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DaimlerChrysler: Roadmap für nachhaltige Mobilität

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Fachbericht | Wörter: 1688 | Aufrufe: 4530 | Druckbare Version

DaimlerChryslers Roadmap für nachhaltige Mobilität

DaimlerChrysler stellte Anfang November 2004 eine neue Planung für eine sauberere Zukunft vor. Die fünfstufige Roadmap für nachhaltige Mobilität hat zum Ziel, alle Einspar-Potenziale von effizienten Antrieben über Abgasreinigung bis hin zu erneuerbaren Kraftstoffen auszuschöpfen. DaimlerChrysler bietet das breiteste Spektrum verschiedener Technologien zur Reduktion von Kraftstoffverbrauch und Emissionen für Pkw und Nutzfahrzeuge. Diese Maßnahmen werden zusammengeführt in der Initiative „Energie für die Zukunft“.

Kurz- und mittelfristig setzt der Automobilhersteller auf das nach wie vor hohe Potenzial von Otto- und Dieselmotoren. Darüber hinaus arbeitet er zusammen mit der Mineralölindustrie an umweltfreundlichen „Designer“-Kraftstoffen, beispielsweise aus Erdgas oder Biomasse. Gleichzeitig entwickelt DaimlerChrysler den Hybridantrieb weiter als eine Zwischenstufe auf dem Weg zur emissionsfreien Mobilität mit Brennstoffzellenfahrzeugen. Mit insgesamt 20 Modellen hat Mercedes-Benz das größte Angebot an Personenwagen mit EU4-Abgasnorm und Dieselpartikelfilter aller deutschen Automobilmarken.

Weitere Optimierung der Verbrennungsmotoren

Der Verbrennungsmotor wird noch viele Jahre lang den Automobilmarkt dominieren. Deshalb bringen hier Verbesserungen zunächst den höchsten Effekt. Mit innovativen Technologien und neuen Konzepten reduzierte DaimlerChrysler allein in Europa die Kohlendioxid-Emissionen (CO2) seiner Pkw-Flotte seit 1995 um rund 17 Prozent. Das ist mehr als jeder andere Autohersteller erreicht hat. Dank neuer Common-Rail-Direkteinspritzung sank in diesem Zeitraum der Verbrauch der Diesel-Pkw um über 25 Prozent, während Fahrkomfort und Fahrspaß sogar noch gesteigert wurden. In der weiteren konsequenten Optimierung der Verbrennungsmotoren sieht der Konzern noch ein deutliches Potenzial hinsichtlich Verbrauchs- und Abgasverringerung. Bei den Benzinmotoren liegt der Fokus vor allem auf einer weiteren Verringerung des Kraftstoffverbrauchs. Bei den außerordentlich verbrauchsgünstigen Dieseltriebwerken gilt die Aufmerksamkeit hauptsächlich der weiteren Schadstoffreduktion. Dabei darf es keine Abstriche bei Leistung und Drehmoment geben, um das Fahrvergnügen der Kunden nicht zu schmälern.

Große Zukunft für Dieselmotoren mit CDI-Technik

Mercedes-Benz konnte 1997 mit der Einführung der Common-Rail-Direkteinspritzung ein neues Zeitalter der PKW-Dieseltechnologie einläuten. Neben einer Kraftstoffersparnis von über 10 Prozent gegenüber den bekannten Vorkammer-Dieselmotoren gelang es dank dieser Technologie, in punkto Fahrleistungen und Fahrkomfort zu den besten Benzinmotoren der jeweiligen Hubraumklassen aufzuschließen.

DaimlerChrysler setzt seine ganze Innovationskraft ein, um mit CDI-Technologie und zukünftigen homogenen Diesel-Brennverfahren die Partikel- und Stickoxidemissionen bis an die Grenze des Messbaren zu senken. Die im Oktober 2003 eingeführten weltweit ersten additivfreien Partikelfilter in der C- und E-Klasse können bereits heute die strengen europäischen Emissionsanforderungen des Jahres 2005 (Euro 4) unterschritten werden. In Deutschland ordern rund 83 Prozent der Kunden der C-Klasse den bestellten Neuwagen mit Dieselrußpartikelfilter, in Frankreich 0,2 Prozent. Ab sofort sind Mercedes-Benz Viano und Vito als erste Fahrzeuge ihres Segments mit Partikelfilter bestellbar. Den Partikelfilter gibt es zunächst für Viano 2.0 CDI (80 kW/109 PS) und Viano 2.2 CDI (110 kW/ 150 PS) sowie die entsprechenden Modelle Vito 111 CDI und Vito 115 CDI mit Einstufung nach EU 4/III. Die Auslieferungen beginnen ab Januar 2005.

Die CDI-Technik ist auch für kleine Dieseltriebwerke sinnvoll. Dies belegt eindrucksvoll der smart fortwo cdi, ein zweisitziges City-Fahrzeug. Mit lediglich 0,8 Liter Hubraum, aus denen er 30 kW/41 PS schöpft, ist der Motor nicht nur der gegenwärtig kleinste CDI-Diesel der Welt, sondern er treibt auch das meistverkaufte Auto der europäischen Niedrigst-Verbrauchsklasse, die so genannten 3-Liter-Autos an.



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