmepumpentechnik nutzt, trauert seinem alten Heizkessel nicht nach. Ergebnis einer Kundenbefragung beim zum RWE-Konzern gehörenden Stromversorger Lechwerke AG in Augsburg: Fast 90 Prozent aller Wärmepumpenbesitzer sind sehr zufrieden. Hauptargumente für ihre Kaufentscheidung waren Platzersparnis, Umweltfreundlichkeit, Unabhängigkeit und Zuverlässigkeit.

Quelle: Sunbeam GmbH, Nov. 2004



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